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Taifun Jebi

Sehr starker Taifun erreichte Japan mit 216 km/h

Der August 2018 war ein sehr aktiver Monat in Sachen Wirbelstürme im westlichen Pazifik, vor allem im Bereich von Japan bis China mit teilweise sogar vier aktiven Wirbelstürmen gleichzeitig. Nach ein paar Tagen der Ruhe bildete sich am 28. August 2018 aber bereits der 21. benannte Wirbelsturm, der jedoch weit südlicher entstanden war und den Namen Jebi erhielt.

Erste Prognose für den Taifun Jebi

Der Wirbelsturm mit Namen Jebi entstand zwischen dem 150. und 160. Längengrad im westlichen Pazifik, südöstlich der Nördlichen Marianen und wies schon nach der raschen Entstehung binnen Stunden eine Windgeschwindigkeit um die 70 bis 75 km/h auf. Seine Zugrichtung wies auf West und die erste Prognose geht auch davon aus, dass sich der Tropensturm direkt nach Westen orientiert. Dabei sollte Jebi sich deutlich verstärken und bereits am 31. August ist mit Windgeschwindigkeiten um die 180 km/h zu rechnen, was der zweithöchsten Einstufung entspricht.

Setzt der Taifun seine Reise in gleicher Form fort, wovon die Prognose ausgeht, könnten die Philippinen das Ziel sein, aber der Weg ist noch lange und es wäre ein Schwenk nach Nordwest auch denkbar, was etwa auf China und davor Taiwan deuten könnte.

Wie war es wirklich?

Nur 24 Stunden nach der Entstehung und auch der ersten Prognose verstärkte sich der Wirbelsturm so sehr, dass aus dem Tropensturm Jebi der Taifun Jebi der ersten Kategorie wurde. Windgeschwindigkeiten von über 130 km/h wurden bereits erreicht und das war noch nicht alles, denn diese sollten noch bis 180 km/h oder weiter hinaufgehen. Am 31. August 2018 war es dann soweit und der Taifun hatte die höchste Kategorie erreicht und Windgeschwindigkeiten von 180 bis 200 km/h aufgebaut.

Hinsichtlich der Zugrichtung gab es eine Veränderung von West auf Nordwest, was direkt auf Japan weisen würde und diese Veränderung wurde in den Folgetagen bestätigt. Der Taifun drehte immer mehr in Richtung Japan und traf in der Nacht auf den 4. September 2018 aus mitteleuropäischer Sicht die kleinste japanische Hauptinsel Shikoku. Vor dem Landfall schwächte sich der Taifun leicht ab, was bedeutete, dass er mit Spitzen von 216 km/h Japan heimsuchte, davor waren Spitzen von bis zu 250 km/h gemessen worden.

Es war dies der stärkste Taifun seit 25 Jahren, der Japan erreicht hatte und zog von Süd nach Nord quer über die Hauptinsel, wobei die anderen Hauptinseln auch genug Regen abbekommen hatten. Der Flugverkehr kam praktisch im Einzugsgebiet zum Erliegen, auch der Bahnverkehr war stark beeinträchtigt und die Menschen seit Tagen gewarnt. Schon am 4. September verließ der Taifun das Festland und zog weiter ins Japanische Meer, wo er sich weiter abschwächen sollte.

Trotz des Landfalls blieb die Taifunstärke mit 130 bis 140 km/h erhalten. Der weitere Weg sollte parallel zu Japan nach Norden in das Grenzgebiet von China und Russland führen, wo es noch einen Landfall als starker Tropensturm geben sollte. Aber im Laufe des 4. September schwächte sich der Wirbelsturm immer mehr ab und löste sich schließlich am 5. September gänzlich auf, bevor er wieder auf Land treffen konnte.

Als erstes Fazit berichteten die Behörden, dass sechs Menschen von Jebi getötet wurden, zumindest 160 Personen wurden verletzt. In der westlichen Provinz Osaka wurde der Flughafen Kansai überschwemmt, der auf einer künstlichen Insel angelegt wurde. Einen Tag später wurde die Opferbilanz auf neun Tote und an die 340 Verletzte erhöht.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 5. September 2018]

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