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Klassische Musik: Symphonie - Sinfonie

Symphonie oder Sinfonie: Stück für viele Instrumente

Die Fachvokabel der klassischen Musik verraten sehr oft die unterschiedliche Herkunft und sorgen aber auch für Verwirrung bei Leuten, die sich das erste Mal dieser Form von Musik nähern wollen. Ein besonders oft auftretendes Problem ist die Unterscheidung zwischen der Symphonie und der Sinfonie. Dabei gibt es kein Problem: beides meint die gleiche Form von klassischer Musik.

Symphonie und Sinfonie umschreiben ein Stück, das für viele Musikinstrumente geschrieben wurde, wobei Symphonie vom griechischen symphonia abstammt und übersetzt Übereinstimmung oder Harmonie bedeutet. Sinfonie wandelten diesen Begriff in Sinfonia um, weil sie ein Problem mit dem griechischen "y" hatten. Somit sind die beiden Begriffe griechischer und italienischer Abstammung, beziehen sich aber auf den gleichen Inhalt.

Symphonie: Musik für viele Instrumente

Und der Inhalt der Symphonie/Sinfonie ist eine musikalische Form für eine große Zahl an Instrumenten, die in vier Abschnitte - Sätze genannt - unterteilt ist. Neben der musikalischen Bedeutung war das Schreiben einer Symphonie auch eine emotional wichtige Angelegenheit für Komponisten, weshalb fast alle bekannten Komponisten zumindest eine Symphonie erarbeitet hatten.

Die Symphonie hat eine feste Struktur. Der erste Satz beginnt mit der Sonatenhauptsatzform, die aus zwei Melodien besteht. Eine Melodie ist kräftig und laut und wird als maskuline bezeichnet, die zweite ist ruhiger und oft als lyrisch beschrieben. Sie trägt die Bezeichnung feminine. Der erste Satz hat das Muster von Exposition, Durchführung und Reprise.

Bei der Exposition wird zuerst das starke Thema vorgestellt, dann folgt das ruhigere Thema. In der Durchführung werden beide Themen in Varianten nochmals gespielt. Sie sind verändert, aber noch erkennbar. Die Reprise stellt eine Wiederholung der Exposition mit leichten Veränderungen dar.

Der zweite Satz reduziert die Musik und ist deutlich langsamer und prägt neue, ruhigere Melodien. Hier gibt es kein Duell zweier Melodien und der lyrische Charakter tritt in den Vordergrund. Der dritte Satz besteht aus einem Menuett oder einem Scherzo. Das Menuett basiert auf dem alten höfischen Tanz während das Scherzo als Witz, als schnelle unbeschwerte Musikform geschrieben wird.

Das Muster des dritten Satzes besteht aus Menuett - Trio - Menuett oder Scherzo - Trio - Scherzo, wobei das Trio eine Musik für drei Instrumente darstellt. Der erste und dritte Teil dieses Satzes stellt die gleiche Musik dar.

Das Finale der Symphonie/Sinfonie ist der vierte und letzte Satz, bei dem die Musik nochmals furios auf das Tempo drückt. Emotionale Musik wird hier weniger zu hören sein, stattdessen gibt es fröhliche Musik. Doch auch der vierte Satz hat eine Struktur, denn viele dieser Sätze werden in einem Rondo geschrieben. Das Rondo ist eine Struktur, in der ein bestimmendes Thema immer wieder gespielt wird und durch ein dazu kontrastreich geschriebenes Musikstück abgewechselt wird. So können zwei oder drei Melodien dazwischen gespielt werden, das Hauptthema kommt aber viermal vor.

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