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Ölpreis 2017

Förderreduktion und die Hoffnung auf mehr Einnahmen

Ölpreis 2017Obwohl das Bemühen groß ist, die Abhängigkeit vom Erdöl abzubauen und das Wetter ergo auch das Weltklima zu stabilisieren, ist der Rohstoff Erdöl oder auch Rohöl weiterhin ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Benzin und Diesel sowie Heizöl sind jene Produkte, weshalb noch immer sehr viele Menschen vom Erdöl unmittelbar abhängig sind, ergo gibt es dabei große Einnahmen für die Förderländer - auch wenn das 2016 nicht wirklich der Fall war.

Fast 100 Supertanker voll mit Rohöl werden täglich (!) benötigt, um den Bedarf abzudecken, der weltweit entsteht und daran kann man erkennen, wie wichtig der Rohstoff Erdöl weiterhin ist ergo auch, welche Bedeutung dem Ölpreis zukommt.

Ölpreis 2017: Inhalt

 

Ölpreis 2017: die Ausgangslage

Auch während der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise blieb der Ölpreis sehr hoch und es gab kaum Werte unter 100 US-Dollar pro Barrel (=Fass =159 Liter). Umso erstaunlicher war es, dass aufgrund wirtschaftspolitischer Hintergründe der Ölpreis zu Beginn des Jahres 2016 unter 30 US-Dollar fiel, ein Wert, den man als nicht mehr realistisch einstufen musste.

Im Laufe des Jahres erhöhte sich zwar der Wert, aber über 50 US-Dollar kam man nicht und so entschieden sich die OPEC-Mitgliedsstaaten und auch die Nicht-OPEC-Förderländer per Dezember, dass ab Jänner 2017 die Ölförderung reduziert werden sollte und zwar um zwei Millionen Barrel, um das Überangebot am Ölmarkt zu reduzieren und die Einnahmen zu erhöhen. Allerdings muss dafür auch die Weltwirtschaft passen, damit die Nachfrage steigt.

 

Ölpreis Prognose 2017

Es war schon erstaunlich, dass alle OPEC-Länder und die Nicht-OPEC-Staaten zusammen einen Beschluss zusammengebracht hatten, denn viele Förderländer haben miteinander ein Problem wie die Saudis mit dem Iran. Der Iran hatte lange nicht mitspielen dürfen, weil es politische Sanktionen gab und wollte mehr Öl am Markt verkaufen, stimmte aber auch zu. Die Erwartung war also, dass der Ölpreis deutlich ansteigen würde und prompt nach der Vereinbarung im Dezember 2016 ging der Preis pro Fass auch auf 55 bis 56 US-Dollar hinauf.

Die Frage war, ob sich alle Förderländer an die Reduktion halten und wie sich die Weltwirtschaft entwickelt. Eine Erhöhung des Ölpreises auf 70 US-Dollar wäre sehr wünschenswert - für die Anbieter. An der Tankstelle kann man eine Erhöhung der Kosten hingegen weniger brauchen. Der Beschluss vom Dezember sollte aber schon eine sichere Grundlage sein, dass es zu einer weiteren Erhöhung beim Börsenkurs kommt, zumal in den USA und nun auch in Europa die Wirtschaft anzieht.

 

Seitwärtsbewegung beim Ölpreis

Das Jahr 2017 begann dann aber etwas anders, als es von den Förderländern gewünscht wurde. Denn es gab im Jänner und auch im Februar 2017 einen Ölpreis von stabil 55 bis 57 US-Dollar pro Fass und damit eine Seitwärtsbewegung, weil einerseits zwar das Angebot leicht reduziert wurde, aber andererseits die Nachfrage auch nicht so groß war, dass ein teurerer Preis gestützt werden könnte.

