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Schwierigkeitsgrade beim Klettern

12 Stufen der Schwierigkeiten

Das Klettern in den Bergen gestaltet sich je nach Terrain schwieriger und gefährlicher oder eben auch nicht, wenn es eine einfache Kletterstelle betrifft. Gerade Anfänger sollten sich nur auf einfachen Klettersteigen versuchen und die Angaben über die zu erwartenden Schwierigkeiten sind unbedingt zu beachten.

Womit auch schon das Problem angesprochen ist, denn wie bei so vielen Dingen gibt es auch bei der Bezeichnung des Schwierigkeitsgrades einer Kletterroute keinen einheitlichen Standard. In Mitteleuropa hält man sich zumeist an den internationalen Standard, der von der internationalen Alpinvereinigung (UIAA) erarbeitet wurde. Dieser Standard ist eine Liste mit Schwierigkeitsgraden von I (sehr leicht) bis XII (noch nicht verwendeter derzeit höchster Schwierigkeitsgrad).

Das Problem dabei ist, dass es auch eine französische Bewertungsliste gibt, in den USA hat sich eine andere Liste durchgesetzt und auch in Osteuropa kennt man andere Kriterien. Nachstehend wird auf die UIAA-Liste eingegangen. Die generelle Schwierigkeit besteht aber auch darin, dass eine Felswand nicht mit einem Lineal gezogen ist. Sie hat einfachere Stellen und sehr schwierige Stellen. Nimmt man einen Durchschnitt, so kann die Bewertung schwächer ausfallen, als sie sollte, denn entscheidend sind die schwierigeren Passagen, vor denen durch die Bewertung gewarnt werden sollte.

Liste der Schwierigkeitsgrade

I (franz. Facile = Kennzeichnung F)
Der Schwierigkeitsgrad I beschreibt sehr einfache Kletterrouten. Sie sind für Anfänger zu empfehlen. Bei diesen Routen braucht man bereits die Arme, um das Gleichgewicht halten zu können und man sollte unbedingt schwindelfrei sein. Trotzdem die Kletterei als einfach bezeichnet wird, sollten Anfänger unbedingt mit dem Seil fixiert werden.

II (franz. Peu Difficile = Kennzeichnung PD)
Hier ist die Drei-Punkt-Fixierung bereits vonnöten. Die Kletterei erreicht schon gehobenes Niveau und erfordert entsprechende Erfahrung und Grundkenntnisse.

III (franz. Assez Difficile = Kennzeichnung AD)
Ab diesem Level ist auch der Krafteinsatz gefragt. Es kommt zu besonders kniffligen Stellen, die auch für die Profis die Seilsicherung nötig machen. Bei manchen kurzen Stücken geht ohne Krafteinsatz zur Überwindung nichts mehr. Dennoch können gute Kletterer viele dieser Passagen noch ohne Seil überwinden. Ab diesem Schwierigkeitsgrad gibt es die zusätzliche Einteilung mit +/-. III+ bedeutet III mit zusätzlichen Schwierigkeiten und ist daher höher einzustufen als III.

IV (franz. Difficile = D)
Die größeren Schwierigkeiten beginnen mit diesem Schwierigkeitsgrad. Auch geübte Kletterer sind durchwegs mit dem Seil gesichert. Dennoch sind die Kletterpassagen auch für ungeübte noch überwindbar. Während bei III ab und an eine Zwischensicherung nötig wird, ist bei diesem Schwierigkeitsgrad die Zwischensicherung ständiger Begleiter auf dem Weg nach oben.

V (franz. Très Difficile = TD)
Mit Schwierigkeitsgrad V beginnen Routen, die im alpinen Gelände bereits als große Unternehmen bezeichnet werden können. Die Zwischensicherungen sind häufiger einzusetzen als bei IV und die körperlichen Grundvoraussetzungen des Kletterers müssen besser ausgebildet sein, Kraft und Ausdauer müssen ausreichend trainiert sein.

VI (franz. Extrêmement Difficile = ED)
Dieser Grad der Schwierigkeit erfordert schon zusätzliche Übung und Erfahrung. Für Nichtkletterer ist der Grad nur zu schaffen, wenn man sich besonders intensiv auf die Aufgabe vorbereitet. Im hochalpinen Gelände ist der Schwierigkeitsgrad VI an schönes Wetter gekoppelt. Bei Schlechtwetter ist dringend vom Besteigen abzuraten!

VII (franz. Abominable = ABO)
Nichtkletterer haben bei diesem Schwierigkeitsgrad keine Chance. Man muss sehr gut trainiert sein und man muss die Seiltechniken nicht nur kennen, sondern blind beherrschen können, um sich hier zurechtfinden zu können.

VIII
Ab VIII geht es in die Extreme. Selbst Kletterprofis müssen sich gewissenhaft vorbereiten, bevor sie diesen Schwierigkeitsgrad in Angriff nehmen können. Regelmäßiges Training solch schwieriger Passagen ist absolut erforderlich, um keine Überraschungen zu erleben.

IX
Die Steigerung von VIII ist der Schwierigkeitsgrad IX, der nur von wenigen gemeistert werden kann. Er setzt intensivstes Training auf diesem hohen Niveau voraus.

X
Nur die absoluten Profis schaffen es, diesen Schwierigkeitsgrad überwinden zu können.

XI
Bis dato schwierigster Grad, den Kletterer erreicht und überwunden haben. Er bleibt einigen wenigen Profikletterern vorbehalten.

XII
Noch nicht anerkannter Schwierigkeitsgrad, für den es aber schon Ansuchen für Kletterstrecken gibt.

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