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Taifun Kong-rey

Wieder ein starker Taifun

Während der Taifun Trami als Taifun der Stärke 4 Japan bedroht und bald über die Hauptinseln ziehen sollte, entstand bereits der 25. benannte Wirbelsturm in der Taifunsaison 2018 und dieser erhielt den Namen Kong-rey. Er entwickelte sich aus einem tropischen Tief südlich der Nördlichen Marianen.

Erste Prognose für den Taifun Kong-rey

Südöstlich von Guam und der Inselgruppe der Nördlichen Marianen entstand ein großes tropisches Tiefdruckgebiet, das nach Westen zog und südlich der Inselgruppe vorbeizog. Am 29. September 2018 entwickelte sich daraus der Tropensturm mit Name Kong-rey, der schon schnell Windgeschwindigkeiten um die 70 bis 75 km/h aufbauen konnte. Er sollte in nordwestlicher Richtung weiterziehen und das bedeutete, dass der Wirbelsturm eine ähnliche Richtung wie der starke Trami wählen sollte. Bei Trami wusste man lange nicht wohin sich der Taifun orientieren würde, denn er orientierte sich an einen Punkt, von dem aus die Philippinen im Westen, Taiwan und China im Nordwesten und Japan im Norden bis Nordosten erreichbar waren.

Und genau dieser Punkt scheint auch das Ziel von Kong-rey zu sein, wobei sich der Wirbelsturm sehr schnell verstärken sollte und zwar bis zu einem Taifun der dritten Stufe, womit man von einem sehr starken Taifun sprechen muss. Wohin er letztlich ziehen wird, ist unklar, denn es stehen, wie bereits ausgeführt, viele Optionen zur Verfügung. Große Gefahr geht auf jeden Fall auch von diesem Wirbelsturm aus, denn Windgeschwindigkeiten von 160 bis 180 km/h sind zu befürchten.

Wie war es wirklich?

Taifun Kong-reyDer Wirbelsturm verstärkte sich sehr rasch zu einem Taifun, wie das auch zu erwarten war und zog in nordwestlicher Richtung weiter. Die Windgeschwindigkeiten erreichten bereits um die 150 bis 160 km/h und es wurde die 3. Stufe erreicht, wobei sich der Taifun Kong-rey bis zur vierten Stufe der fünfstufigen Skala verstärken sollte. Behält der Wirbelsturm seine Richtung bei, dann müsste Taiwan das Ziel sein, am 1. Oktober befand sich der Wirbelsturm aber noch auf Höhe der Nördlichen Marianen, sodass es ein paar Tage dauern würde, bis man das genaue Ziel kennt. Vorgänger Trami war auf gleicher Route unterwegs und bog dann nach Norden ab, um Japan heimzusuchen.

Am 2. Oktober 2018 erreichte der Taifun Kong-rey die höchste der fünf Stufen mit Spitzen über 250 km/h und schwenkte in eine fast nördliche Richtung ein. Damit waren die Philippinen außer Gefahr, Japan und Taiwan sowie die Ostküste von China waren damit mehr bedroht, wobei sich der Taifun noch ein Stück von diesem Schnittpunkt entfernt auf Höhe der Philippinen befand. Das genaue Ziel war daher noch nicht abzusehen.

Am 4. Oktober 2018 wurde die Sachlage langsam deutlicher. Taifun Kong-rey schwächte sich einerseits doch deutlich ab auf Windgeschwindigkeiten um die 140 km/h und schwenkte nach Nord, was ihn nach Südkorea bringen sollte. Berechnungen gehen davon aus, dass es dann noch einen Schwenk nach Nordost geben würde, wodurch der Wirbelsturm nördlich von Japan den Inselstaat streifen würde.

Einen Tag später hatte sich der Wirbelsturm weiter abgeschwächt und war auf Stufe 1 herabgestuft worden. Der Taifun Kong-rey zog nach Südkorea, wo er in der Nacht von Freitag auf Samstag eintreffen sollte. Die weitere Zugrichtung weist wie gehabt auf Nordost, parallel zu Japan, vermutlich als starker Tropensturm. Das hat auch Auswirkungen auf die Formel 1, denn in Japan findet der alljährliche Grand Prix statt und für Samstag sind schwierige Bedingungen vorhergesagt. Ein Landfall auf Japan ist aber nicht vorhergesagt.

Tatsächlich konnte das Qualifying durchgeführt werden, doch der Taifun sorgte davor für schlimmere Probleme, weil er über die südlichen japanischen Inseln gezogen war und es dort einige Verletzte gab. Intensiver Regen war natürlich mit im Gepäck des Wirbelsturms, der sich dann nach Norden, wo er in Südkorea an Land ging. Auf einer vorgelagerten Insel gab es 310 Liter Regen pro Quadratmeter - der höchste gemessene Wert seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1920er-Jahren. Südkorea wurde rasch Richtung Osten verlassen und der Wirbelsturm kam als starker Tropensturm ins Ostmeer, wo er sich am 7. Oktober 2018 endgültig aufgelöst hatte.

Opfer wurden von Südkorea vorerst keine gemeldet, Schäden auch nicht, aber die Regenmengen, die der Taifun mit sich führte, waren enorm und entsprechend großflächig waren auch die Hochwassergebiete. Der Flugverkehr kam natürlich völlig zum Erliegen.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 7. Oktober 2018]

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