Medial war im Dezember von einem enorm starken Preisanstieg geschrieben worden und manche haben auch Anfang 2017 bekundet, um wie viel teurer das Tanken und Heizen wurde - aber ein Jahr davor war der Ölpreis auf rekordniedrigem Niveau und der Vergleich ist dann natürlich problematisch. Tatsache ist, dass der Jahresbeginn 2017 in keinster Weise einen weiteren Anstieg gezeigt hat. Erreichte er 57 oder kurzfristig 58 US-Dollar, fiel der Preis für das Rohöl prompt auf 55 Dollar und umgekehrt.

 

USA und Ölproduktion

Mit ein Grund, warum der Ölpreis nicht weiter angestiegen ist, ist die fleißige Ölproduktion in den USA. Das wurde im März 2017 offenbar, als ein neuer Produktionshöchststand mit der Fracking-Methode als Unterstützung bekannt wurde. Die Öllager sind voll, die Nachfrage bricht daher fast schon zusammen und die Folge war, dass der Ölpreis auf 51 US-Dollar pro Fass gesunken ist.

Das heißt, es gibt weiterhin ein Überangebot am Markt und der OPEC-Beschluss geht ins Leere, weil der Ölpreis nun ein Niveau von Oktober 2016 hat, als der Beschluss für die Förderreduktion noch gar nicht sicher war. Damit ist die Sorge wegen eines teuren Tankens vorerst vom Tisch, aber natürlich kann sich im Laufe des Jahres der Ölpreis wieder steigern. Das erste Quartal war jedenfalls an der Tankstelle weit günstiger als es von den Medien im Dezember nach dem Beschluss erwartet worden war.

Und tatsächlich scheint das Problem der OPEC vor allem das im Hinblick auf die Umwelt umstrittene Frackingverfahren zu sein, denn damit gibt es Konkurrenz, die die Saudis vom Markt blasen wollten. Deshalb haben sie lange nicht beim Ölpreis gegengesteuert, um für eine Pleite der US-Frackingölanbieter zu sorgen. Das hat aber offensichtlich nicht geklappt.

 

US-Angriff stützt Ölpreis

Völlig überraschend gab es durch die US-Streitkräfte in Syrien einen Luftangriff mit Tomahawks-Raketen als Folge des Giftgasangriffs durch das Assad-Regime. Zumindest steht es für die US-Regierung fest, dass das Regime den Giftgasangriff durchgeführt hat und nun will man aktiver in Syrien tätig werden. Prompt reagiert der Ölpreis, der Ende März nur noch bei 51 US-Dollar pro Fass lag, und stieg schon vor dem Angriff auf 53 US-Dollar, nach dem Angriff beschleunigte sich die Reaktion und das Fass Rohöl kostet basierend auf der Marke Brent fast 56 US-Dollar.

Nach längerem reagierte damit der Ölmarkt ergo der Ölpreis an der Börse auf eine militärische Aktion und es ist nicht untypisch, dass die USA dabei die Hauptrolle spielen. Trotzdem liegt der Ölpreis im Jahresverlauf um 2,5 % unter dem Anfangswert. Aber man weiß überhaupt nicht, wie es in Syrien weitergeht. Die Russen spielen den Platzhirschen und können einen Mitbewerber nicht brauchen, Assad hat damit auch mehr Probleme und ob die USA nun weiterspielen oder ob sie nur kurz sich bemerkbar gemacht haben, weiß überhaupt niemand. Da mit Donald Trump ein offensichtlich unberechenbarer US-Präsident im Amt ist, sind Überraschungen wie dieser Raketenangriff durchaus weiterhin möglich. Und das macht es auch für Russland schwer zu planen, nachdem die USA sich die ganze Zeit aus dem Syrienkonflikt herausgehalten hatten.

Für den Ölmarkt heißt dass, dass mehr Unsicherheit gegeben ist und hier wird eher auf die politische Entwicklung eingegangen als auf die tatsächlichen Marktparameter. Weitere Aufs und Abs sind in den nächsten Tagen daher durchaus denkbar.

