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Taifun Man-yi

Später Taifun erwartet

Im November 2018 entstanden mehrere Tiefdruckgebiete im westlichen Pazifik, die später Wirbelstürme entstehen ließen. Ein Tiefdruckgebiet führte zum Tropensturm Toraji, der sich aber bald aufgelöst hatte. Ein weiteres Tiefdruckgebiet zog Richtung Philippinen, konnte sich aber zum Glück nicht zum Wirbelsturm entwickeln. Und ein drittes führte am 20. November 2018 zum Tropensturm Man-yi, der ein später Taifun wird.

Erste Prognose für den Taifun Man-yi

Taifun Man-yiDer Wirbelsturm entstand beim 150. Längengrad und damit südöstlich der Inselgruppe Nördliche Marianen und zog mit Windgeschwindigkeiten um die 70 km/h Richtung Westen, womit er südlich der Nördlichen Marianen vorbeiziehen sollte. Der weitere Verlauf wurde so vorherberechnet, dass sich der Tropensturm immer mehr verstärkt und nach Nordwest schwenkt, bis zum Samstag, den 24. November 2018, sollte der Schwenk dann Richtung Norden gehen.

Zu diesem Zeitpunkt ist von einem Taifun der Stufe 1 mit etwa 130 km/h Windgeschwindigkeit zu rechnen und der Wirbelsturm befindet sich dann westlich der Nördlichen Mariannen, die praktisch umrundet wurden. Behält der Wirbelsturm die Richtung und Stärke bei, dann könnte Japan das Ziel für einen Landfall werden. Allerdings sind späte Taifune selten und zeichnen sich meist dadurch aus, dass sie rasch an Energie verlieren. Daher bleibt abzuwarten, wie der Verlauf sich wirklich zeigen wird.

Und immer stimmt die Aussage auch nicht, denn es ist wohl so, dass die Wassertemperatur geringer ist, wenn der November ins Land zieht und daher Wirbelstürme schneller ihre Energie verlieren, aber andererseits fand die Haiyan Katastrophe im Jahr 2013 auch im November statt.

Wie war es wirklich?

Bereits am 22. November 2018 verstärkte sich der Wirbelsturm zu einem starken Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten um die 90 bis 100 km/h. Flächenmäßig ist der Tropensturm Man-yi noch sehr klein im Vergleich zu den großflächigen Wirbelstürmen im Hochsommer, aber die Windgeschwindigkeit hat deutlich und sehr schnell zugelegt. Die Zugrichtung hat sich auf Nordwest geändert, wie vorhergesagt, aber der Schwenk nach Norden dürfte dann wohl doch nicht stattfinden.

Nur einen Tag später, am 23. November 2018, war aus dem starken Tropensturm ein Taifun der Stufe 2 mit Windgeschwindigkeiten um die 140 bis 160 km/h geworden. Die Zugrichtung blieb auf Nordwest und damit hatte sich der Wirbelsturm weit von den Nördlichen Marianen entfernt und könnte auf den Südwesten Japans zusteuern oder weiter im Westen auf Taiwan und China.

Tatsächlich verlangsamte sich der Taifun immer mehr und blieb fast auf gleicher Stelle hängen, wobei er sich auch deutlich abgeschwächt hatte. Am Sonntag, den 25. November 2018, war nur noch ein Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten um die 70 bis 80 km/h übrig geblieben, wobei sich die Richtung auf Nordost ändern sollte. Ein Landfall in Japan ist fast ausgeschlossen, vermutlich wird sich der Wirbelsturm bald auflösen. Ein solches Szenario ist durchaus typisch für die späten Wirbelstürme, die wohl noch große Windgeschwindigkeiten aufbauen können, aber meist nur kurz existieren, ehe die Energie verloren geht.

Und schneller als geplant hat sich am 26. November 2018 die Geschichte erledigt und der Tropensturm Man-yi löste sich gänzlich auf, weit weg von den Inseln wie etwa jenen von Japan.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 26. November 2018]

    Ebenfalls interessant:

