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Taifun Kammuri

Sehr starker Taifun trifft auf die Philippinen

Die Philippinen sind trotz der sehr starken Taifunsaison 2019 relativ glimpflich davongekommen. 27 benannte Wirbelstürme hat es gegeben und es gab zwar auch bei ein paar Stürmen Überflutungen und leider einige Todesopfer, aber Katastrophen und wochenlanges Hochwasser war nicht dabei. Die letzten Jahre hatten da schon ganz andere Situationen heraufbeschworen, doch das Jahr 2019 hatte seinen Schwerpunkt bei Japan und vor China sowie Vietnam. Allerdings ist die Saison noch nicht vorbei und es droht nun doch ein starker Wirbelsturm den Inselstaat zu treffen.

Taifun Kammuri Prognose und Entwicklung

Taifun Kammuri PhilippinenDenn am 26. November 2019 entstand der nun schon 28. Wirbelsturm der Pazifischen Taifunsaison 2018 und zwar östlich des 150. Längengrades mit direkter Zugrichtung nach Westen, was den Wirbelsturm direkt zu den Philippinen bringen würde. Die erste Prognose geht auch davon aus, dass sich der Tropensturm, der den Namen Kammuri erhielt, bald verstärken wird und stets direkt nach Westen zieht, jedoch mit eher moderater Geschwindigkeit um die 8 bis 10 Knoten.

Das Kriterium schlechthin ist aber die Windgeschwindigkeit, denn aus dem üblichen Tropensturm mit 65 bis 70 km/h wird bald ein Taifun werden und in den Folgetagen sollte daraus ein Taifun der Stufe 4, der zweithöchsten Stufe, werden. Dann gibt es über 200 km/h Windspitze und mit dieser Gewalt würde sich Kammuri langsam aber sicher den Philippinen nähern. Das macht Erinnerungen an die Katastrophe von 2013 mit dem Taifun Haiyan, der damals über 7.000 Menschenleben gefordert hatte. Auch dieser Wirbelsturm kam erst im November zustande und zeigte, dass es auch spät sehr starke Wirbelstürme geben kann.

Wie es mit Kammuri weitergehen wird, werden die nächsten Tage zeigen. Es kann noch immer sein, dass der Wirbelsturm sich vor dem Erreichen der Philippinen abschwächt oder überhaupt eine neue Richtung einschlägt, das gilt es abzuwarten.

Am 28. November 2019 hatte der Wirbelsturm den erwarteten Status Taifun erreicht und zog mit 130 bis 140 km/h Windgeschwindigkeit nach ein paar kleinen Haken nach Nord und West nun direkt auf die Philippinen zu. Allerdings war die Zuggeschwindigkeit mit 6 Knoten bescheiden, sodass es bis zur ersten Dezemberwoche dauern wird, ehe ein Landfall möglich ist. Dann aber sollte der Taifun Kammuri Windgeschwindigkeiten um die 200 km/h drauf haben.

Nur langsam zog der Taifun weiter Richtung Philippinen, sodass er am 2. Dezember 2019 unmittelbar vor dem Küstengebiet angekommen ist. Die Windgeschwindigkeit von etwa 160 km/h war doch etwas geringer als befürchtet, die Gefahr ist dennoch sehr groß und man wird sich auf starke Regenfälle, Schlammlawinen und abgedeckte Häuser einstellen müssen. Der Landfall sollte in den nächsten 24 Stunden erfolgen.

Am 3. Dezember 2019 traf schließlich der Taifun an Land und brachte Windspitzen von 175 km/h mit sich, teilweise gab es auch Böen deutlich über 200 km/h. Schon die Vorläufer setzten die Uferzonen unter Wasser, der Wirbelsturm selbst entwurzelte Bäume, sorgte mit starkem Regen für Hochwasser und riss Dächer von den Häusern. Er zog aber sehr rasch von Ost nach West und war nur Stunden später dabei, die Philippinen wieder zu verlassen. Das ist gut, weil dadurch ständiger starker Regen auf die gleiche Region ausbleibt und das Hochwasser rascher zurückgehen kann.

Trotz des Landfalls blieb der Taifun ein solcher, nur schwächte er sich auf 120 bis 130 km/h ab. Erst am 4. Dezember wurde daraus ein starker Tropensturm mit Windspitzen um die 100 km/h und Kammuri hatte die Philippinen verlassen und sollte sich in den nächsten Tagen fern der Landmassen auflösen.

Und so war es dann auch, denn am 6. Dezember 2019 löste sich der Wirbelsturm gänzlich auf, schon davor war er zum Tropensturm abgestuft worden.

Fazit des Taifun Kammuri

Erste Berichte ergaben, dass es zumindest ein Todesopfer gab. Die Infrastruktur war stark in Mitleidenschaft gezogen, vorsichtshalber durchgeführte Evakuierungen haben Schlimmeres verhindert. Der internationale Flughafen in der Hauptstadt Manila war schon am Tag vor dem Landfall geschlossen worden.

Am 4. Dezember erhöhte sich die Bilanz wie befürchtet auf 11 Tote, etwa eine halbe Million Menschen haben ihr Zuhause durch schwere Schäden verloren.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 6. Dezember 2019]

Ebenfalls interessant:

Tropenstürme und Taifuns im Jahr 2019

Tropensturm Pabuk (Thailand)

Schon am 1. Jänner 2019 bildete sich der erste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und zwar Tropensturm Papuk, der am 4. Jänner auf Thailand traf.