 

Ölpreis Ende April 2017: Ölpreis niedrig, Lagerstand hoch

Mit der Förderreduktion ab Jänner 2017 sollte eigentlich der Ölpreis in höhere Bereiche vordringen und das günstige Erdöl unterbunden werden, aber das funktioniert nicht so recht, wie die ersten vier Monate des Jahres 2017 zeigen. Zwar steigt der Ölpreis immer wieder einmal in Richtung 55 bis 57 US-Dollar, aber dann fällt er auch gleich wieder. Als im April die US-Streitkräfte ihre Superbombe auf die IS abgefeuert hatten und in Syrien aktiv wurden, war die politische Krise noch konkreter und solches fördert traditionell den Ölpreis. Mehr als 56 US-Dollar waren aber auch dann nicht möglich.

Und unmittelbar danach ging es wieder nach unten. Per Ende April 2017 sieht man sich einem Ölpreis um die 52 US-Dollar pro Barrel (Fass, 159 Liter) gegenüber und damit unter dem Niveau vom Dezember 2016 und mit einem Minus von über sieben Prozent im Jahresverlauf.

Der Grund ist simpel der, dass die Lager in den Industrienationen voll sind und damit ist das Angebot höher als die Nachfrage. Und außerdem produzieren die US-Förderer weiter fleißig Erdöl, was die OPEC vor große Probleme stellt: einerseits müsste man der Logik nach die Förderreduktion verlängern, um Stabilität zu erreichen, aber andererseits spielt das den US-Anbietern als Konkurrenten in die Hände, die noch mehr Marktanteile gewinnen würden. Und genau das wollten zum Beispiel die Saudis verhindern, indem sie lange zugesehen haben, wie der Ölpreis in den Keller rauschte. Die Idee war, dass man damit die Wirtschaftlichkeit der US-Fracking-Fraktion ad absurdum führt und sie vom Markt bläst.

Wie sich nun zeigt, sind die aber immer noch am Markt und produzieren fleißig weiter. Seit geraumer Zeit kann man daher die Hilflosigkeit der OPEC-Staaten erkennen und was Russland nun plant, weiß man auch nicht. Ob Russland nämlich einer Verlängerung der Ölreduktion zustimmt, ist keineswegs gesichert. Ergo wird es wohl noch länger einen recht günstigen Ölpreis geben, was sich auch positiv auf der Tankstelle auswirken wird. Die Sorge vom Dezember 2016, wonach der Ölpreis jetzt durch die Decke gehen würde, ist aktuell vom Tisch.

 

Ölpreis Anfang Mai unter 50 US-Dollar

Nein, diese Richtung sollte mit der Förderreduktion ab Jänner 2017 nicht eingeschlagen werden. Der Ölpreis hat basierend auf der Nordseesorte Brent von 56 US-Dollar pro Barrel (Fass, 159 Liter) sich auf unter 48 US-Dollar reduziert und ist damit so niedrig wie zuletzt im November 2016. Auf Jahressicht hat der Kurs beim Ölpreis um fast 16 Prozent nachgegeben.

Der Grund für diesen deutlichen Rückgang der letzten Wochen liegt nach wie vor in der Tatsache, dass in den USA weit mehr Öl gefördert wird, als für den Markt gut ist. Das Überangebot ist daher weiterhin gegeben und so fällt naturgemäß der Preis, weil die Nachfrage trotz nun guter Wirtschaftswerte in Europa nicht stark genug ist, um den Preis stützen zu können. Damit verläuft der Kurs ganz anders, als es im Dezember noch befürchtet wurde. Man freut sich an der Tankstelle, es freuen sich die Haushalte, die mit Heizöl für Wärme sorgen, nur die OPEC-Staaten und ihre Partner wie auch Russland verdienen weit weniger Geld als erhofft.

Eine weitere Reduktion der Fördermenge erscheint wenig sinnvoll, wenn in den USA fleißig Erdöl produziert wird. Die OPEC scheint aber auch weiterhin keinen Plan zu haben, wie sie dagegen vorgehen soll und für manche, vor allem kleinere Förderländer, wird das wirtschaftlich immer problematischer.

