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BIP oder Bruttoinlandsprodukt

Messlatte für die Wirtschaftsentwicklung

Die Abkürzung BIP findet sich in vielen politischen Diskussionen, Artikel und in noch mehr wirtschaftsorientierten Analysen. Die Abkürzung BIP steht dabei für das Bruttoinlandsprodukt und stellt die wichtigste Größe der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung dar.

Definition BIP oder Bruttoinlandsprodukt

Einfach ausgedrückt ist das Bruttoinlandsprodukt die Summe des Geldwertes aller Waren und Dienstleistungen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes in einem Land. Normalerweise wird als Zeitraum ein Jahr gewählt und so ist das BIP für Österreich beispielsweise für das Jahr 2007 jener Wert, der durch die Summe des Geldwertes aller Produkte und Dienstleistungen erzielt wird. Wesentlich dabei ist, dass es egal ist, ob die Produkte und Dienstleistungen von inländischen oder ausländischen Menschen erstellt und/oder geleistet wurden.

Warum ist das BIP jetzt so wichtig? Mit dem Wert des BIP kann man vergleichen, wie sich der Wert zu den letzten Jahren und konkret zum letzten Jahr verändert hat und man kann daran ablesen, in welchem Zustand sich die Wirtschaft befindet. Steigt der Wert, so ist die Wirtschaft gewachsen, sinkt der Wert, so ist die Wirtschaft zurückgegangen.

BIP und Konsequenzen für die Wirtschaftspolitik

Von diesen Aussagen lässt sich ableiten, wie die wirtschaftliche Entwicklung fortschreitet und welche Prognosen für den Arbeitsmarkt zulässig sind. Bei sinkendem Bruttoinlandsprodukt gerät der Arbeitsmarkt unter Druck, bei steigenden Werten wird hingegen der Arbeitsmarkt stärker unterstützt und das Finden eines neuen Arbeitsplatzes erleichtert.

Damit ist das BIP auch für die Tagespolitik relevant, weil die Wirtschaftspolitik der Regierung auf dem Prüfstand steht. Wenn das BIP eine gute Entwicklung zeigt, lobt sich die Regierung für die tolle Wirtschaftspolitik, geht es dem BIP hingegen nicht so gut, wird die Kritik der Opposition sehr laut werden, weil mehr Wirtschaftsförderungen gefragt sind, um den Unternehmen zu helfen. Der perfekte Zustand ist eine immer wachsende Volkswirtschaft ergo ein anwachsender Wert beim BIP. Aber selbst die Verfechter dieser Ansicht haben schon erkennen müssen, dass das schwierig wird, dauerhaft Wachstum zu schaffen.

Trotzdem ist dieses Ziel weit verbreitet. Bedenkt man aber, dass die armen Länder aufholen und dann im eigenen Land mehr produzieren oder auch schon weniger Bedarf an Produkte vom Ausland haben und das in allen Ländern der Fall sein könnte, wird das Wachstum kaum ansteigen können.

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