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Taifun Neoguri

Japan könnte erreicht werden

Lange hat die Ruhephase im westlichen Pazifik nach dem starken Hurrikan Hagibis nicht gedauert, der Japan voll getroffen hatte. Denn schon am 17. Oktober 2019 bildete sich eine neue Tiefdruckzone, aus der der nun schon 20. Wirbelsturm der Saison 2019 entstehen konnte und dieser erhielt den Namen Neoguri.

Taifun Neoguri Prognose und Entwicklung

Tropensturm NeoguriAm 17. Oktober 2019 sich ziemlich am Schnittpunkt zwischen Luzon, den nördlichen Philippinen nach Westen hin und den vorgelagerten japanischen Inseln nach Norden hin die nächste Tiefdruckzone, aus der binnen weniger als 24 Stunden bereits der nächste benannte Wirbelsturm entstehen konnte. Der Tropensturm wurde Neoguri genannt und bewegte sich fast gar nicht. Ein leichte Orientierung gibt es nach Nordwest, aber die Zuggeschwindigkeit ist überschaubar, weshalb man von einem fast stationären Wirbelsturm mit Windgeschwindigkeiten um die 65 bis 70 km/h sprechen kann.

Die erste Prognose geht davon aus, dass die Zugrichtung nach Nordwest erhalten bleibt, dann auf Nord geändert wird und schließlich auf Nordost weist. Dabei soll es vor allem zu Beginn kaum Zuggeschwindigkeiten geben, später sollte der Wirbelsturm aber doch etwas Fahrt aufnehmen und damit die vorgelagerten japanischen Inseln treffen. Allerdings geht die Prognose auch davon aus, dass die Energie bald fehlen wird und daher kann es auch sein, dass sich der Tropensturm auflöst, bevor er überhaupt die Inseln erreichen kann.

Oder auch nicht, denn am 19. Oktober 2019 verstärkte sich der Tropensturm Neoguri zu einem starken Tropensturm mit Windspitzen um die 100 km/h und auch die Taifunstärke war nicht mehr auszuschließen. Die Zuggeschwindigkeit hatte sich leicht erhöht und die Richtung sofort auf Nordost geändert, sodass der Wirbelsturm direkt nach Japan gelangen könnte. Noch am Abend des gleichen Tages verstärkte sich der Wirbelsturm weiter und wurde zu einem Taifun.

Damit wurde Neoguri zu einem der wenigen Wirbelstürme, bei denen die Prognose ziemlich daneben lag, aber es ist abhängig von den Rahmenbedingungen nicht immer einfach, die weitere Entwicklung vorherzusehen. Stand der Dinge am 20. Oktober ist ein Zug nach Nord bis Nordost östlich der vorgelagerten Japanischen Inseln, um Japan zu erreichen. Erwartet wird, dass der Taifun, der aktuell Windspitzen um die 140 km/h aufweist, sich zu einem starken Tropensturm abschwächt und Japan mit Windspitzen um die 100 km/h erreicht.

Am 21. Oktober 2019 befand sich der Wirbelsturm bereits unmittelbar vor dem Zentrum von Japan, von Süden aus kommend, hatte sich aber zu einem starken Tropensturm abgeschwächt und könnte als normaler Tropensturm an Land treten. Erwartet wird dies für den 22. Oktober. Doch es kam dann nochmals anders, denn am 22. Oktober 2019 hatte sich der Wirbelsturm gänzlich aufgelöst - unmittelbar vor der Küste von Japan. Damit waren starke Regenfälle wohl einzuplanen, die große Gefahr war aber vorüber.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 22. Oktober 2019]

Ebenfalls interessant:

Tropenstürme und Taifuns im Jahr 2019

Tropensturm Pabuk (Thailand)

Schon am 1. Jänner 2019 bildete sich der erste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und zwar Tropensturm Papuk, der am 4. Jänner auf Thailand traf.

Taifun Wutip (Stufe 5)

Am 19. Februar 2019 bildete sich der Taifun Wutip im nordwestlichen Pazifik südöstlich der Nördlichen Marianen und wurde zum stärksten Taifun in einem Februar.

Tropensturm Sepat (Japan)

Am 27. Juni 2019 entstand ein Tropensturm südwestlich von Japan, der sich dann nach Nordost weiterbewegt hatte - genau entlang der Küste von Japan.

Tropensturm Mun (China, Vietnam)

Am 3. Juli 2019 entwickelte sich der Tropensturm Mun, der sich bei Hainan an der chinesischen Südküste gebildet hatte und tags darauf in China an Land ging.

