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Taifun Halong

Keine Gefahr für die Menschen

Manchmal dauert es richtig lange, bis aus einem Tiefdruckgebiet ein benannter Wirbelsturm werden kann, also zumindest ein Sturm mit 63 km/h, um als Tropensturm eingestuft zu werden. Es geht aber auch manchmal ganz schnell, wie der 23. Wirbelsturm der Saison 2019 mit Namen Halong gezeigt hatte.

Taifun Halong Prognose und Entwicklung

Taifun HalongNoch am Morgen des 2. November 2019 nach europäischer Zeit gab es keine Vorwarnung, dass es im westlichen Pazifik einen weiteren Wirbelsturm geben würde und nur Stunden später war dann doch der nächste Sturm entstanden. Etwa beim 160. Längengrad und damit deutlich östlich der Nördlichen Marianen und noch weiter entfernt von Japan bildete sich mit Halong ein Wirbelsturm, der sehr stark werden sollte.

Die Prognose ging davon aus, dass der Wirbelsturm rasch zu einem Taifun der Stufe 4 von 5 sich verstärken würde, was Windgeschwindigkeiten über 200 km/h bedeutet. Doch er Tropensturm Halong sollte auch bald nach Nordwest bis Nord ziehen und damit nicht weiter nach Westen, um die Inseln und damit viele Menschen zu erreichen. Stattdessen sollte er bald direkt nach Norden und später nach Nordosten ziehen, sodass er fast einen Halbbogen nachvollzieht, um sich dann abzuschwächen und aufzulösen. Die Luftfahrt und vor allem die Schifffahrt muss aufpassen, aber für Land und Leute besteht keine Gefahr.

Am 4. November 2019 hatte der Wirbelsturm schon die Einstufung als starken Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten über 100 km/h erreicht und sollte bald zum Taifun werden. Die Prognose änderte sich insofern leicht, als der Schwenk nach Nordost umgehend passieren sollte und damit bleibt Halong noch weiter von Japan entfernt als ursprünglich angenommen.

Schon am 5. November 2019 war es soweit und der Tropensturm wurde zum angekündigten Taifun Halong und nicht nur das, er war auch sofort ein Taifun der 4. Stufe mit Windspitzen über 200 km/h. Doch statt die Nördlichen Mariannen nach Westen hin zu überqueren, zog der Wirbelsturm schon leicht nach Norden, um bald, wie ausgeführt, nach Nordost abzudrehen. Tags darauf, am 6. November 2019, hatte sich Halong sogar zum Taifun der höchsten Stufe verstärkt und damit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h aufgebaut.

In den Folgetagen schwächte sich der Taifun immer weiter ab und konnte am 8. November zu einem starken Tropensturm abgestuft werden. Schon bald sollte der Wirbelsturm sich gänzlich auflösen. Die Richtung blieb bei Nordost und das Gefahrenmoment war daher für die Inseln nicht mehr gegeben. Am 8. November ging die Windgeschwindigkeit weiter zurück, sodass die Einstufung Tropensturm gegeben war und wie zu erwarten war, löste sich der Wirbelsturm am 9. November gänzlich auf.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 9. November 2019]

Ebenfalls interessant:

Tropenstürme und Taifuns im Jahr 2019

Tropensturm Pabuk (Thailand)

Schon am 1. Jänner 2019 bildete sich der erste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und zwar Tropensturm Papuk, der am 4. Jänner auf Thailand traf.

Taifun Wutip (Stufe 5)

Am 19. Februar 2019 bildete sich der Taifun Wutip im nordwestlichen Pazifik südöstlich der Nördlichen Marianen und wurde zum stärksten Taifun in einem Februar.

Tropensturm Sepat (Japan)

Am 27. Juni 2019 entstand ein Tropensturm südwestlich von Japan, der sich dann nach Nordost weiterbewegt hatte - genau entlang der Küste von Japan.

Tropensturm Mun (China, Vietnam)

Am 3. Juli 2019 entwickelte sich der Tropensturm Mun, der sich bei Hainan an der chinesischen Südküste gebildet hatte und tags darauf in China an Land ging.

Tropensturm Danas (Südkorea, Japan)

Am 16. Juli 2019 entstand aus einer tropischen Depression der Tropensturm Danas östlich der Philippinen, der nach Taiwan und China ziehen sollte, doch die Richtung änderte.

