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Stint und Formel 1

Stint: Abschnitt eines Formel 1-Rennens

Immer öfter wird im Zusammenhang mit der Formel 1 der Begriff "stint" benutzt, besonders bei den TV-Kommentaren hat sich der Begriff fest etabliert. Der Ausdruck hinterlässt aber bei vielen langjährigen Motorsportfans einiges Grübeln, was es mit dem stint auf sich haben könnte.

Stint in der Formel 1

Natürlich hat man längst erkannt, dass ein stint ein Abschnitt eines Rennens ist, zum Beispiel die Fahrt vom Start weg bis zum ersten Boxenstopp. Hatte man früher erwähnt, dass die Reifen gut halten oder ob die Reifenwahl gut gewählt war, so wird gegenwärtig oft nur noch von der Qualität des stints gesprochen, also von den Rundenzeiten in diesem bestimmten Abschnitt.

Da die Formel 1 weniger durch Überholen als durch Taktik in den Boxen besteht, ist ein stint natürlich nicht unwesentlich und dessen Planung sowieso. Vor allem die Qualität der Reifen und die Art der Rennstrecke spielen eine Rolle, denn wenn die Reifen nicht lange halten, muss man früher an die Box. Dann ist die Frage, ob nun der zweite stint ein langer oder ein kurzer wird - also ob man viele Runden mit dem neuen Reifensatz fährt oder nicht.

Das kann entscheidend sein, wenn man die richtige Taktik wählt, weil leider in der Formel 1 mehr Autos in der Box als auf der Straße überholt werden. So manch Rennen ist nur deshalb entschieden worden, weil eine Mannschaft den Boxenstopp um zwei Sekunden schneller absolvieren konnte, als die andere Mannschaft.

Stint im Rennen

Und natürlich bleibt der stint auch ein Faktor. Wenn man tolle Reifen erwischt hat, kann man schnellere Rundenzeiten fahren - dann war das ein guter stint. Kommt man nach dem Reifenwechsel aus der Box und wird durch einen langsameren Fahrer aufgehalten, den man aber trotzdem nicht überholen kann, dann taugt der stint natürlich gar nichts.

Früher wurde über den Reifensatz gesprochen, heute über den stint. Im Grunde ist damit aber das Gleiche gemeint - die Leistung zwischen zwei Boxenstopps oder zwischen dem Start und dem ersten oder dem letzten Boxenstopp und die Runden bis ins Ziel. Durch den hohen Abrieb der Reifenoberfläche gibt es bei einigen Rennen die Befürchtung, dass die Reifen nicht lange halten können. Aber man weiß erst beim Rennen selbst, wie sich dies auswirken wird. Das hängt vom Fahrzeug, seiner Einstellung und dem gewählten Reifentyp ab. Manche fahren sehr gute Zeiten mit einem Reifensatz und über 50 Runden, andere haben nach fünf Runden schon erste Probleme mit ihren Reifen.

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