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Liste Peter Pilz

Personen sind das Programm

Peter Pilz ist bekannt als ein langjähriges Aushängeschild der Grünen, aber auch als ein streitbarer Kollege innerhalb der grünen Partei. Die basisdemokratischen Mechanismen etwa bei der Zusammenstellung der Listen für die Nationalratswahl war bei den Grünen immer wieder umstritten und wurde nach den Kampfabstimmungen 2017 noch kontroverser diskutiert, denn Peter Pilz wünschte sich den Platz vier in der Liste, den er aber nicht erhielt. Man bot ihm den sechsten Platz an, den er ablehnte.

Es kam zum Bruch und viele Menschen wandten sich an Peter Pilz, der als Aufdecker und aktives Mitglied bei Untersuchungsausschüssen viel Vertrauen aufbauen konnte. Das bestärkte ihn, eine eigene Liste zu gründen, was ursprünglich nicht sein Ziel war. Tatsächlich kam es zur Liste Peter Pilz, die meist als Liste Pilz abgekürzt genannt wird.

Themen der Liste Peter Pilz

Üblicherweise gibt es ein Parteiprogramm und darin sind die wesentlichen Themen festgesetzt und somit auch die Schwerpunkte der politischen Arbeit. Bei der Liste Pilz ging man einen anderen Weg und wählte jene Methode, dass die handelnden Personen das Programm vorgeben. Peter Pilz selbst machte kein Geheimnis daraus, dass der Kampf gegen Korruption und die Untersuchungsausschüsse im Parlament seine Herzensangelegenheit ist, war und sein wird.

Peter Kolba trat der Liste bei und war bekannt als Konsumentenschützer und Jurist, womit seine Schwerpunkte auch festgelegt waren und so gab es verschiedene Persönlichkeiten, die sich angeschlossen haben. Darunter waren Leute wie Daniel Holzer-Vogtenhuber (Ex-SPÖ), Bruno Rossmann (auch Ex-SPÖ), die Unternehmerin Cox oder der Jurist Noll. Jeder hatte einen anderen Zugang und andere Themen, die in der Liste Pilz zum Schwerpunkt durch die eigene Tätigkeit wurden.

Entwicklung der Liste Pilz

Die Liste Pilz hatte viel Aufmerksamkeit auf sich vereinen können und trotz der schwierigen Ausgangslage mit dem Großkampf von SPÖ, ÖVP und FPÖ sowie dem Thema Flüchtlingskrise konnte man punkten. Üblicherweise gehen solche emotionalen Wahlkämpfe immer auf Kosten der kleineren und sachlich argumentierenden Parteien, wie es die Grünen immer wieder erleben mussten. Die Liste Peter Pilz konnte aber sich aber bei der Nationalratswahl 2017 durchsetzen und sieben Mandatare in den Nationalrat bringen. Im Gegensatz dazu mussten die Grünen den Nationalrat verlassen, weil sie an der 4%-Marke gescheitert waren - was man vor allem auch der Konkurrenz durch die Liste Pilz zuschrieb, aber die Grünen hatten auch andere Fehler gemacht und Probleme innerhalb der Partei.

Doch nach dem Einzug in den Nationalrat kam Sand ins Getriebe, weil es Peter Pilz sich dem Vorwurf sexueller Belästigung gegenüber sah. Deshalb nahm er sein sicher geglaubtes Mandat nicht an und war auch nicht der erwartete Vorsitzende der Liste. Erst im Mai 2018 wurde er mangels Beweise vom Gericht freigesprochen.

Da man gerade wegen seiner Person die Liste Pilz gewählt hatte, war die Enttäuschung unter den Wählerinnen und Wählern groß, zumal es chaotische Zustände mit verschiedenen handelnden Personen gab. Ruhe kam erst im Laufe des Jahres 2018 zustande, nachdem Peter Pilz freigesprochen wurde. Er agierte weiterhin aktiv bei den Untersuchungsausschüssen, doch den Vorsitz hat er Maria Stern überlassen. Er ist Stellvertreter, der Klub wird von Bruno Rossmann und Wolfgang Zinggl geführt.

Durch die Vorwürfe und auch personelle Diskussionen innerhalb der Liste Pilz, die an die Streitereien beim Team Stronach erinnert hatten, verlor die neue Partei schnell an Ansehen und fiel in der Gunst laut Umfragen weit zurück. Das Ziel musste es also sein, wieder ruhige Parlamentsarbeit zu leisten, um die Menschen von den Themen und politischen Ansätzen zu überzeugen.

Das Ziel war aber nicht gelungen und man war klar an der Hürde von 4 % gescheitert, womit es sein kann, dass sich die Partei auch schon wieder erledigt hat.

Parteiinformationen

Weitere Informationen über die Liste Pilz mit politischen Aussagen, Schwerpunkte sowie Veranstaltungen und Pressemitteilungen finden Sie unter der nachstehenden Internetseite.

http://www.listepilz.at/

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