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Hauptfeld beim Straßenrennen

Hauptfeld: Hauptgruppe beim Radrennen

In einem Straßenrennen, egal ob bei einem Etappenrennen oder einer Eintagesveranstaltung, gibt es in der Regel das Hauptfeld und die Fluchtgruppe. Das Hauptfeld ist dabei die Gruppe jener Fahrer, die nicht versuchen, vor dem Feld ins Ziel zu kommen, sondern gemeinsame Sachen machen - aus den unterschiedlichsten Motivationen heraus.

Hauptfeld im Straßenrennen

Vor dem Hauptfeld sind jene Fahrer zu finden, die diesem Feld entfliehen wollen. In früheren Jahren bis zu den 1980er-Jahre war dies leichter erfolgversprechend, weil es noch keinen Funk gab. Wohl konnten die Teamleiter ihren Fahrern mitteilen, wie weit die Ausreißer entfernt sind, aber heute mit dem Funk ist dies in Sekundenschnelle geschehen. Aber auch ohne Funk gibt es eine gute Kommunikation.

Ausreißer kann ein einzelner Fahrer sein, was aber kaum erfolgreich sein wird oder auch eine Gruppe. Manchmal finden sich bis zu 20 Fahrer in einer Fluchtgruppe, aber das ist ungewöhnlich. Typischer ist eine Fluchtgruppe, die aus zwei bis acht Fahrer besteht und die schneller Fahren als das Feld, um einen großen Vorsprung herauszufahren. Im Hauptfeld wird nicht künstlich langsamer gefahren, aber man hat Zeit, denn die Attacken aus dem Feld erfolgen meist gleich zu Beginn des Rennens.

Das Hauptfeld ist damit eine beeindruckende Ansammlung von Fahrern, die aus 150 oder mehr Leuten besteht und die achten muss, keine Unfälle zu bauen. Fällt ein Fahrer, dann reisst er andere mit und es kommt zum Massensturz. Daher ist auch im Fahren im Windschatten hinter den ersten Leuten im Feld Konzentration gefragt, um diese Probleme zu vermeiden.

Renntaktik im Hauptfeld

Je näher es zum Ziel kommt, desto schneller wird im Feld gefahren, weil die Mannschaften einen Erfolg feiern wollen. In ihren Reihen gibt es die Sprintstars, die durch ihre Mannschaftskollegen und deren Arbeit an der Spitze des Hauptfeldes schneller herangeführt werden, damit sie die Chance auf den Etappensieg oder Rennsieg feiern können.

Im Hauptfeld finden sich auch bei Etappenrennen jene Favoriten, die kraftsparend von A nach B gelangen wollen. Sie warten auf die Berge oder das Zeitfahren, um die Konkurrenten zu schlagen, aber auf der Ebene verstecken sie sich förmlich im Hauptfeld, um im Windschatten ohne Aufwand mitzurollen. Dass das nicht kraftlos geht, ist klar, wenn man weiß, dass auch im Hauptfeld oft bis zu 45 km/h schnell gefahren wird.

Eine andere Situation ist bei einer Bergetappe oder einem Eintagesrennen mit vielen Anstiegen zu erleben. Dort gibt es ein Ausscheidungsrennen. Während im flachen Rennen das Hauptfeld fast komplett das Ziel erreicht, wird bei der Bergetappe jeder Berg und Anstieg zügig angegangen, was bedeutet, dass die schweren Sprinter bald nicht mehr folgen können und ein Gruppetto bilden. Das ist eine Gruppe, die langsamer aber kontrolliert dem Ziel entgegenstrebt.

Die Favoriten befinden sich in den vorderen Positionen des Hauptfeldes, das immer kleiner wird, je mehr Anstiege gefahren werden und am Ende gibt es vielleicht noch eine Bergankunft und dann wird scharf gefahren, um Zeit gut zu machen. Manchmal gibt es aber auch eine finale Abfahrt, die nochmals für Spannung sorgt. Ein Hauptfeld ist in so einer Etappe aber kaum mehr gegeben, weil es meist nur eine Gruppe von zehn bis zwanzig Leute ist und man spricht eher vom Favoritenfeld.

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