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Taifun Maria

Starker Taifun mit 200 km/h Windspitze

Nur Stunden, nachdem sich der ehemalige Taifun Prapiroon als Rest des Tropensturms vor der Küste Japans aufgelöst hatte, bildete sich der achte benannte Wirbelsturm der pazifischen Taifunsaison 2018, der den Namen Maria erhielt. Er entstand südlich der Nördlichen Marianen und deren größte Stadt Guam.

Erste Prognose vom Taifun Maria

Binnen Stunden entwickelte sich aus einer tropischen Depression der Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten um die 70 km/h, der den Namen Maria erhielt. Das schnelle Entstehen des Wirbelsturms ist auch ein Signal für die Kraft, die hinter dem Wetterphänomen steht, denn die Prognose sagt zweierlei voraus.

Zum einen soll der Tropensturm Maria in nordwestlicher Richtung weiterstreben und das bedeutet, das verschiedenste Ziele möglich wären. Japan könnte von Süden her getroffen werden, aber bei einem Schwenk in Richtung Nordwest kann auch China oder Taiwan einen Landfall erleben. Auch die Philippinen sind nicht ganz aus der Gefahrenzone zu nehmen, falls es zu einer Richtungsänderung nach Westen kommen sollte.

Zum anderen weiß man aber schon mehr von der Energie des Wirbelsturms, denn der Tropensturm Maria wird vermutlich am 6. Juli, vielleicht aber auch erst am 7. Juli zum Taifun werden und man rechnet vorab mit Windgeschwindigkeiten um die 140 km/h. Da dann noch immer viel Strecke bis zu den Inselstaaten gegeben ist, kann sich dieser Wirbelsturm auch noch deutlich weiter verstärken.

Wie war es wirklich?

Die Prognose mit der Taifunstärke bewahrheitete sich bereits binnen 24 Stunden, denn der Tropensturm Maria wurde zu einem sehr starken Wirbelsturm mit Windspitzen um die 160 bis 180 km/h, was einem Major Hurricane (Stufe 3 bis 4) entspricht. Nach Stand der Dinge wird Japan wohl eher nicht getroffen werden, der Taifun zieht nur sehr langsam nach Nordwesten und wird eher in Richtung Taiwan weiterziehen, wobei noch einige Strecke zurückzulegen ist. Zu befürchten ist, dass der Taifun die höchste Stufe und weit über 200 km/h erreichen wird.

Und diese Befürchtung bestätigte sich bereits am 6. Juli 2018, denn der Taifun Maria hatte an die 200 km/h Windgeschwindigkeit aufgebaut und diese Wucht sollte einige Tage erhalten bleiben - neue Zielrichtung war nun eher Taiwan als Japan. In den Folgetagen blieb der Taifun Maria als sogenannter "Supertaifun" erhalten und hatte ein enormes Ausmaß erreicht. Der Wirbelsturm zog aber immer weiter Richtung Nordwest bis West und entfernte sich aus dem japanischen Raum in Richtung Taiwan.

Am 10. Juli 2018 sah die Lage so aus, dass der Taifun noch immer um die 180 bis 200 km/h an Windgeschwindigkeit aufwies, aber in der Fläche etwas reduziert wurde. Außerdem dürfte der Norden Taiwans eher "nur" gestreift werden, was genug Regenfälle bedeuten sollte, das Auge des Taifun wird nördlich von Taiwan Richtung China streben, wo man sich bereits vorbereitet. Und tags darauf hat sich der Landfall in China auch schon vollzogen. Taiwan wurde zwar von den Regenfällen heimgesucht, aber das Auge und damit das Zentrum des Taifuns war doch ein Stück weit nördlicher vorbeigezogen.

Die Stärke des Taifuns lässt sich auch dahingehend erkennen, dass nach dem Erreichen des Festlandes trotzdem noch Taifunstärke bewahrt blieb. Mit Windgeschwindigkeiten von 140 km/h zog der Wirbelsturm in nordwestlicher Richtung landeinwärts und schwächte sich dann langsam zum Tropensturm ab. Am 12. Juli 2018 löste sich das Sturmsystem schließlich gänzlich auf.

Fazit zum Taifun Maria

Aus Taiwan gab es Berichte über zwei Verletzte, die von umstürzenden Bäumen getroffen wurden und tausenden Haushalten ohne Strom. Der Taifun hat die Insel fast vollständig verschont, die Regenschauer erreichten den Norden aber doch und sorgten für Schlammlawinen und Probleme in der Infrastruktur - vor allem der Stromversorgung.

In China gab es zwar großflächige Evakuierungen und etwa 250.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, aber es gab nach ersten Berichten weder Tote noch Verletzte. Der intensive Regen sorgte für die erwarteten Hochwassersituationen und Schlammlawinen, die ganz großen Schäden blieben aber aus.

 

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 13. Juli 2018]

Ebenfalls interessant:

Bolaven (Vietnam, Kambodscha)

Am 3. Jänner 2018 entstand bereits der erste benannte Wirbelsturm des Jahres 2018 mit Namen Bolaven, der Vietnam und Kambodscha bedroht und auch Thailand treffen könnte.

Sanba (Philippinen)

Am 11. Februar 2018 entstand östlich der Philippinen der Tropensturm Sanba, der zwei Tage später den Inselstaat auch mit intensivem Regenfall erreicht hatte und einige Tote forderte.

