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Tropensturm Leepi

Südwesten Japans wird überquert

Seit Wochen gibt es viele benannte Wirbelstürme in der pazifischen Taifunsaison 2018, die den Großraum Japan und das chinesische Festland zum Ziel haben, während des auf den Philippinen kaum Bedrohungen gab. Das bestätigte sich auch mit dem 15. benannten Wirbelsturm, der sich am 11. August gebildet hatte und den Namen Leepi erhielt.

Erste Prognose für den Tropensturm Leepi

Am 11. August 2018 entstand direkt westlich der Inselgruppe Nördliche Marianen südöstlich von Japan ein starkes Tiefdrucksystem, aus dem sich binnen Stunden bereits der nächste benannte Wirbelsturm entwickeln konnte - der Tropensturm namens Leepi. Leepi sollte laut Prognose nach Nordwesten ziehen, was ihn in den Südwesten Japans bringen würde, wobei die Hauptinseln vielleicht überhaupt nur gestreift werden.

Von der Windgeschwindigkeit her hatte der Tropensturm Leepi die üblichen 70 km/h aufzuweisen und sollte sich bis zu 80 oder 90 km/h verstärken, aber keine Taifunstärke erreichen können. Starke Regenfälle sind dann aber trotzdem im Gepäck und bringt oft mehr Probleme als der Wind selbst. Der Wirbelsturm selbst zieht laut dieser ersten Prognose mit etwa 10 Knoten weiter und könnte am Dienstag oder Mittwoch Japan erreichen.

Wie war es wirklich?

Der Tropensturm verstärkte sich binnen 24 Stunden mehr als erwartet wurde und erreichte Windgeschwindigkeiten von 90 bis 100 km/h, womit daraus ein starker Tropensturm wurde. Die Zugrichtung blieb nordwestlich, womit der Südwesten Japans weiterhin bedroht war und am 15. August überquerte der Tropensturm die südwestliche Hauptinsel Kyushu auch tatsächlich, wobei es vorerst keine Schadensmeldungen gab.

Tropensturm Leepi zog rasch über die Insel und steuerte danach Südkorea an, wobei sich die Windgeschwindigkeit auf 65 bis 70 km/h reduziert hatte. Der weitere Verlauf sollte einen Haken bringen, der nach Osten zurück nach Japan geführt hätte, aber dazu kam es nicht, denn noch am gleichen 15. August löste sich der Wirbelsturm auf und die Gefahr war damit vorüber.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 16. August 2018]

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