Tropensturm Nari (Japan)

Am 25. Juli 2019 entstand südlich von Japan der nächste benannte Wirbelsturm mit Tropensturm Nari, der auch tatsächlich Japan erreichte.

Tropensturm Wipha (China, Vietnam)

Am 31. Juli 2019 entstand bei Hainan und der südchinesischen Küste der Tropensturm Wipha, dessen Ziel Nordvietnam war.

Taifun Francisco (Japan, Südkorea)

Am 2. August 2019 entstand im westlichen Pazifik der achte benannte Wirbelsturm mit Namen Francisco, der als Taifun Japan und Südkorea heimsuchte.

Taifun Lekima (Taiwan, China)

Am 4. August 2019 bildete sich östlich der Philippinen ein weiterer Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der als Supertaifun China heimgesucht hatte.

Taifun Krosa (Japan)

Am 6. August 2019 bildete sich südlich von Japan der nächste Wirbelsturm mit Namen Krosa, der zu einem Major Taifun mit Windspitzen um 180 km/h werden könnte.

Tropensturm Bailu (Taiwan, China)

Am 20. August 2019 entwickelte sich der nächste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der als starker Tropensturm Taiwan heimsuchte und dann auf China traf.

Tropensturm Podul (Philippinen, Vietnam)

Am 27. August 2019 entstand der 12. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und überquerte die Philippinen, um danach Vietnam zu treffen.

Taifun Lingling (Südkorea)

Der Wirbelsturm Lingling entstand am 2. September 2019 unmittelbar vor den Philippinen, zog aber als starker Taifun direkt nach Norden und traf Korea und China.

Tropensturm Kajiki (Vietnam, China)

Kajiki ist der bereits 14. benannte Wirbelsturm der Pazifischen Taifunsaison 2019 und entstand nach einer langen Reise Richtung Vietnam, um zurück nach China zu ziehen.

Taifun Faxai (Japan)

Mit Namen Faxai entstand im September 2019 der 15. benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der weit draußen aufgebaut wurde und Japan treffen könnte.

Tropensturm Paipah

Der Tropensturm Paipah entstand am 16. September 2019 im westlichen Pazifik nördlich der Nördlichen Marianen und bestand nicht einmal einen Tag.

Taifun Tapah (Südkorea, Japan)

Der Taifun Tapah entstand am 19. September 2019 auf dem Weg nach Südkorea und Japan und traf genau dazwischen im Japanischen Meer ein.

Taifun Mitag (Südkorea)

Mitag ist ein weiterer Taifun im westlichen Pazifik, der am 28. September 2019 entstanden war und zwar östlich der Philippinen mit Ziel Südkorea.

Taifun Hagibis (Japan)

Der Wirbelsturm Hagibis entstand am 5. Oktober 2019 weit draußen im westlichen Pazifik und wurde zu einem Taifun der Stärke 5, der auf Japan traf.

Taifun Neoguri (Japan)

Neoguri ist der Name des 20. Wirbelsturms in der pazifischen Taifunsaison 2019 und entstand südlich von Japan, wobei er unerwartet zum Taifun wurde.

Taifun Bualoi (Japan)

Bualoi wurde zum starken Taifun im westlichen Pazifik, der am 19. Oktober 2019 entstanden war und östlich von Japan sich aufgelöst hatte.

Tropensturm Matmo (Vietnam)

Der Tropensturm Matmo bildete sich Ende Oktober 2019 vor der Küste von Südvietnam und traf am 30. Oktober 2019 auch als starker Tropensturm an Land.

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Taifun Halong

Am 2. November 2019 bildete sich der Taifun Halong, der aber weit draußen im westlichen Pazifik kein Inselstaaten gefährden konnte.

Taifun Nakri (Vietnam, Philippinen)

Am 6. November 2019 entstand westlich der Philippinen der nächste benannte Wirbelsturm mit Namen Nakri, der Südvietnam heimsuchte.

Taifun Fengshen

Am 12. November 2019 baute sich der nächste Wirbelsturm im westlichen Pazifik auf, der aber weit draußen keine Gefahr darstellte.

Taifun Kalmaegi (Philippinen)

Am 13. November 2019 entstand mit Kalmaegi bereits der vierte benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik im Monat November, was ungewöhnlich ist.

Tropensturm Fung-Wong (Taiwan)

Wirbelsturm Nummer 27 in der Taifunsaison 2019 entstand am 20. November 2019 und erhielt den Namen Fung-Wong. Das Ziel sollte Taiwan sein.

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