Jelawat

Am 25. März 2018 bildete sich der dritte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der den Namen Jelawat erhielt und der zum ersten Taifun des Jahres 2018 wurde.

Ewiniar (China)

Am 6. Juni 2018 bildete sich der Tropensturm Ewiniar südlich von China und wird die südlichen Regionen auch mit viel Regen beim Landfall eindecken.

Maliksi (Japan)

Am 7. Juni 2018 bildete sich ein Tropensturm östlich der Philippinen mit Zugrichtung Japan, der den Namen Maliksi erhielt und zum Taifun hochgestuft werden könnte.

Gaemi (Japan)

Am 14. Juni 2018 bildete sich östlich von Taiwan ein Tropensturm, der den Namen Gaemi erhielt und der Richtung Japan zog, aber dann Japan doch verschonte.

Prapiroon (Südkorea, Japan)

Am 29. Juni 2018 entwickelte sich östlich der Philippinen ein Wirbelsturm, der sich zum Taifun verstärkt hatte und Südkorea sowie Japan bedroht hatte.

[aktuelle Seite]

Maria (Taiwan, China)

Am 4. Juli 2018 bildete sich im westlichen Pazifik südlich der Nördlichen Marianen bei Guam ein Tropensturm, der sich schnell zum Taifun verstärkte und Windspitzen von 200 km/h aufwies.

Son-tinh (Vietnam, China)

Am 17. Juli 2018 entstand der Tropensturm Son-tinh westlich von Taiwan und zog weiter Richtung Westen, um den Norden von Vietnam zu erreichen.

Ampil (China)

Am 19. Juli 2018 entstand der Wirbelsturm Ampil im westlichen Pazifik östlich der Philippinen und wird nach erster Prognose wohl einen Landfall im Südosten Chinas durchführen.

Wukong (Japan)

Am 24. Juli 2018 bildete sich mit dem Tropensturm Wukong östlich von Japan der elfte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und bedrohte Japan.

Jongdari (Japan, China)

Am 25. Juli 2018 entstand der Tropensturm Jongdari südlich von Japan im westlichen Pazifik, der sich rasch zum Taifun verstärkte und direkt auf Japan und später auf China traf.

Shanshan (Japan)

Am 3. August 2018 entstand der Wirbelsturm Shanshan östlich der Nördlichen Marinen im westlichen Pazifik und steuerte als Taifun Japan und den Großraum Tokio an.

Yagi (China)

Am 8. August 2018 bildete sich der Tropensturm Yagi südlich von Japan und zog in Richtung Nordwest vorbei an Japan, um in China an Land zu treffen.

Leepi (Japan)

Am 11. August 2018 bildete sich bei den Nördlichen Marianen im westlichen Pazifik der 15. benannte Wirbelsturm der Saison 2018 mit Zugrichtung Japan.

Bebinca (China, Vietnam)

Am 13. August 2018 entstand bei der chinesischen Inselprovinz Hainan mit dem Tropensturm Bebinca der bereits 16. benannte Wirbelsturm der Saison 2018.

Hector

Am 13. August 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der Tropensturm Hector, der keine Gefahr für Land und Leute bedeutete und sich bald auflöste.

Rumbia (China)

Am 15. August 2018 entstand der bereits 18. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der den Namen Rumbia erhielt und südwestlich von Japan seinen Ausgang nahm.

Soulik (Südkorea)

Am 16. August 2018 bildete sich der nächste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik mit Namen Soulik, der westlich der Nördlichen Marianen entstanden war und zum starken Taifun wurde.

Cimaron (Japan)

Am 18. August 2018 entwickelte sich der Tropensturm Cimaron aus einem Tiefdruckgebiet im westlichen Pazifik und erreichte Japan als sehr starker Taifun.

Jebi (Japan)

Am 28. August 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der 21. benannte Wirbelsturm namens Jebi, der ein sehr starker Taifun wurde und Japan überquerte.

Mangkhut (Philippinen, China)

Am 7. September 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der Wirbelsturm mit Namen Mangkhut, der ein starker Taifun mit über 200 km/h Windgeschwindigkeit wurde.

Barijat (China, Vietnam)

Am 11. September 2018 entstand der Tropensturm Barijat südlich von China und wird im Grenzgebiet von China und Nordvietnam auf Land treffen.

Trami (Japan)

Am 21. September 2018 entstand im westlichen Pazifik der Wirbelsturm Trami, der schnell zum starken Taifun wurde und nach Japan zog.

Kong-rey (Korea, Japan)

Am 29. September 2018 entstand der Wirbelsturm Kong-rey südlich der Nördlichen Marianen im westlichen Pazifik und wurde ein weiterer starker Taifun.

Yutu (Philippinen)

Der Taifun Yutu entstand im Oktober 2018 im westlichen Pazifik mit Zugrichtung Nordwest und wurde ein Taifun der höchsten Stufe mit Ziel Luzon (Philippinen).

Toraji

Der Tropensturm Toraji bildete sich am 17. November 2018 und damit ziemlich spät in der Saison vor der Küste von Südvietnam, stellte aber keine Gefahr dar.

Man-yi

Der Taifun Man-yi entstand sehr spät im November 2018 im westlichen Pazifik südöstlich der Nördlichen Marianen mit möglicher Zugrichtung Japan.

Usagi

Der Wirbelsturm Usagi entwickelte sich im November 2018 nach einwöchiger Reise vor der Küste von Südvietnam und führte einen Landfall in Kambodscha durch.

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