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Taifun Nakri

Landfall in Südvietnam

Im November werden die Wirbelstürme üblicherweise seltener, weil das Wasser sich abkühlt und damit die Rahmenbedingungen ungünstiger sind. Trotzdem können Tropenstürme und noch stärkere wie Hurrikan (Atlantik) oder Taifun (Pazifik) weiterhin entstehen - im westlichen Pazifik häufiger als im Atlantik. Der November 2019 erwies sich dabei als besonders dynamisch, denn östlich der Nördlichen Marinen hatte sich der Taifun Halong sogar zur höchsten Stufe entwickelt, gefährdete aber zum Glück keine Landmassen. Und am 6. November kam es gleich zum nächsten Wirbelsturm, der aber Südvietnam wirklich erreichen sollte.

Taifun Nakri Prognose und Entwicklung

Taifun Nakri SüdvietnamIn den letzten Tagen und Wochen wurde ein Phäomen offenbar, das eher selten zu beobachten ist. Normalerweise gibt es ein Tiefdruckgebiet und mal schneller und mal langsamer wird daraus eine tropische Depression und nachfolgend ein Tropensturm, also ein benannter Wirbelsturm mit Windspitzen von zumindest 63 km/h. Doch sowohl beim Taifun Halong als auch bei seinem Nachfolger Nakri entstand der Wirbelsturm binnen Stunden ohne Vorwarnung.

Am 5. November 2019 gab es westlich der Philippinen noch gar kein Anzeichen für eine Gefahrensituation, am 6. November 2019 war der Tropensturm Nakri aktiv - zwar nur mit den üblichen 65 km/h, aber immerhin. Der Wirbelsturm befand sich nach seiner Entstehung auf halber Strecke von Südvietnam im Westen und den Philippinen im Osten.

Die erste Prognose ging dabei von einer Westrichtung aus, wobei vorerst kaum Zuggeschwindigkeit aufgebaut werden sollte. Das heißt, dass sich der Tropensturm kaum von der Stelle bewegen wird und mehr Zeit hat, sich zu verstärken. Daher ist die Taifunstärke als sicher vorausberechnet und erst später wird schneller nach Westen gezogen, um Südvietnam heimzusuchen. Dabei ist mit Windgeschwindigkeiten um die 140 bis 150 km/h zu rechnen und es wird die üblichen starken Regenfälle geben.

Am 8. November 2019 war aus dem Tropensturm der erwartete Taifun geworden, wobei er als solcher mit Windgeschwindigkeiten wie angekündigt am Montag auf Land treffen sollte. Er zog langsam in westlicher bis leicht nordwestlicher Richtung auf den Süden Vietnams zu. Allerdings schwächte er sich entgegen der Planung leicht ab und war am 9. November zum starken Tropensturm herabgestuft worden.

Am 10. November 2019 war schließlich ein normaler Tropensturm daraus geworden, der dann auch an Land traf und sich binnen Stunden gänzlich aufgelöst hatte. Schadensmeldungen gab es vorerst keine.

Fazit zum Taifun Nakri

Der Wirbelsturm zeigte, dass es oft anders kommt, als man erwarten würde. Eigentlich hatte sich der Wirbelsturm in der Mitte zwischen Vietnam und den Philippinen gebildet und war zuerst leicht nach Osten in Richtung Philippinen, sehr bald aber nach einer 180 Grad Wende nach Westen und damit nach Vietnam gezogen.

Doch die Nähe zu den Philippinen reichte aus, um dort im äußersten Nordwesten von Luzon, der größten und nördlichsten Insel des Inselstaates für Überschwemmungen und starke Windböen zu sorgen, denen zumindest vier Menschen zum Opfer gefallen waren. So kann es sein, dass in Vietnam gar nicht so viel passiert ist, obwohl der Sturm dort angekommen war, auf den Philippinen aber große Schäden angerichtet wurden, obwohl der Sturm dort gar nicht auf Land traf.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 11. November 2019]

Ebenfalls interessant:

Tropenstürme und Taifuns im Jahr 2019

Tropensturm Pabuk (Thailand)

Schon am 1. Jänner 2019 bildete sich der erste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und zwar Tropensturm Papuk, der am 4. Jänner auf Thailand traf.

Taifun Wutip (Stufe 5)

Am 19. Februar 2019 bildete sich der Taifun Wutip im nordwestlichen Pazifik südöstlich der Nördlichen Marianen und wurde zum stärksten Taifun in einem Februar.

Tropensturm Sepat (Japan)

Am 27. Juni 2019 entstand ein Tropensturm südwestlich von Japan, der sich dann nach Nordost weiterbewegt hatte - genau entlang der Küste von Japan.

Tropensturm Mun (China, Vietnam)

Am 3. Juli 2019 entwickelte sich der Tropensturm Mun, der sich bei Hainan an der chinesischen Südküste gebildet hatte und tags darauf in China an Land ging.

