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ÖVP klar voran, SPÖ hat verloren

Trotz Kritik keine Probleme für Sebastian Kurz

Der EU-Vorsitz im zweiten Halbjahr 2018 brachte wenig Neues und könnte zur scharfen Kritik an der Regierung Kurz werden, aber offenbar interessieren die innenpolitischen Themen weit mehr und das zeigt sich auch bei der Medienberichterstattung. Weiterhin bemüht sich der Bundeskanzler, die Migrationsfrage in den Mittelpunkt zu rücken und die FPÖ hat dieses Thema ohnehin immer gerne bemüht.

In der SPÖ wiederum gab es Chaos ohne Ende mit einem Rücktritt von Christian Kern zuerst aus der SPÖ-Spitze, um bei der EU-Wahl anzutreten und dann auch davon den Rücktritt. Pamela Rendi-Wagner bekam als vorgesehene Nachfolgerin jede Menge Gegenwind aus der eigenen Partei und als Oppositionspartei war die SPÖ kaum vorhanden. Im November wurde Rendi-Wagner dann aber mit überragender Zustimmung zur ersten Vorsitzenden der SPÖ, die bisher nur von Männern geführt wurde.

Was die Sonntagsfrage ergo die Wahlumfragen betrifft, gab es die letzten Mitte November, denn auch in diesem Umfeld ist nun schon etwas die weihnachtliche Ruhe eingetreten. Und dabei ging es um die Frage, ob die SPÖ zulegen oder verlieren würde, wie es den Regierungsparteien geht und ob sich etwa auch bei der Liste Pilz etwas getan hat, die auf Klubebene nun "Jetzt" heißen, als Partei aber noch "Liste Pilz" heißen.

Es gab zwei Wahlumfragen, die am 17. November 2018 veröffentlicht wurden. Eine stammte von Unique Research im Auftrag des Magazins "Profil" und dabei wurden 800 Personen befragt. Die zweite Wahlumfrage stammte von Spectra und war ein Eigenauftrag mit 1.025 Befragten Personen.

Ergebnis der Sonntagsfrage

Bei Unique Research kommt die ÖVP auf 35 %, die FPÖ liegt mit der SPÖ mit 24 % gleichauf, NEOS kommt auf 9 %, die Grünen auf 5 % und Liste Pilz auf 2 %. Bei Spectra erreicht die ÖVP 33 %, die FPÖ 26 %, die SPÖ 25 %, NEOS 6 %, Liste Pilz 5 % und die Grünen 4 %.

Fazit der Sonntagsfrage

Zusammenfassend kann man feststellen, dass die ÖVP stabil Platz eins hält und obwohl Sebastian Kurz immer deutlicher kritisiert wird, weil es außer der Migration kaum ein anderes Thema gibt und auch aus der ÖVP diesbezüglich schon mehr Stimmen zu hören sind, sitzt er ruhig und felsenfest an der Spitze und enteilt der Konkurrenz. Die FPÖ hatte zum Zeitpunkt der Wahlumfragen die SPÖ eingeholt und zum Teil überholt, kommt aber nicht mehr an die Werte, die man vor der Ära Kurz inne hatte. Damals waren 30 % durchaus in den Wahlumfragen möglich, 27 bis 28 % waren fast immer gegeben. Solche Werte sind schon lange nicht mehr erreicht worden.

Bei der SPÖ muss man wohl ein paar Monate abwarten. Dass das Hick-Hack rund um Christian Kern inklusive diverser Intrigen aus manchen Bundesländern nicht förderlich war, war abzusehen. Pamela Rendi-Wagner bekam gute Kritiken nach ihren ersten Auftritten als erste Frau an der Spitze der SPÖ, aber inwieweit sie nun eine stärkere Oppositionspolitikerin ist als ihr Vorgänger, weiß man noch nicht. Und man kann daher auch nicht abschätzen, wie dies bei der Bevölkerung ankommt.

Bei NEOS zeigt sich auch, wie unterschiedlich die Werte verlaufen können, denn 6 und 9 % sind schon sehr unterschiedliche Ergebnisse. Das gilt auch für die Liste Pilz mit 2 und 5 %, wobei die 5 % bei Spectra der Ausreißer nach oben war. Die ganzen letzten Monate gab es kaum mehr als zwei bis drei Prozent und damit keine Chance auf eine Wiederwahl in den Nationalrat, sollte nächsten Sonntag gewählt werden.

Die Grünen wiederum halten sich bei vier bis fünf Prozent und wären wahrscheinlich wieder im Nationalrat vertreten, kommen aber auch nicht vom Fleck. NEOS scheint vorerst nicht erreichbar.

Insgesamt muss man natürlich berücksichtigen, dass die Umfragen Mitte November erfolgt sind. Die Neuorientierung bei der Mindestsicherung, die auch österreichische Familien hart treffen könnte, ist hier noch nicht erfolgt und so muss man wohl die ersten Umfragen des neuen Jahres 2019 abwarten, wie sich die Zustimmung der Menschen verändern wird oder könnte.

Zahlenquelle: neuwal.com

 

[Infoplattform Wissenswertes / 4. Dezember 2018]

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