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Tropensturm Danas im Juli 2019

Ziel war schließlich Südkorea

Die bisherige Taifunsaison 2019 war eine sehr ruhige mit ein paar kleineren Wirbelstürmen wie Anfang Juli der Tropensturm Mun, aber das sagt noch nichts über die Hochsaison aus, denn häufig entsteht eine Dynamik mit einem heftigen Wirbelsturm nach dem anderen, der ab August die Inselstaaten oder etwa auch das chinesische Festland heimsuchen. Der fünfte benannte Wirbelsturm entstand am 16. Juli und ist auch einer, der eher mit Regen als mit Windböen gefährlich werden kann.

Tropensturm Danas Prognose und Entwicklung

Tropensturm Danas China TaiwanAm 15. Juli 2019 entstand östlich der nördlichen Philippinen ein tropischen Tief, das Richtung Westen zog. Es war noch flächenmäßig geringer Natur und es war unklar, ob sich daraus der nächste Wirbelsturm wird bilden können. Nur 24 Stunden später war der Fall klar und der Tropensturm Danas war mit Windgeschwindigkeiten um die 65 km/h entstanden. Die Zugrichtung wies noch auf West hin, aber die Prognose sieht eine andere Richtung vor.

Denn noch bevor Luzon, der Norden der Philippinen erreicht werden kann, sollte ein Schwenk nach Nordwest erfolgen, dem ein weiterer nach Norden folgt. Das Ergebnis ist, dass die Philippinen vielleicht gestreift werden und es wird einiges an Regen geben, aber das eigentliche Ziel scheint Taiwan zu sein, das von Süd nach Nord direkt überzogen wird und danach geht es in weiterer direkter Richtung nach Norden auf die Ostküste Chinas zu.

Die Windgeschwindigkeit sollte zwar zulegen, aber stärker als 80 bis 90 km/h sollte der Tropensturm Danas nach den ersten Berechnungen nicht werden, womit die Taifunstärke ausgeschlossen sein dürfte. Allerdings ist beim Tropensturm die Regenmenge das größere Problem, zumal die Monsunsaison angebrochen ist. Aus Nepal und den angrenzenden Staaten wurden 130 Tote gemeldet, weil der Monsun großflächige Überschwemmungen verursacht hatte und auch in China hatte es schon viel geregnet. Und auf diese Situation könnte der Tropensturm nun treffen.

Doch nicht Taiwan

Aber es kam ganz anders. Der Wirbelsturm hatte die Philippinen nur gestreift, wie das vorhergesagt wurde und er hatte auch den Schwenk nach Norden durchgeführt, aber dann wich er von der Prognose doch deutlich ab. Statt direkt nach Norden zu ziehen und über Taiwan den Weg nach China zu suchen, erfolgte nämlich eine Richtungsänderung nach Nordnordost, was den Tropensturm Danas östlich von Taiwan Richtung Südkorea führte. Ebenfalls ein mögliches Ziel könnte noch der Westen von Japan sein.

Von der Windgeschwindigkeit her hat sich nicht viel getan, die Windspitzen erreichen etwa 80 km/h und Taifunstärke war nach Stand der Dinge nicht erreichbar. Das bestätigten auch die folgenden Stunden, wobei sich der Tropensturm in seiner Fläche deutlich reduziert hatte. Als kleinflächiger Tropensturm zog er direkt nach Norden und erreichte am 20. Juli 2019 die Westküste von Südkorea. Japan war damit auch nicht mehr gefährdet, China wurde nicht getroffen.

Der Tropensturm Danas sollte schnell über Südkorea ziehen, für einige Regenfälle sorgen, aber am Folgetag sich östlich von Südkorea bereits auflösen.

Landfall in Südkorea, viel Regen in Japan

Der Tropensturm Danas zog am 20. Juli 2019 über Südkorea hinweg und sorgte schon vor seiner Ankunft für starken Regen. Schäden wurden vorerst keine gemeldet. Aber nicht nur Südkorea war betroffen, denn die Ausläufer des Wirbelsturms reichten bis in den Westen von Japan und dort schüttete es rekordverdächtig, sodass Zehntausende speziell in den Provinzen Fukuoka und Hiroshima aufgefordert wurden, sich in Sicherheit zu bringen oder die Häuser nicht zu verlassen.

Der Tropensturm selbst sollte sich bald auflösen, er hat Südkorea schon wieder nach Nordost hin verlassen, aber der Regen könnte noch länger wirken - eine Situation, die oft mit an sich gar nicht so starken Wirbelstürmen einher gehen. Am Abend des 21. Juli 2019 löste sich der Wirbelsturm schließlich gänzlich auf.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 21. Juli 2019]

Ebenfalls interessant:

Tropenstürme und Taifuns im Jahr 2019

Tropensturm Pabuk (Thailand)

Schon am 1. Jänner 2019 bildete sich der erste benannte Wirbelsturm im westlichen Pazifik und zwar Tropensturm Papuk, der am 4. Jänner auf Thailand traf.

Taifun Wutip (Stufe 5)

Am 19. Februar 2019 bildete sich der Taifun Wutip im nordwestlichen Pazifik südöstlich der Nördlichen Marianen und wurde zum stärksten Taifun in einem Februar.

Tropensturm Sepat (Japan)

Am 27. Juni 2019 entstand ein Tropensturm südwestlich von Japan, der sich dann nach Nordost weiterbewegt hatte - genau entlang der Küste von Japan.

Tropensturm Mun (China, Vietnam)

Am 3. Juli 2019 entwickelte sich der Tropensturm Mun, der sich bei Hainan an der chinesischen Südküste gebildet hatte und tags darauf in China an Land ging.

[aktuelle Seite]

Tropensturm Danas (Südkorea, Japan)

Am 16. Juli 2019 entstand aus einer tropischen Depression der Tropensturm Danas östlich der Philippinen, der nach Taiwan und China ziehen sollte, doch die Richtung änderte.

Tropensturm Nari (Japan)

Am 25. Juli 2019 entstand südlich von Japan der nächste benannte Wirbelsturm mit Tropensturm Nari, der auch tatsächlich Japan erreichte.

Tropensturm Wipha (China, Vietnam)

Am 31. Juli 2019 entstand bei Hainan und der südchinesischen Küste der Tropensturm Wipha, dessen Ziel Nordvietnam war.

Taifun Francisco (Japan, Südkorea)

Am 2. August 2019 entstand im westlichen Pazifik der achte benannte Wirbelsturm mit Namen Francisco, der als Taifun Japan und Südkorea heimsuchte.

Taifun Lekima (Taiwan, China)

Am 4. August 2019 bildete sich östlich der Philippinen ein weiterer Wirbelsturm im westlichen Pazifik, der als Supertaifun China heimgesucht hatte.

Taifun Krosa (Japan)

Am 6. August 2019 bildete sich südlich von Japan der nächste Wirbelsturm mit Namen Krosa, der zu einem Major Taifun mit Windspitzen um 180 km/h werden könnte.

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