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Disziplinen im Skispringen

Immer größere Schanzen...

Der Trend im Skispringen geht zu immer größeren Schanzen bzw. wird das Material immer besser, sodass viel größere Weiten erreicht werden. Dazu kommt der V-Stil, der sich längst etabliert hat, und durch den die Weitenjagd erst so richtig möglich wurde.

Vor etwa einem Jahrzehnt gab es noch einige Bewerbe auf der Normalschanze, auf der Weiten bis etwa 100 Meter erreicht werden können. Diese gibt es jetzt fast nur mehr als Vorbereitung für die Großereignisse, ansonsten springen die Athleten von der Großschanze und auch dort springt man immer öfter 130, 140 Meter anstatt 110 - 120, wie es früher der Fall war.

Zum beliebten Bewerb wurde in der Zwischenzeit das Skifliegen. Ganz besonders im slowenischen Planica, wo der aktuelle Weitenrekord von 239 Meter aufgestellt wurde und wo fast alle Topspringer die 200 Meter-Marke überflogen haben. Vor noch nicht allzulanger Zeit war das Überfliegen dieser Marke noch eine Sensation...

Skispringen - Normalschanze

Die Normalschanze hat einen Kalkulationspunkt (K-Punkt, früher kritischer Punkt) von 90 Meter, manchmal auch 95 Meter. Bei optimalen Bedingungen können je nach Schanze bis zu 105 Meter an Weite erreicht werden. Die Normalschanze ist im Weltcup größtenteils zurückgedrängt worden und ist nur vor den Großereignissen ein Thema, weil sie als Disziplin bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft und bei den Olympischen Spielen gewertet wird.

Skispringen - Großschanze

Die Großschanze erlaubt Weiten bis zu 140 Meter oder darüber. Viele der traditionellen Großschanzen wurde modernisiert, weil durch den V-Stil der Auslauf zu kurz oder zu gefährlich geworden war. Auch das Besucherinteresse wird immer größer und die Stadien rund um die Anlage mussten erweitert werden.

Die Herausforderung auf der Großschanze besteht für die Athleten darin, möglichst weit zu springen, aber gleichzeitig auch perfekt zu landen. Während die Landung bei der Normalschanze noch eher souverän zu meistern ist, spielen die Kräfte, die auf den Springer beim Flug zur 140 Meter-Marke einwirken, schon eine wesentlich größere Rolle.

Skispringen - Skifliegen

Beim Skifliegen werden viel größere Schanzen benötigt und eingesetzt. Der Springer fährt die Schanze nicht mit 90 km/h hinunter, sondern er beschleunigt auf bis zu 120 km/h und segelt dafür auch deutlich weiter hinab. Je nach Flugschanze werden Weiten zwischen 180 und 240 Meter erreicht, wobei die größten Weiten im slowenischen Planica aufgestellt wurden. Seit der V-Stil die Skispringer-Szene durchgemischt hat, finden alljährlich in Planica richtige Weitenjagden statt. Wer "nur" 200 Meter weit fliegt, hat schon verloren, obwohl man damit vor zehn Jahren fast noch Weltrekordler gewesen wäre.

Skispringen - Mannschaftsspringen

Beim Mannschaftsspringen nehmen vier Mitglieder eines Teams teil. Sie springen wie bei jedem anderen Bewerb auch zwei Durchgänge, wobei alle acht Ergebnisse zusammenaddiert werden. Das Mannschaftsspringen ist eine sehr spannende Angelegenheit, weil der Springer nicht nur für sich, sondern für sein Team springt. Im Gegensatz zu den Einzeldisziplinen kann die Jury nach jeder Gruppe (zum Beispiel nach jedem 3. Springer aller Nationen) die Anlaufgeschwindigkeit verändern, ohne dass ein Durchgang wiederholt werden muss.

Das Mannschaftsspringen ist nicht auf eine bestimmte Schanze reduziert. Es gab schon Bewerbe auf der Normalschanze (auch bei Weltmeisterschaften), auf der Großschanze und auch auf der Flugschanze. Meistens wird das Mannschaftsspringen aber auf der Großschanze ausgetragen.

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