Sie sind hier: Startseite -> Wetter / Klima -> Wirbelstürme -> Taifun -> Taifun Liste 2018 -> Bebinca (China, Vietnam)

Tropensturm Bebinca

Landfall im Grenzbereich Vietnam / China

Der August 2018 erweist sich als sehr aktiver Monat im westlichen Pazifik, was die Wirbelstürme betrifft. Yagi hatte gerade unweit des Großraums Shanghai das Festland erreicht, Leepi zog in Richtung japanischen Südwesten und bei der Inselprovinz Hainan bildete sich mit dem Tropensturm Bebinca ein weiterer aktiver Wirbelsturm, womit drei Stück gleichzeitig für Gefahr sorgten. Es ist zudem der nun schon 16. benannte Wirbelsturm der Taifunsaison 2018

Erste Prognose für den Tropensturm Bebinca

Ohne großer Ankündigung bildete sich gegen Abend des 12. August 2018 ein Tiefdrucksystem östlich der Inselprovinz Hainan vor der südchinesischen Küste, das sich binnen Stunden zum Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten um die 65 km/h verstärkt hatte. Der Tropensturm sollte genau zwischen der Inselprovinz und der Südküste durchziehen und damit sowohl Hainan als auch die Küstenregionen mit starkem Regen eindecken, doch die Windgeschwindigkeit wird wohl eher moderat bei etwa 70 km/h verbleiben.

Der Landfall ist noch nicht abzusehen, obwohl die Strecke recht kurz ist, denn es kann auch sein, dass der eigentliche Landfall erst später im Westen passiert und damit könnte auch der Norden Vietnams heimgesucht werden.

Wie war es wirklich?

Der Tropensturm zog gemächlich entlang der chinesischen Küste und so wie in der Prognose vorherberechnet zwischen dem chinesischen Festland im Norden und der vorgelagerten Insel Hainan im Süden. Die Windgeschwindigkeit nahm etwas zu und der Tropensturm erreichte 80 bis 90 km/h Windspitze, wobei sich der Landfall nach Westen verlagert hat.

Statt im Südwesten Chinas direkt auf Land zu treffen, erreichte der Tropensturm Bebinca im Grenzgebiet von Vietnam und China die Küste und zog in nordwestlicher Richtung weiter in das Landesinnere, wobei er rasch an Geschwindigkeit verlor. Am 17. August 2018 löste er sich bereits wieder auf. Schadensmeldungen gab es zu diesem Zeitpunkt keine.

Aber wie so oft erwies sich der Tropensturm im Nachhinein als sehr gefährlich, denn er war als Wind für sich nicht die Bedrohung, sorgte aber für starken Regen. Der traf auf die Monsunzeit und die Nachrichten bringen täglich Meldungen, wonach es vor allem in Indien hunderte Tote wegen des stärksten Monsunregens seit Jahrzehnten gab. Auch in Vietnam regnete es auffällig stark, stärker als in den letzten Jahren.

Und genau auf dieses Szenario kam der Tropensturm mit zusätzlichem Regen. Die Folge waren Überflutungen und zumindest zehn Tote, die in den Fluten ertrunken sind.

 

[Infoplattform Wissenswertes.at / 20. August 2018]

Wenn Dir der Artikel gefallen oder geholfen hat, teile ihn mit Freunden:

Kommentar schreiben




Spamschutz: bitte folgendes Wort in das nächste Feld eingeben: nospam

Bisherige Kommentare (0)

Seiten: