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Stift Seitenstetten

Mittelpunkt von Seitenstetten

Das Benediktinerstift Seitenstetten ist durchaus als Mittelpunkt der Gemeinde Seitenstetten zu bezeichnen. Die Gemeinde, die etwa 3.500 Einwohner aufweist, trifft sich jeden Sonntag zur heiligen Messe im Stift, wobei hier auffällt, dass sowohl jung als auch alt anzutreffen sind und die Messe im Gegensatz zu vielen Großstädten hier wirklich gelebt wird.

Aber auch abseits der Messe ist das Stift oft im Fokus der Menschen. Hochzeiten werden im Stift Seitenstetten gefeiert und auch alle anderen wichtigen religiösen Feiern finden hier statt. Beispielsweise das Erntedankfest, das für die vor allem in der Landwirtschaft tätigen Menschen nach wie vor große Bedeutung hat.

Stift Seitenstetten

Wie wichtig das Stift auch symbolisch für die Gemeinde Seitenstetten ist, zeigt ein ganz anderes Detail, denn es wurden neue Strecken für Nordic Walking angelegt. Diese Strecken können natürlich auch gelaufen werden oder sind mit dem Rad zu bewältigen. Ausgangspunkt der fast zehn verschiedenen Rundstrecken ist immer das Stift Seitenstetten.

Das Stift ist aber nicht nur der Ort für die Messe oder für weitere religiöse Feierlichkeiten, sondern auch architektonisch sehr interessant. Wie viele andere Kirchen auch, durchlebte die Stiftskirche verschiedene Epochen. Gebaut wurde sie als frühgotische Basilika, ehe der Barock Einzug hielt.

Dem Stift angeschlossen ist ein sehr schöner historischer Hofgarten. Das Stift Seitenstetten verfügt auch über eine Schule, eine Bibliothek und von Ostern bis Allerheiligen gibt es zweimal täglich - um 10.00 Uhr und um 15.00 Uhr - Führungen durch die umfangreichen Räumlichkeiten.

Geschichte des Stifts

Den Überlieferungen zufolge gibt es das heutige Stift Seitenstetten seit dem 12. Jahrhundert. 1112 wurde ein Mönchskloster vom Edelfreien Udalschalk von Stille und Heft gegründet. In dieses wurden Benediktiner von Göttweig einberufen. Das Kloster gewann schnell an Bedeutung.

Dem Kloster wurden Schenkungen zuteil, vom Gründer ebenso wie von Verwandten und dem Erzbischof Wichmann von Magdeburg. Schon bald wurde das Kloster ein religiöses Zentrum, denn von Passauer Bischöfen wurden die Urpfarren von Wolfsbach und Aschbach übertragen. In der Folge entstanden 14 eigenständige Pfarren im Kloster.

Der Klosterbau erfuhr eine große architektonische Veränderung, als Mitte des 13. Jahrhunderts ein Brand viel Schaden anrichtete. Bis zum Jahre 1300 entstand als Folge die gegenwärtige Abteikirche, die sich unmittelbar neben den Klosterbauten befindet.

Das Stift Seitenstetten, das wir heute besuchen können, entstand in dieser Form aber erst viel später. Im 18. Jahrhundert wurden die uns bekannten Bauten errichtet. Die Arbeiten begannen 1718. Ab diesem Moment war Baumeister Josef Munggenast für die Errichtung verantwortlich, ehe Gotthard Hayberger ab 1741 die Arbeiten fortsetzte.

Veranstaltungsort Meierhof

Der Meierhof entstand im 18. Jahrhundert in den Jahren 1770 bis 1775 durch P. Josef Schaukegl. Der Gebäudekomplex weist drei sehr große Höfe auf, die mit Platz nicht geizen und lange Jahre waren diese Gebäude als Viehhof und für weitere landwirtschaftliche Funktionen eingesetzt worden.

Im Rahmen des Meierhofes gibt es auch einen 120 Meter langen Mostkeller, der vor allem durch sein beeindruckendes Gewölbe bekannt geworden ist. In der Zwischenzeit sind die Gebäude verpachtet und werden anderweitig genutzt. Es gibt zahlreiche Wohnungen im Meierhof und es befinden sich zahlreiche Werkstätten in den ehemaligen Wirtschaftsräumen des Stiftes Seitenstetten. Auch Depots sind eingerichtet worden.

Hofgarten im Stift Seitenstetten

Unmittelbar neben dem Stift Seitenstetten befindet sich der historische Hofgarten. Diese Gartenanlage wurde im barocken Stil entworfen und bietet sich für einen erholsamen Spaziergang durch die Anlage an. Neben der Möglichkeit, manche Pflanzen käuflich zu erwerben gibt es auch einige Spezialitäten in der Gartenanlage zu bewundern.

Im Rahmen der Generalsanierung des Stiftes wurde auch der Garten adaptiert und zum Teil sehr stark erweitert. So gibt es seit 1996 einen eigenen Rosengarten und einen Kräutergarten. Außerdem wurde mit der Schule zusammengearbeitet und mit speziellen Materialien eigene Plätze gestaltet.

Hofgarten Stift Seitenstetten

Der historische Garten des Stiftes Seitenstetten ist von Ostern bis Allerheiligen geöffnet und ist auf alle Fälle eine Reise wert! Er wird auch für Fotos genutzt, wenn ein Fest stattfindet, die Erstkommunion gerade zu Ende gegangen ist oder andere Anlässe gefeiert werden. Dabei bietet der Stiftsgarten eine wunderbare Hintergrundkulisse für die Fotos ergo Familienerinnerungen.

Ritterkapelle

Im Stift Seitenstetten gibt es viele verschiedene Altare und auch Kapellen wie die Gruftkapelle, die Benediktuskapelle oder auch die Ritterkapelle. Jede hat für sich Besonderheiten, die sowohl geschichtlicher als auch architektonischer Natur sind. Beispielhaft wollen wir die Ritterkapelle nun näher vorstellen.

Ritterkapelle im Stift Seitenstetten

Die Ritterkapelle wurde in den hintersten Trakt des Stiftes Seitenstetten gebaut und weist auf den Konventhof hinaus. Der Bau datiert aus dem 12. Jahrhundert und wurde lange Zeit als Marienkapelle bezeichnet. Erst in der Barockzeit entstand der heute bekannte Name der Ritterkapelle.

Interessant ist bei der Ritterkapelle die Tatsache, dass nicht eine übliche romanische Holzdecke verwendet wurde. Stattdessen findet sich hier ein frühgotisches Gewölbe, das Schätzungen zufolge aus 1250 datiert. 1677 erfolgte die Barockisierung durch Stephan Ober und 1987 bis 1988 wurde die Ritterkapelle zur Chorkapelle umgestaltet.

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