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ÖVP - Österreichische Volkspartei

Konservative Wirtschaftspartei

Die ÖVP, die österreichische Volkspartei, wurde 1945 gegründet. Vorläuferparteien wie die Christlichsoziale Partei, die bis zum Zweiten Weltkrieg ihre politische Arbeit verrichtet hatte, haben wohl einige Basisgedanken mit der ÖVP geteilt, aber die ÖVP wandte sich in ihrer Gründung vom politischen Katholizismus ab.

Themen der ÖVP

Während die SPÖ den Gewerkschaften und der Arbeiterschaft nahe steht und -stand, hat die ÖVP ein Naheverhältnis mit vielen Verbänden, die zum Zeitpunkt der Parteigründung ebenfalls entstanden waren. Dazu zählen beispielsweise der Bauernbund ebenso wie der Wirtschaftsbund oder der Arbeiter- und Angestelltenbund (ÖAAB).

Die Österreichische Volkspartei wird auch als die schwarze Partei bezeichnet, weil schwarz das Logo dominiert. Sie gilt als Wirtschaftspartei und vertritt häufig vor allem die wirtschaftlichen Interessen. Dem gegenüber stehen aber auch Interessen der Arbeiterschaft, auch wenn die Arbeiterpartei eigentlich die SPÖ vom Image her ist. Die verschiedenen Interessen innerhalb der ÖVP und ihrer Bünde ist auch eine der Herausforderungen der Partei.

Entwicklung der ÖVP

Die ÖVP war zusammen mit der SPÖ nach dem Zweiten Weltkrieg die Großpartei und wenn die SPÖ nicht stimmenstärkste Partei war, dann war es die ÖVP. Allerdings war die ÖVP nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgreicher, dann folgte die Ära Kreisky und die ÖVP fand sich in der Opposition wieder. Diese Rolle wurde mehrfach eingenommen, mit Dr. Wolfgang Schüssel gelang aber ein großer Erfolg, wenngleich er umstritten war, da man die rechtspopulistische FPÖ in die Regierung brachte.

So wie der Hauptkonkurrent SPÖ hat auch die ÖVP das Problem, dass es praktisch keine Großparteien mehr gibt. Die Zustimmung sinkt immer weiter, man erreicht kaum mehr 30 %, im Fall der ÖVP sind es gar 25 % geworden und das Bestreben nach einer größeren Zustimmung scheint schwierig. Dazu sind widersprüchliche Interessen immer wieder ein Problem, weil viele Landeshauptleute aus der ÖVP stammen und ihre lokalen Interessen haben, die Bauern haben ihre Themen, die Wirtschaftskammer und der Wirtschaftsband wiederum andere und der ÖAAB sowieso. Diese Interessen unter einen Hut zu bringen, ist eine große Herausforderung und daher gibt es in der ÖVP auch weit mehr Wechsel an der Parteispitze als beim Konkurrenten.

Liste Sebastian Kurz - die neue Volkspartei

Im Mai 2017 schmiss Reinhold Mitterlehner als Obmann der ÖVP hin und Sebastian Kurz wurde der neue geschäftsführende Obmann. Mit Mitterlehner hatte die ÖVP binnen eines Jahrzehnts vier Parteiobmänner verbraucht und deshalb forderte Kurz deutliche Veränderungen, ohne die er den Auftrag nicht übernimmt. Diese wurde ihm zugesichert, zum Beispiel ein Zugriffsrecht auf die Parteilisten, ein Reißschlusssystem für mehr Frauen in der ÖVP in den Wahllisten und vor allem das Recht, als eigene Liste antreten zu können, Experten ohne Parteibuch inklusive.

Diese Veränderungen, die zu der "Liste Sebastian Kurz - die neue Volkspartei" geführt haben, wurden widersprüchlich kommentiert. Doch Kurz erhoffte sich damit viel Erfolg bei der nächsten Wahl und ein schärferes Profil in der Wahlbewegung, sowie mehr Zustimmung bei den ehemaligen ÖVP-Wählerinnen und -Wähler. Und seine Rechnung ging auf, denn er gewann die Nationalratswahl 2017 deutlich und konnte mit der FPÖ eine Koalition bilden - die wieder umstritten war, aber eine deutliche Mehrheit im Parlament hinter sich wusste.

Parteiinformationen

Weitere Informationen über die ÖVP, ihr aktuelles Parteiprogramm sowie Veranstaltungen und Pressemitteilungen finden Sie unter der nachstehenden Internetseite.

https://www.oevp.at

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