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Taifun Kalmaegi

Wirbelsturm mit Ziel Luzon

Es ist kein Geheimnis, dass sich die Tropenstürme und Taifune im westlichen Pazifik das ganze Jahr über bilden können, wobei die besten Voraussetzungen aufgrund der Meerestemperaturen von Juni bis Oktober gegeben sind. Immer wieder gibt es sehr frühe oder späte Wirbelstürme und daher auch im November den einen oder anderen Vertreter. Aber der November 2019 wurde immer mehr zu einem besonders dynamischen Zeitraum, denn am 13. November war bereits der vierte Wirbelsturm entstanden und das ist sehr ungewöhnlich.

Taifun Kalmaegi Prognose und Entwicklung

Während der Tropensturm Fengshen weit östlich von Japan seine Runden dreht und noch zum Taifun werden sollte, entwickelte sich am 12. November 2019 ein Tiefdruckgebiet direkt östlich der Philippinen. Der Inselstaat war im Jahr 2019 eigentlich fast durchwegs verschont geblieben, aber die Ausläufer des Taifun Nakri hatten doch für Opfer und Überschwemmungen gesorgt.

Nun ändert sich die Sachlage, denn aus dem Tief wurde innerhalb von weniger als 24 Stunden der Tropensturm Kalmaegi, der bereits 26. Wirbelsturm im Jahr 2019 und er sollte. direkt nach Nordwesten und damit auf Luzon zusteuern. Luzon ist die größte und nördlichste Insel der Philippinen samt der Hauptstadt Manila und nördlich der Hauptstadt dürfte laut erster Prognose der Wirbelsturm auf Land treffen. Von der Windgeschwindigkeit her ist unklar, ob es sich um einen starken Tropensturm oder um einen schwächeren Taifun handeln wird, was bedeutet, dass die Bandbreite bei 100 bis 140 km/h Windgeschwindigkeit liegen könnte.

Obwohl der Tropensturm sich recht nah an den nördlichen Philippinen aufgebaut hatte, tat sich in den Folgetagen wenig. Der Tropensturm bewegt sich kaum vom Fleck und verstärkte sich auch nicht, sodass weiterhin das Ziel Luzon durch den Zug nach Westen ist, aber die Taifunstärke scheint nicht realistisch. Am Sonntag, den 17. November 2019, sollte der Landfall schließlich doch erfolgen.

Es kam aber anders, weil der Wirbelsturm mal ein Häkchen nach Norden, dann zurück nach Süden schlug und sich weiterhin kaum von der Stelle rührte. Erst am Sonntag, den 17. November, begann eine direktere westliche Richtung, sodass zum einen die Windgeschwindigkeit auf über 100 km/h anstieg, wodurch man es mit einem starken Tropensturm zu tun hatte und zum anderen befand sich der Wirbelsturm nun wirklich unmittelbar vor der Küste von Luzon und ein Landfall stand bevor. Jedoch zog der Wirbelsturm nach Nordwest und so könnte es sein, dass der Norden der Philippinen im äußersten Norden gestreift wird und nicht die große Hauptinsel direkt in der Mitte.

Letztlich war der Tropensturm Kalmaegi ein besonders eigenartiger, der stets Häkchen schlug und die Küste des äußersten Norden von Luzon und damit der Philippinen nachzuzeichnen schien. Wie die Küste gebildet ist, so zog auch der Wirbelsturm entlang - lange Zeit nach Norden parallel zur Küste und dann nach Nordwesten, stets mit Windgeschwindigkeiten um die 80 bis 105 km/h. Erst am 20. November 2019 traf der Wirbelsturm auf Land und löste sich sofort auf - nachdem er eine Woche lang vor der Küste sein Unwesen trieb.

Schadensmeldungen gab es vorerst keine, der Tropensturm hatte sich vor dem Landfall aber auch schon abgeschwächt.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 20. November 2019]

Liste der Taifune nach Jahr

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      Taifun Kalmaegi PhilippinenArtikel-Thema: Taifun Kalmaegi

      Beschreibung: Am 13. November 2019 entstand mit Kalmaegi bereits der vierte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik im Monat November, was ungewöhnlich ist.

      letzte Bearbeitung war am: 07. 06. 2020