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Skispringen

Weltcup im Skispringen mit Skifliegen

Skispringen gibt es schon sehr lange und war jahrzehntelang von den Norwegern und teilweise von den Finnen dominiert. In manchen Saisonen der letzten Jahre scheint dies immer noch so zu sein, aber das täuscht, denn die Mitteleuropäer, vor allem die Deutschen und Österreicher, haben nachgezogen und auch die Schweizer haben gute Skispringer herausgebracht.

Große Begeisterung für das Skispringen

Die Faszination vom Skispringen geht wohl vom sehnsüchtigen Wunsch des Menschen aus, selbst fliegen zu können und in dieser Wintersportart kann man seinem Traum für wenige Augenblicke Ausdruck verleihen. Skispringen ist aber auch eine Massensportart, die zigtausende Menschen zu den Sprungstadien lockt, um beim Wetteifern, wer am weitesten springen kann, dabei zu sein. Die Masse ist dabei durch das Publikum gegeben, nicht durch die Masse der Leute, die sich daran beteiligen können. Aber das Springen ist selbst dann ein Spektakel, wenn zum fünften Mal in Folge der gleiche Athlet gewinnt, weil jeder Sprung die Menschen begeistert.

Entwicklung im Skispringen

Wie jede andere moderne Sportart hat auch das Skispringen viele Phasen durchgemacht. So sind die Skispringer lange Jahre in der Anlaufspur mit den Armen nach vorne zum Schanzentisch gefahren, später haben die Norweger als erste die Arme an der Körperseite angelegt, wie dies in der Flugbewegung auch der Fall ist.

Die dramatischste Veränderung wurde sicherlich durch den V-Stil initiiert. Der Schwede Jan Boklöv begann Ende der 1980er-Jahre mit diesem Sprungstil, bei dem er die Spitzen seiner Skier während der Flugphase weit auseinander bewegte, sodass die Stellung der Skier wie der Buchstabe V aussah - deshalb auch der Name. Wie sich rasch herausstellte, hatte Jan Boklöv damit aerodynamisch riesige Vorteile. Er wurde von den Sprungrichtern zwar mit hohen Punkteabzügen belegt, aber er sprang soviel weiter als alle anderen, dass er trotzdem den Weltcup gewinnen konnte.

Heute diskutiert niemand mehr über diesen Sprungstil, denn er ist einfach normal geworden. Mit parallel geführten Skiern könnte heute kein Skispringen mehr gewonnen werden. Eine weitere Konsequenz des V-Stils war die Tatsache, dass viele Skisprungschanzen nicht mehr zeitgemäß waren. Der V-Stil verbesserte die Weitenjagd dermaßen, dass die besten Springer bis in den Auslauf gesegelt waren und die Landung gefährlich wurde. Daher wurden im Laufe der letzten Jahre viele Stadien um- oder gleich neugebaut.

Eine weitere Veränderung des Weltcups im Skispringen ist das Faktum, dass fast nur noch auf Großschanzen gesprungen wird. Die Normalschanze, gerne auch K-90-Schanze genannt, wird eigentlich nur als Vorbereitung für Nordische Ski-Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele eingesetzt, ansonsten springt man auf den Großschanzen.

Skifliegen: die Zugabe im Skispringen

Dazu kommt die besonders beliebte Disziplin des Skifliegens. Lange Jahre war wegen der Rekordjagd mit der FIS, dem Weltverband, gestritten worden, der keine neuen Weitenrekorde mehr anerkennen wollte. Auch das ist Schnee von gestern, denn heute gibt es kaum noch starke Springer, die noch nie über der 200-Meter-Marke gelandet sind. Die meisten davon in Planica, wo der Norweger Björn Einer Romören auf sagenhafte 239 Meter landete und damit für ein paar Sekunden wirklich das Fluggefühl auskosten konnte. Mit der neuen Flugschanze in Vikersund wurde dieser Rekord sogar noch übertroffen.

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