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Taifun Haiyan (Yolanda) mit über 300 km/h Windspitzen

Taifun Haiyan fordert mehr als 10.000 Tote.

Das Jahr 2013 brachte in der pazifischen Taifunsaison über 50 benannte Wirbelstürme und das ist selbst für das Einzugsgebiet von Japan bis zu den Philippinen, von Vietnam bis Korea extrem viel. Starke Stürme erreichten immer wieder die Landmassen, doch der stärkste wurde der Taifun Haiyan, der spät, nämlich erst im November 2013 für eine große Katastrophe sorgte.

Taifun Haiyan

Bildquelle: https://www.wunderground.com/hurricane/

Ursache

Südöstlich der Nördlichen Mariannen und Guam bildete sich am 3. November 2013 aus einer tropischen Depression heraus der Tropensturm Haiyan, der direkt die westliche Richtung eingeschlagen hat. Er hatte zu diesem Zeitpunkt nur Windgeschwindigkeiten von 60 km/h anzubieten, aber er hatte noch viel Zeit und Weg, um sich zu verstärken. Die Zeit nahm sich der Wirbelsturm aber gar nicht und verstärkte sich binnen eines Tages auf Windgeschwindigkeiten um die 160 km/h, wobei die Zugrichtung weiterhin nach Westen wies. Damit hatte der Taifun bereits die Stufe 3 erreicht.

Der Taifun Haiyan verstärkte sich aber nochmals deutlich und traf die mittleren Philippinen mit voller Wucht. Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 320 km/h wurde dieser Wirbelsturm einer der heftigsten der letzten Jahrzehnte und ist einer der fünf stärksten gemessenen Taifune überhaupt. Meterhohe Wellen waren die Folge, Bäume wurden entwurzelt und die Infrastruktur beschädigt. 

Wie die Prognose vorhergesagt hatte, zog der massive Wirbelsturm sehr schnell weiter. Er zog direkt nach Vietnam, war aber nicht mehr der extreme Wirbelsturm mit 300 km/h-Spitzenwerten, doch Windgeschwindigkeiten von 160 km/h und die Einstufung der Stufe 3 reichten völlig für katastrophale Auswirkungen. Der Taifun bog aber nach Nordwest und dann nach fast Norden ab, wodurch er an der Küste Vietnams entlangzog und schwächte sich durch die längere Strecke auch deutlich ab. Als Tropensturm traf er am 10. November an Land und sorgte im Grenzgebiet von Vietnam und China für viel Regen. Am 11. November 2013 löste sich einer der schlimmsten Wirbelstürme im westlichen Pazifik auf.

Fazit

Spitzenwerte von 315 km/h wurden gemessen, die es nur bei wenigen Wirbelstürmen im westlichen Pazifik bis dato gab. Getroffen wurde mit dieser Wucht die Mitte der Philippinen mit auch vielen kleineren Inseln und trotz der Vorbereitungen war die Katastrophe kaum zu verhindern. Dabei zog der Taifun schnell durch, was noch mehr Schäden und Opfer unterbunden hatte, aber es war auch so mit den hohen Wellen Schlimmes angerichtet worden.

Die Zahl der Opfer ging in den folgenden Tagen von 5.000 bis 10.000 Menschen aus, offiziell waren es dann 6.340 Menschen, die bestätigt dem Wirbelsturm zum Opfer gefallen waren. Besonders stark betroffen waren die Inseln Leyte mit ihrer Hauptstadt Tacloban City und Samar. Aber neben Tacloban City waren andere Städte noch stärker betroffen, zum Beispiel Guiuan, das praktisch aufhörte zu existieren. Vor dem Sturm lebten dort 50.000 Menschen.

Auch nach der offiziellen Bekanntgabe von über 6.300 Menschen gingen viele Berichte davon aus, dass mehr als 10.000 Personen dem Sturm zum Opfer gefallen waren. Haiyan hatte in dem Einzugsgebiet eine richtige Schneise entstehen lassen, die auch die Dimension des Wirbelsturms erahnen ließen.

Beim Landfall in Vietnam und China gab es viel starken Regen, aber keine Katastrophe mehr, weil die Windgeschwindigkeiten deutlich abgenommen hatten. Trotzdem war der Taifun Haiyan bis vor der Küste noch als Taifun der Stufe 1 kategorisiert und das zeigte auch die Kraft, die der Wirbelsturm trotz des Auftreffens auf den Philippinen hatte. Häufig gibt es nach dem Landfall eine Abschwächung der Wirbelstürme und keine neue Energiezufuhr für weitere Gefahren, Haiyan zog aber mit seiner Wucht fast ungebremst über den Inselstaat und erreicht noch als Taifun die Küste Vietnams.

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