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Papst der Römisch-Katholischen Kirche

Kirchenoberhaupt

Der im Vatikan residierende Papst ist das Kirchenoberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche. Der Titel Papst ist dem griechischen Wort pappas entnommen, das übersetzt Vater heißt, im Lateinischen gibt es dafür die Bezeichnung papa, das ebenfalls Vater bedeutet.

Papst im Vatikan

Der Papst ist als Monarch im Vatikan mitten im italienischen Festland die absolute Gesetzgebung der Römisch-Katholischen Kirche. Der Vatikan ist dabei selbst ein Staat, der durch den Papst nach außen vertreten wird. Im Vatikan regiert der Papst zusammen mit den Führungspersönlichkeiten und den Verwaltungsbeamten der Römisch-Katholischen Kirche, die zusammenfassend als Kurie bezeichnet werden.

Umstritten ist die ursprüngliche Entwicklung des Papstes. So gilt der Papst in einigen Kirchenkreisen als Nachfolger des Apostels Petrus, der im Jahr 67 in Rom als Märtyrer starb. Dieser Ansicht können sich viele Historiker nicht anschließen, dennoch hat sich diese Theorie auf sehr breiter Basis durchgesetzt.

Fakt ist, dass im 4. Jahrhundert erstmals vom Papa, also vom Papst Überlieferungen bestehen. Diese begründen sich auf Bischof Siricius von Rom, der von 385 bis 399 nach Christus diese Position inne hatte. Die nachfolgende Entwicklung des Papstes war eine durchaus wechselvolle, weil die Kirche und die Politik oft eine enge Einheit gebildet haben. So gab es im Mittelalter auch eine Zeit mit zwei Päpste, weil man sich auf einen Papst nicht einigen konnte. Das hatte zum Teil seine Gründe in der umstrittenen Papstwahl, zum anderen waren politische Motivationen der damaligen Herrscher Gründe für die Aufstellung eines Gegenpapstes.

Seit dem Jahr 1871 regiert der Papst vom Apostolischen Palast des Vatikan aus. Als Kathedralkirche dient dem Papst die Lateranbasilika. Der Vatikan wird von sehr vielen gläubigen Menschen aufgesucht, die Nähe zum Papst suchen und ihrem Glauben Ausdruck verleihen wollen. Das wohl intensivste Moment des Vatikans in seiner Geschichte war nach dem Ableben von Papst Johannes Paul II. gegeben, als Millionen Pilger sich persönlich vom Papst verabschieden kamen und kilometerlange Warteschlangen entstanden waren.

Der Papst wird in einem Konklave gewählt. Bei diesem Verfahren werden alle stimmberechtigten Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle des Vatikans zusammengeführt und sie sperren sich in einem Raum ein, um nicht durch die Außenwelt beeinflusst zu werden. Dann stimmen sie über den neuen Papst ab. Am ersten Tag der Konklave wird einmal abgestimmt, an den folgenden Tagen zweimal am Vormittag und zweimal am Nachmittag.

Jeder Teilnehmer der Konklave schreibt auf seinen Zettel seinen Favoriten und gibt diesen in die Urne. Wahlhelfer prüfen die abgegebenen Stimmen und summieren die Zahlen. Ist eine Zweidrittel-Mehrheit erreicht, wurde der nächste Papst bestimmt. Die Medien und Menschen in aller Welt verfolgen diesen Abstimmungsprozess von außen mit großem Interesse. Nach einem Wahlgang wird ein Rauch sichtbar, der schwarz ist, wenn man sich auf keinen Kandidaten einigen konnte und weiß ist, wenn ein neuer Papst gefunden werden konnte.

Am 19. April 2005 wurde der amtierende Papst Benedikt XVI durch ein Konklave recht rasch ermittelt, nachdem Papst Johannes Paul II. verstorben war. Er trat aber zurück und das war die größere Überraschung, weil ein neuer Papst fast durchwegs nach dem Ableben des bisherigen Papstes bestimmt wurde.

Übersicht der Unterseiten

Päpste seit 1800

Überblick und die Liste der Päpste der Römisch-Katholischen Kirche seit dem Jahr 1800.

Päpste 1503-1799

Liste über die Päpste in der Zeit von 1503 bis 1799 als historische Liste der Kirchenoberhäupter jener Zeit.

Soziale Medien

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