Tropensturm Danas (Südkorea, Japan)

Am 16. Juli 2019 entstand aus einer tropischen Depression der Tropensturm Danas östlich der Philippinen, der nach Taiwan und China ziehen sollte, doch die Richtung änderte.

Tropensturm Nari (Japan)

Am 25. Juli 2019 entstand südlich von Japan der nächste benannte Wirbelsturm mit Tropensturm Nari, der auch tatsächlich Japan erreichte.

Tropensturm Wipha (China, Vietnam)

Am 31. Juli 2019 entstand bei Hainan und der südchinesischen Küste der Tropensturm Wipha, dessen Ziel Nordvietnam war.

Taifun Francisco (Japan, Südkorea)

Am 2. August 2019 entstand im westlichen Pazifik der achte benannte Wirbelsturm mit Namen Francisco, der als Taifun Japan und Südkorea heimsuchte.

Taifun Lekima (Taiwan, China)

Am 4. August 2019 bildete sich östlich der Philippinen ein weiterer Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der als Supertaifun China heimgesucht hatte.

Taifun Krosa (Japan)

Am 6. August 2019 bildete sich südlich von Japan der nächste Wirbelsturm mit Namen Krosa, der zu einem Major Taifun mit Windspitzen um 180 km/h werden könnte.

Tropensturm Bailu (Taiwan, China)

Am 20. August 2019 entwickelte sich der nächste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der als starker Tropensturm Taiwan heimsuchte und dann auf China traf.

Tropensturm Podul (Philippinen, Vietnam)

Am 27. August 2019 entstand der 12. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und überquerte die Philippinen, um danach Vietnam zu treffen.

Taifun Lingling (Südkorea)

Der Wirbelsturm Lingling entstand am 2. September 2019 unmittelbar vor den Philippinen, zog aber als starker Taifun direkt nach Norden und traf Korea und China.

Tropensturm Kajiki (Vietnam, China)

Kajiki ist der bereits 14. benannte Wirbelsturm der Pazifischen Taifunsaison 2019 und entstand nach einer langen Reise Richtung Vietnam, um zurück nach China zu ziehen.

Taifun Faxai (Japan)

Mit Namen Faxai entstand im September 2019 der 15. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der weit draußen aufgebaut wurde und Japan treffen könnte.

Tropensturm Paipah

Der Tropensturm Paipah entstand am 16. September 2019 im westlichen Pazifik nördlich der Nördlichen Marianen und bestand nicht einmal einen Tag.

Taifun Tapah (Südkorea, Japan)

Der Taifun Tapah entstand am 19. September 2019 auf dem Weg nach Südkorea und Japan und traf genau dazwischen im Japanischen Meer ein.

Taifun Mitag (Südkorea)

Mitag ist ein weiterer Taifun im westlichen Pazifik, der am 28. September 2019 entstanden war und zwar östlich der Philippinen mit Ziel Südkorea.

Taifun Hagibis (Japan)

Der Wirbelsturm Hagibis entstand am 5. Oktober 2019 weit draußen im westlichen Pazifik und wurde zu einem Taifun der Stärke 5, der auf Japan traf.

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Taifun Neoguri (Japan)

Neoguri ist der Name des 20. Wirbelsturms in der pazifischen Taifunsaison 2019 und entstand südlich von Japan, wobei er unerwartet zum Taifun wurde.

Taifun Bualoi (Japan)

Bualoi wurde zum starken Taifun im westlichen Pazifik, der am 19. Oktober 2019 entstanden war und östlich von Japan sich aufgelöst hatte.

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Der Tropensturm Matmo bildete sich Ende Oktober 2019 vor der Küste von Südvietnam und traf am 30. Oktober 2019 auch als starker Tropensturm an Land.

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Am 2. November 2019 bildete sich der Taifun Halong, der aber weit draußen im westlichen Pazifik kein Inselstaaten gefährden konnte.

Taifun Nakri (Vietnam, Philippinen)

Am 6. November 2019 entstand westlich der Philippinen der nächste benannte Wirbelsturm mit Namen Nakri, der Südvietnam heimsuchte.

Taifun Fengshen

Am 12. November 2019 baute sich der nächste Wirbelsturm im westlichen Pazifik auf, der aber weit draußen keine Gefahr darstellte.

Taifun Kalmaegi (Philippinen)

Am 13. November 2019 entstand mit Kalmaegi bereits der vierte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik im Monat November, was ungewöhnlich ist.

Tropensturm Fung-Wong (Taiwan)

Wirbelsturm Nummer 27 in der Taifunsaison 2019 entstand am 20. November 2019 und erhielt den Namen Fung-Wong. Das Ziel sollte Taiwan sein.

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