Tropensturm Danas (Südkorea, Japan)

Am 16. Juli 2019 entstand aus einer tropischen Depression der Tropensturm Danas östlich der Philippinen, der nach Taiwan und China ziehen sollte, doch die Richtung änderte.

Tropensturm Nari (Japan)

Am 25. Juli 2019 entstand südlich von Japan der nächste benannte Wirbelsturm mit Tropensturm Nari, der auch tatsächlich Japan erreichte.

Tropensturm Wipha (China, Vietnam)

Am 31. Juli 2019 entstand bei Hainan und der südchinesischen Küste der Tropensturm Wipha, dessen Ziel Nordvietnam war.

Taifun Francisco (Japan, Südkorea)

Am 2. August 2019 entstand im westlichen Pazifik der achte benannte Wirbelsturm mit Namen Francisco, der als Taifun Japan und Südkorea heimsuchte.

Taifun Lekima (Taiwan, China)

Am 4. August 2019 bildete sich östlich der Philippinen ein weiterer Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der als Supertaifun China heimgesucht hatte.

Taifun Krosa (Japan)

Am 6. August 2019 bildete sich südlich von Japan der nächste Wirbelsturm mit Namen Krosa, der zu einem Major Taifun mit Windspitzen um 180 km/h werden könnte.

Tropensturm Bailu (Taiwan, China)

Am 20. August 2019 entwickelte sich der nächste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der als starker Tropensturm Taiwan heimsuchte und dann auf China traf.

Tropensturm Podul (Philippinen, Vietnam)

Am 27. August 2019 entstand der 12. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und überquerte die Philippinen, um danach Vietnam zu treffen.

Taifun Lingling (Südkorea)

Der Wirbelsturm Lingling entstand am 2. September 2019 unmittelbar vor den Philippinen, zog aber als starker Taifun direkt nach Norden und traf Korea und China.

Tropensturm Kajiki (Vietnam, China)

Kajiki ist der bereits 14. benannte Wirbelsturm der Pazifischen Taifunsaison 2019 und entstand nach einer langen Reise Richtung Vietnam, um zurück nach China zu ziehen.

Taifun Faxai (Japan)

Mit Namen Faxai entstand im September 2019 der 15. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der weit draußen aufgebaut wurde und Japan treffen könnte.

Tropensturm Paipah

Der Tropensturm Paipah entstand am 16. September 2019 im westlichen Pazifik nördlich der Nördlichen Marianen und bestand nicht einmal einen Tag.

Taifun Tapah (Südkorea, Japan)

Der Taifun Tapah entstand am 19. September 2019 auf dem Weg nach Südkorea und Japan und traf genau dazwischen im Japanischen Meer ein.

Taifun Mitag (Südkorea)

Mitag ist ein weiterer Taifun im westlichen Pazifik, der am 28. September 2019 entstanden war und zwar östlich der Philippinen mit Ziel Südkorea.

Taifun Hagibis (Japan)

Der Wirbelsturm Hagibis entstand am 5. Oktober 2019 weit draußen im westlichen Pazifik und wurde zu einem Taifun der Stärke 5, der auf Japan traf.

Taifun Neoguri (Japan)

Neoguri ist der Name des 20. Wirbelsturms in der pazifischen Taifunsaison 2019 und entstand südlich von Japan, wobei er unerwartet zum Taifun wurde.

Taifun Bualoi (Japan)

Bualoi wurde zum starken Taifun im westlichen Pazifik, der am 19. Oktober 2019 entstanden war und östlich von Japan sich aufgelöst hatte.

Tropensturm Matmo (Vietnam)

Der Tropensturm Matmo bildete sich Ende Oktober 2019 vor der Küste von Südvietnam und traf am 30. Oktober 2019 auch als starker Tropensturm an Land.

Taifun Halong

Am 2. November 2019 bildete sich der Taifun Halong, der aber weit draußen im westlichen Pazifik kein Inselstaaten gefährden konnte.

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Taifun Nakri (Vietnam, Philippinen)

Am 6. November 2019 entstand westlich der Philippinen der nächste benannte Wirbelsturm mit Namen Nakri, der Südvietnam heimsuchte.

Taifun Fengshen

Am 12. November 2019 baute sich der nächste Wirbelsturm im westlichen Pazifik auf, der aber weit draußen keine Gefahr darstellte.

Taifun Kalmaegi (Philippinen)

Am 13. November 2019 entstand mit Kalmaegi bereits der vierte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik im Monat November, was ungewöhnlich ist.

Tropensturm Fung-Wong (Taiwan)

Wirbelsturm Nummer 27 in der Taifunsaison 2019 entstand am 20. November 2019 und erhielt den Namen Fung-Wong. Das Ziel sollte Taiwan sein.

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