Sie sind hier: Startseite -> Wetter / Klima -> Wirbelstürme -> Taifun -> Taifun Liste 2019 -> Taifun Lingling (Südkorea)

Taifun Lingling

Von den Philippinen direkt nach Korea und China

Die Dynamik ist auch Anfang September 2019 im westlichen Pazifik erhalten geblieben und am 1. September 2019 bildete sich ein tropisches Tief , das Richtung Vietnam strebte, am 2. September ein zweites unmittelbar vor den Philippinen. Das erste Tief blieb mit Windgeschwindigkeiten um die 50 bis 55 km/h knapp unter der Stärke eines Tropensturms, das zweite verstärkte sich binnen Stunden zum nächsten benanten Wirbelsturm, dem 13. der laufenden Taifunsaison.

Taifun Lingling Prognose und Entwicklung

Taifun Lingling SüdkoreaIm bisherigen Verlauf der Pazifischen Taifunsaison 2019 gab es einige Wirbelstürme, die vor Luzon, der großen nördlichen Insel der Philippinen entstanden sind, aber die großen Probleme wurden an anderer Stelle ausgelöst, etwa in China oder auf Taiwan. Am 2. September entstand das nächste tropische Tief wieder genau vor Luzon und bei westlicher Richtung wäre die am dichtesten bevölkerte Insel des Inselstaates voll getroffen worden, doch die tropische Depression verstärkte sich zwar binnen weniger Stunden schon zu einem benannten Wirbelsturm mit Namen Lingling, die Zugrichtung ist aber eine andere.

Denn die erste Prognose geht davon aus, dass sich der Wirbelsturm nach Norden auf den Weg machen wird und zwar fast direkt nach Norden mit einer leichten Tendenz nach Nordost. Das bedeutet bei Richtigkeit der Berechnungen, dass letztlich Südkorea getroffen wird, aber davor wird Taiwan gestreift, die Küstenregionen Chinas könnten auch viel Regen abbekommen und auf der anderen Seite ist Japan auch gefährdet. Ändert der Tropensturm also nur leicht seine Richtung, gibt es ein ganz anderes Ziel oder der Wirbelsturm zieht entlang der Küste und gefährdet einige verschiedene Regionen und/oder Länder.

Von der Windgeschwindigkeit her hat Lingling die üblichen 65 bis 70 km/h drauf, um überhaupt den Status des Tropensturms zu erreichen, aber mit jedem Tag sollte er sich verstärken, um schließlich als Taifun an Land zu gehen und zwar mit Windgeschwindigkeiten um die 130 bis 140 km/h - also als eher schwächerer Taifun, doch die Windgeschwindigkeit reicht für Gefahrenpotential aus und damit bringt Lingling auch sehr viel Regen mit sich, der meist die größeren Schäden verursacht.

Bereits am 3. September 2019 verstärkte sich der Tropensturm Lingling zu einem starken Tropensturm mit 90 bis 100 km/h Windgeschwindigkeit. Wie die Prognose vorhergesehen hatte, zog der Wirbelsturm direkt nach Norden und befand sich bereits östlich von Taiwan. Es schien so, als ob Lingling wirklich im Korridor zwischen China und Japan bliebe und auf Korea zusteuern würde. Einen Tag später war aus dem starken Tropensturm bereits der angekündigte Taifun Lingling geworden, der Windspitzen um die 130 km/h aufgebaut hatte. Das Ziel dürfte eher Nordkorea werden, Südkorea wird aber auch reichlich Regen abbekommen.

Entgegen der Prognose verstärkte sich der Taifun Lingling viel mehr als erwartet worden war. Am 5. September 2019 verstärkte sich Lingling auf Windgeschwindigkeiten bis zu 160 km/h, Spitzen weit über 200 km/h und das entsprach der Stufe 3, punktuell sogar 4 der fünfteiligen Skala. Gleichzeitig bremste sich der Wirbelsturm ein und zog sehr langsam nach Norden und befand sich deshalb immer noch auf Höhe von Taiwan.

Aber am 6. September gab der Wirbelsturm wieder Gas und beschleunigte seine Reise nach Norden, wobei er sich wieder abgeschwächt hatte. Als Taifun der Stufe 1 mit 130 km/h Windgeschwindigkeiten zog er entlang der westlichen Küste von Südkorea nach Norden und schwenkte dann nach Nordost. Am 7. September traf er schließlich Nordkorea und zog weiter nach Nordost, um China zu erreichen. Dann löste sich der Wirbelsturm schnell auf.

Fazit zum Taifun Lingling

In Südkorea wurden drei Tote bestätigt, die aufgrund der hohen Wellen in Küstennähe und der intensiven Regenfälle dem Wirbelsturm zum Opfer gefallen waren. Viele tausende Haushalte waren ohne Strom, es gab einige Überschwemmungen. Aus Nordkorea und China waren vorerst keine Opferzahlen genannt worden.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 8. September 2019]

Ebenfalls interessant:

Tropenstürme und Taifuns im Jahr 2019

Tropensturm Pabuk (Thailand)

Schon am 1. Jänner 2019 bildete sich der erste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und zwar Tropensturm Papuk, der am 4. Jänner auf Thailand traf.

Taifun Wutip (Stufe 5)

Am 19. Februar 2019 bildete sich der Taifun Wutip im nordwestlichen Pazifik südöstlich der Nördlichen Marianen und wurde zum stärksten Taifun in einem Februar.