Taifun Wutip (Stufe 5)

Am 19. Februar 2019 bildete sich der Taifun Wutip im nordwestlichen Pazifik südöstlich der Nördlichen Marianen und wurde zum stärksten Taifun in einem Februar.

Tropensturm Sepat (Japan)

Am 27. Juni 2019 entstand ein Tropensturm südwestlich von Japan, der sich dann nach Nordost weiterbewegt hatte - genau entlang der Küste von Japan.

Tropensturm Mun (China, Vietnam)

Am 3. Juli 2019 entwickelte sich der Tropensturm Mun, der sich bei Hainan an der chinesischen Südküste gebildet hatte und tags darauf in China an Land ging.

Tropensturm Danas (Südkorea, Japan)

Am 16. Juli 2019 entstand aus einer tropischen Depression der Tropensturm Danas östlich der Philippinen, der nach Taiwan und China ziehen sollte, doch die Richtung änderte.

Tropensturm Nari (Japan)

Am 25. Juli 2019 entstand südlich von Japan der nächste benannte Wirbelsturm mit Tropensturm Nari, der auch tatsächlich Japan erreichte.

Tropensturm Wipha (China, Vietnam)

Am 31. Juli 2019 entstand bei Hainan und der südchinesischen Küste der Tropensturm Wipha, dessen Ziel Nordvietnam war.

Taifun Francisco (Japan, Südkorea)

Am 2. August 2019 entstand im westlichen Pazifik der achte benannte Wirbelsturm mit Namen Francisco, der als Taifun Japan und Südkorea heimsuchte.

Taifun Lekima (Taiwan, China)

Am 4. August 2019 bildete sich östlich der Philippinen ein weiterer Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der als Supertaifun China heimgesucht hatte.

Taifun Krosa (Japan)

Am 6. August 2019 bildete sich südlich von Japan der nächste Wirbelsturm mit Namen Krosa, der zu einem Major Taifun mit Windspitzen um 180 km/h werden könnte.

Tropensturm Bailu (Taiwan, China)

Am 20. August 2019 entwickelte sich der nächste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der als starker Tropensturm Taiwan heimsuchte und dann auf China traf.

Tropensturm Podul (Philippinen, Vietnam)

Am 27. August 2019 entstand der 12. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und überquerte die Philippinen, um danach Vietnam zu treffen.

Taifun Lingling (Südkorea)

Der Wirbelsturm Lingling entstand am 2. September 2019 unmittelbar vor den Philippinen, zog aber als starker Taifun direkt nach Norden und traf Korea und China.

Tropensturm Kajiki (Vietnam, China)

Kajiki ist der bereits 14. benannte Wirbelsturm der Pazifischen Taifunsaison 2019 und entstand nach einer langen Reise Richtung Vietnam, um zurück nach China zu ziehen.

Taifun Faxai (Japan)

Mit Namen Faxai entstand im September 2019 der 15. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der weit draußen aufgebaut wurde und Japan treffen könnte.

Tropensturm Paipah

Der Tropensturm Paipah entstand am 16. September 2019 im westlichen Pazifik nördlich der Nördlichen Marianen und bestand nicht einmal einen Tag.

Taifun Tapah (Südkorea, Japan)

Der Taifun Tapah entstand am 19. September 2019 auf dem Weg nach Südkorea und Japan und traf genau dazwischen im Japanischen Meer ein.

Taifun Mitag (Südkorea)

Mitag ist ein weiterer Taifun im westlichen Pazifik, der am 28. September 2019 entstanden war und zwar östlich der Philippinen mit Ziel Südkorea.

Taifun Hagibis (Japan)

Der Wirbelsturm Hagibis entstand am 5. Oktober 2019 weit draußen im westlichen Pazifik und wurde zu einem Taifun der Stärke 5, der auf Japan traf.

Taifun Neoguri (Japan)

Neoguri ist der Name des 20. Wirbelsturms in der pazifischen Taifunsaison 2019 und entstand südlich von Japan, wobei er unerwartet zum Taifun wurde.

Taifun Bualoi (Japan)

Bualoi wurde zum starken Taifun im westlichen Pazifik, der am 19. Oktober 2019 entstanden war und östlich von Japan sich aufgelöst hatte.

Tropensturm Matmo (Vietnam)

Der Tropensturm Matmo bildete sich Ende Oktober 2019 vor der Küste von Südvietnam und traf am 30. Oktober 2019 auch als starker Tropensturm an Land.

Taifun Halong

Am 2. November 2019 bildete sich der Taifun Halong, der aber weit draußen im westlichen Pazifik kein Inselstaaten gefährden konnte.

Taifun Nakri (Vietnam, Philippinen)

Am 6. November 2019 entstand westlich der Philippinen der nächste benannte Wirbelsturm mit Namen Nakri, der Südvietnam heimsuchte.

Taifun Fengshen

Am 12. November 2019 baute sich der nächste Wirbelsturm im westlichen Pazifik auf, der aber weit draußen keine Gefahr darstellte.

Taifun Kalmaegi (Philippinen)

Am 13. November 2019 entstand mit Kalmaegi bereits der vierte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik im Monat November, was ungewöhnlich ist.

Tropensturm Fung-Wong (Taiwan)

Wirbelsturm Nummer 27 in der Taifunsaison 2019 entstand am 20. November 2019 und erhielt den Namen Fung-Wong. Das Ziel sollte Taiwan sein.

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Taifun Kammuri (Philippinen)

Der Taifun Kammuri bildete sich am 26. November 2019 östlich des 150. Längengrades und hatte die Philippinen als sehr starker Wirbelsturm zum Ziel.

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