    • Bolaven (Vietnam, Kambodscha)
      Am 3. Jänner 2018 entstand bereits der erste benannte Wirbelsturm des Jahres 2018 mit Namen Bolaven, der Vietnam und Kambodscha bedroht und auch Thailand treffen könnte.
    • Sanba (Philippinen)
      Am 11. Februar 2018 entstand östlich der Philippinen der Tropensturm Sanba, der zwei Tage später den Inselstaat auch mit intensivem Regenfall erreicht hatte und einige Tote forderte.
    • Jelawat
      Am 25. März 2018 bildete sich der dritte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der den Namen Jelawat erhielt und der zum ersten Taifun des Jahres 2018 wurde.
    • Ewiniar (China)
      Am 6. Juni 2018 bildete sich der Tropensturm Ewiniar südlich von China und wird die südlichen Regionen auch mit viel Regen beim Landfall eindecken.
    • Maliksi (Japan)
      Am 7. Juni 2018 bildete sich ein Tropensturm östlich der Philippinen mit Zugrichtung Japan, der den Namen Maliksi erhielt und zum Taifun hochgestuft werden könnte.
    • Gaemi (Japan)
      Am 14. Juni 2018 bildete sich östlich von Taiwan ein Tropensturm, der den Namen Gaemi erhielt und der Richtung Japan zog, aber dann Japan doch verschonte.
    • Prapiroon (Südkorea, Japan)
      Am 29. Juni 2018 entwickelte sich östlich der Philippinen ein Wirbelsturm, der sich zum Taifun verstärkt hatte und Südkorea sowie Japan bedroht hatte.
    • Maria (Taiwan, China)
      Am 4. Juli 2018 bildete sich im westlichen Pazifik südlich der Nördlichen Marianen bei Guam ein Tropensturm, der sich schnell zum Taifun verstärkte und Windspitzen von 200 km/h aufwies.
    • Son-tinh (Vietnam, China)
      Am 17. Juli 2018 entstand der Tropensturm Son-tinh westlich von Taiwan und zog weiter Richtung Westen, um den Norden von Vietnam zu erreichen.
    • Ampil (China)
      Am 19. Juli 2018 entstand der Wirbelsturm Ampil im westlichen Pazifik östlich der Philippinen und wird nach erster Prognose wohl einen Landfall im Südosten Chinas durchführen.
    • Wukong (Japan)
      Am 24. Juli 2018 bildete sich mit dem Tropensturm Wukong östlich von Japan der elfte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und bedrohte Japan.
    • Jongdari (Japan, China)
      Am 25. Juli 2018 entstand der Tropensturm Jongdari südlich von Japan im westlichen Pazifik, der sich rasch zum Taifun verstärkte und direkt auf Japan und später auf China traf.
    • Shanshan (Japan)
      Am 3. August 2018 entstand der Wirbelsturm Shanshan östlich der Nördlichen Marinen im westlichen Pazifik und steuerte als Taifun Japan und den Großraum Tokio an.
    • Yagi (China)
      Am 8. August 2018 bildete sich der Tropensturm Yagi südlich von Japan und zog in Richtung Nordwest vorbei an Japan, um in China an Land zu treffen.
    • Leepi (Japan)
      Am 11. August 2018 bildete sich bei den Nördlichen Marianen im westlichen Pazifik der 15. benannte Wirbelsturm der Saison 2018 mit Zugrichtung Japan.
    • Bebinca (China, Vietnam)
      Am 13. August 2018 entstand bei der chinesischen Inselprovinz Hainan mit dem Tropensturm Bebinca der bereits 16. benannte Wirbelsturm der Saison 2018.
    • Hector
      Am 13. August 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der Tropensturm Hector, der keine Gefahr für Land und Leute bedeutete und sich bald auflöste.
    • Rumbia (China)
      Am 15. August 2018 entstand der bereits 18. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der den Namen Rumbia erhielt und südwestlich von Japan seinen Ausgang nahm.
    • Soulik (Südkorea)
      Am 16. August 2018 bildete sich der nächste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik mit Namen Soulik, der westlich der Nördlichen Marianen entstanden war und zum starken Taifun wurde.
    • Cimaron (Japan)
      Am 18. August 2018 entwickelte sich der Tropensturm Cimaron aus einem Tiefdruckgebiet im westlichen Pazifik und erreichte Japan als sehr starker Taifun.
    • Jebi (Japan)
      Am 28. August 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der 21. benannte Wirbelsturm namens Jebi, der ein sehr starker Taifun wurde und Japan überquerte.
    • Mangkhut (Philippinen, China)
      Am 7. September 2018 bildete sich weit draußen im westlichen Pazifik der Wirbelsturm mit Namen Mangkhut, der ein starker Taifun mit über 200 km/h Windgeschwindigkeit wurde.
    • Barijat (China, Vietnam)
      Am 11. September 2018 entstand der Tropensturm Barijat südlich von China und wird im Grenzgebiet von China und Nordvietnam auf Land treffen.
    • Trami (Japan)
      Am 21. September 2018 entstand im westlichen Pazifik der Wirbelsturm Trami, der schnell zum starken Taifun wurde und nach Japan zog.
    • Kong-rey (Korea, Japan)
      Am 29. September 2018 entstand der Wirbelsturm Kong-rey südlich der Nördlichen Marianen im westlichen Pazifik und wurde ein weiterer starker Taifun.
    • Yutu (Philippinen)
      Der Taifun Yutu entstand im Oktober 2018 im westlichen Pazifik mit Zugrichtung Nordwest und wurde ein Taifun der höchsten Stufe mit Ziel Luzon (Philippinen).
    • Toraji
      Der Tropensturm Toraji bildete sich am 17. November 2018 und damit ziemlich spät in der Saison vor der Küste von Südvietnam, stellte aber keine Gefahr dar.
    • Man-yi
      Der Taifun Man-yi entstand sehr spät im November 2018 im westlichen Pazifik südöstlich der Nördlichen Marianen mit möglicher Zugrichtung Japan.
    • Usagi
      Der Wirbelsturm Usagi entwickelte sich im November 2018 nach einwöchiger Reise vor der Küste von Südvietnam und führte einen Landfall in Kambodscha durch.

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