Tropensturm Sepat (Japan)

Am 27. Juni 2019 entstand ein Tropensturm südwestlich von Japan, der sich dann nach Nordost weiterbewegt hatte - genau entlang der Küste von Japan.

Tropensturm Mun (China, Vietnam)

Am 3. Juli 2019 entwickelte sich der Tropensturm Mun, der sich bei Hainan an der chinesischen Südküste gebildet hatte und tags darauf in China an Land ging.

Tropensturm Danas (Südkorea, Japan)

Am 16. Juli 2019 entstand aus einer tropischen Depression der Tropensturm Danas östlich der Philippinen, der nach Taiwan und China ziehen sollte, doch die Richtung änderte.

Tropensturm Nari (Japan)

Am 25. Juli 2019 entstand südlich von Japan der nächste benannte Wirbelsturm mit Tropensturm Nari, der auch tatsächlich Japan erreichte.

Tropensturm Wipha (China, Vietnam)

Am 31. Juli 2019 entstand bei Hainan und der südchinesischen Küste der Tropensturm Wipha, dessen Ziel Nordvietnam war.

Taifun Francisco (Japan, Südkorea)

Am 2. August 2019 entstand im westlichen Pazifik der achte benannte Wirbelsturm mit Namen Francisco, der als Taifun Japan und Südkorea heimsuchte.

Taifun Lekima (Taiwan, China)

Am 4. August 2019 bildete sich östlich der Philippinen ein weiterer Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der als Supertaifun China heimgesucht hatte.

Taifun Krosa (Japan)

Am 6. August 2019 bildete sich südlich von Japan der nächste Wirbelsturm mit Namen Krosa, der zu einem Major Taifun mit Windspitzen um 180 km/h werden könnte.

Tropensturm Bailu (Taiwan, China)

Am 20. August 2019 entwickelte sich der nächste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der als starker Tropensturm Taiwan heimsuchte und dann auf China traf.

Tropensturm Podul (Philippinen, Vietnam)

Am 27. August 2019 entstand der 12. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und überquerte die Philippinen, um danach Vietnam zu treffen.

[aktuelle Seite]

Taifun Lingling (Südkorea)

Der Wirbelsturm Lingling entstand am 2. September 2019 unmittelbar vor den Philippinen, zog aber als starker Taifun direkt nach Norden und traf Korea und China.

Tropensturm Kajiki (Vietnam, China)

Kajiki ist der bereits 14. benannte Wirbelsturm der Pazifischen Taifunsaison 2019 und entstand nach einer langen Reise Richtung Vietnam, um zurück nach China zu ziehen.

Taifun Faxai (Japan)

Mit Namen Faxai entstand im September 2019 der 15. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der weit draußen aufgebaut wurde und Japan treffen könnte.

Tropensturm Paipah

Der Tropensturm Paipah entstand am 16. September 2019 im westlichen Pazifik nördlich der Nördlichen Marianen und bestand nicht einmal einen Tag.

Taifun Tapah (Südkorea, Japan)

Der Taifun Tapah entstand am 19. September 2019 auf dem Weg nach Südkorea und Japan und traf genau dazwischen im Japanischen Meer ein.

Taifun Mitag (Südkorea)

Mitag ist ein weiterer Taifun im westlichen Pazifik, der am 28. September 2019 entstanden war und zwar östlich der Philippinen mit Ziel Südkorea.

Taifun Hagibis (Japan)

Der Wirbelsturm Hagibis entstand am 5. Oktober 2019 weit draußen im westlichen Pazifik und wurde zu einem Taifun der Stärke 5, der auf Japan traf.

Taifun Neoguri (Japan)

Neoguri ist der Name des 20. Wirbelsturms in der pazifischen Taifunsaison 2019 und entstand südlich von Japan, wobei er unerwartet zum Taifun wurde.

Taifun Bualoi (Japan)

Bualoi wurde zum starken Taifun im westlichen Pazifik, der am 19. Oktober 2019 entstanden war und östlich von Japan sich aufgelöst hatte.

Tropensturm Matmo (Vietnam)

Der Tropensturm Matmo bildete sich Ende Oktober 2019 vor der Küste von Südvietnam und traf am 30. Oktober 2019 auch als starker Tropensturm an Land.

Taifun Halong

Am 2. November 2019 bildete sich der Taifun Halong, der aber weit draußen im westlichen Pazifik kein Inselstaaten gefährden konnte.

Taifun Nakri (Vietnam, Philippinen)

Am 6. November 2019 entstand westlich der Philippinen der nächste benannte Wirbelsturm mit Namen Nakri, der Südvietnam heimsuchte.

Taifun Fengshen

Am 12. November 2019 baute sich der nächste Wirbelsturm im westlichen Pazifik auf, der aber weit draußen keine Gefahr darstellte.

Taifun Kalmaegi (Philippinen)

Am 13. November 2019 entstand mit Kalmaegi bereits der vierte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik im Monat November, was ungewöhnlich ist.

Tropensturm Fung-Wong (Taiwan)

Wirbelsturm Nummer 27 in der Taifunsaison 2019 entstand am 20. November 2019 und erhielt den Namen Fung-Wong. Das Ziel sollte Taiwan sein.

Soziale Medien

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Themenliste:

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Taifun Liste 2019

Startseite Wetter