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Tropischer Wirbelsturm: Taifun

Tropischer Wirbelsturm im Nordwestpazifik

Ein Taifun ist ein tropischer Wirbelsturm, der dem Hurrikan gleichzusetzen ist. Allerdings wird die Bezeichnung Taifun nur für jene Wirbelstürme genutzt, die im Nordwesten des Pazifik entstehen und Ostasien sowie Südostasien bedrohen. Das bedeutet, dass Inselstaaten wie Japan oder die Philippinen sowie das Festland von Vietnam über China bis Korea von einem solchen Wirbelsturm getroffen werden können.

Grundlagen über den Taifun und Wirbelstürme

Wie für den Hurrikan, der die Ostküste der USA sowie Mexiko und Mittelamerika bedroht, gilt auch für den Taifun die gleiche Klassifizierung, sodass man von einem Taifun dann spricht, wenn die Windgeschwindigkeiten 64 Knoten oder 118 km/h übersteigen. Und gleich dem Hurrikan-System gibt es einen Namen ab der Stärke eines tropischen Sturms. Ein solcher ist gegeben, wenn die Windspitzen 64 km/h erreichen. Ab 118 km/h ist ein Taifun erreicht und dieser wird in Stufen bis 5 eingeteilt, wobei man einen Taifun der Stufe 5 als Super-Taifun bezeichnet.

Grundlage dieser Einstellung ist die Saffir-Simpson-Skala, wonach es folgende Stufen gibt:

  • tropische Depression bis 63 km/h
  • tropischer Sturm 64 bis 118 km/h
  • Taifun der Stufe 1 119 bis 153 km/h
  • Taifun der Stufe 2 154 bis 177 km/h
  • Taifun der Stufe 3 178 bis 209 km/h
  • Taifun der Stufe 4 210 bis 249 km/h
  • Taifun der Stufe 5 ab 250 km/h

Der Taifun ist also wie der Hurrikan im Atlantik und der Karibik ein tropischer Wirbelsturm, der im Nordwestpazifik so benannt wird. Er bildet sich üblicherweise an der Datumsgrenze und nördlich des Äquators und zieht in nordwestlicher Richtung, wobei die Philippinen, der gesamte Südosten Asiens samt Japan bedroht wird.

Pazifische Taifunsaison

Es gibt aber ein paar Unterschiede zum Atlantik und den Stürmen in der Karibik, denn dort gilt die Saison jedes Jahr von Juni bis Ende November, weil dann die Bedingungen für die Bildung eines so kräftigen Wirbelsturms am günstigsten sind - speziell die warme Wassertemperatur und häufige Tiefdruckgebiete von Afrika kommend lassen Stürme leichter entstehen.

Im westlichen Pazifik ist die Entstehung das ganze Jahr möglich. Zwar gibt es Jahre, in denen es bis Juli keinen einzigen benannten Wirbelsturm gibt, aber in anderen Jahren bildet sich schon im Jänner der erste Tropensturm, der manchmal sogar schon zum Taifun wird.

Generell gibt es im westlichen Pazifik meist deutlich mehr benannte Wirbelstürme als im Atlantik und sie sind auch häufig sehr stark. Wenn die Bedingungen sich entsprechend gestalten, kann es sogar zu ganze Serien von Stürmen kommen. Üblicherweise würde man annehmen, dass nach einem Taifun der Stufe 4 die Energie draußen ist und sich kein weiterer bilden kann. Im westlichen Pazifik hat man schon oft beobachtet, dass sich drei oder noch mehr Stürme wie bei einer Perlenkette hintereinander bilden konnten, die auch das gleiche Gebiet heimsuchen können. Das ist für die betroffenen Regionen natürlich fatal, weil man gerade beim Aufräumen nach einem Landfall ist und schon wieder bedroht wird. Im Atlantik können 10 bis 20 Stürme möglich sein, mehr ist schon außergewöhnlich. Im westlichen Pazifik sind 30 bis 40 Stürme durchaus in einem Jahr möglich.

Informationen über Tropenstürme und Taifune nach Jahr

Taifun Liste 2018
Auflistung der benannten Wirbelstürme in der Taifunsaison 2018 mit Tropenstürme und Taifun im westlichen Pazifik und damit in der Region von Japan über Korea bis Thailand samt Philippinen.

Taifun Liste 2015
Überblick über die Wirbelstürme der pazifischen Taifunsaison 2015 mit Tropenstürme und Taifune mit ihrem Gefahrenpotential.

Haiyan Katastrophe 2013
Der Taifun Haiyan (Yolanda) traf im November 2013 die Philippinnen mit Windgeschwindigkeiten weit über 200 km/h und Spitzen über 300 km/h und löste eine Katastrophe aus.

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