 

Juni: Ölpreis bleibt moderat

Das Fass Rohöl wurde im Laufe des Mai 2017 zwar wieder etwas teurer und kostete über 54 US-Dollar, aber das war auch nur eine Momentaufnahme, denn zum Monatsende hin sank der Ölpreis schon wieder auf die Marke um 50 Dollar und in der ersten Juniwoche wurde dieser Trend bestätigt und sank sogar leicht unter 50 US-Dollar pro Fass.

Dabei gibt es einige politische Nachrichten, die früher den Ölpreis sofort in die Höhe getrieben hätten. Die Aufkündigung des Klimaabkommens von Paris durch US-Präsident Donald Trump ist eine dieser Meldungen, die natürlich für die Energieversorgung und den Umgang mit den Energieformen eine Rolle spielt, die Auseinandersetzungen der arabischen Welt mit Katar ist eine weitere. Katar wird unterstellt, die Terroristen zu unterstützen, was man aber Saudi-Arabien auch vorwerfen könnte.

Beides hat aber ironischerweise zu einem Absinken des Ölpreises geführt. Das liegt auch und vor allem daran, dass das Überangebot am Ölmarkt erhalten bleibt. In den USA wird weiter munter Schieferöl gewonnen und Länder wie Libyen halten sich auch an keine Begrenzungen, womit trotz besserer Wirtschaftsdaten die Nachfrage kaum nachkommt, das Angebot auszugleichen. Ergo ist der Preis weiterhin weit davon entfernt, stark anzusteigen und man wird wohl auch in den nächsten Wochen und Monaten mit diesem Niveau rechnen können.

 

Preis pro Barrel Rohöl fällt auf 44 US-Dollar

Der Wunsch der Öllieferländer nach stabiler Erhöhung des Ölpreises durch die Förderreduktion ab Jänner 2017 hatte schon in den letzten Monaten nicht wirklich geklappt und dieser Trend setzt sich im Juni 2017 auf dynamische Art und Weise sogar noch weiter fort. Schon zu Beginn des Juni gab es einen Rückgang unter die Marke von 50 US-Dollar pro Fass und in der Zwischenzeit fiel der Kurs sogar noch deutlich weiter, nämlich auf 44 US-Dollar.

Das bedeutet, dass der Ölpreis knapp vor Monatsende unter dem Niveau liegt, das vor dem Beschluss der Förderkürzung Bestand gehabt hatte. Bezogen auf das laufende Jahr gab es ein Minus von fast 21 % beim Börsenwert und der Hintergrund dieser Entwicklung ist schlichtweg die Tatsache, dass man den Glauben an eine Stabilisierung am Ölmarkt verloren hat. Die USA fördern weiterhin fleißig Rohöl, die weltweite Nachfrage nach Erdöl ist geringer als das Angebot und so geht auch das Vertrauen verloren, dass die Reduktion eine Stabilisierung und auch eine Erhöhung des Preisniveaus erreichen könnte. Zudem gibt es einige Länder wie Libyen, bei denen unklar ist, wie sie sich weiter verhalten werden - fördern sie mehr oder weniger Rohöl.

 

Ölpreis klettert auf 51 Dollar

Das Ende des Juli 2017 ist aus Sicht der Börsen ein außergewöhnliches, wenn man sich die Währungen anschaut. Denn der Euro hat den stärksten Rückenwind seit Jahren zur Verfügung und damit konnte der EUR/USD-Kurs auf 1,17 und der EUR/CHF-Kurs auf 1,13 gehoben werden, die höchsten Werte seit Anfang 2015. Was den Dollar betrifft, so zeigt der Greenback große Formkrisen und die innenpolitischen Chaostage gehen weiter, was die Situation verschärft, während die Wirtschaft in Europa richtig Gas gibt.

Da das Erdöl in US-Dollar abgerechnet wird, hat das natürlich auch Folgen für den Ölpreis. Jener, der im Juni 2017 auf 44 US-Dollar gesunken war, hat die Kurve gekriegt und stieg im Juli Stück für Stück an, um in der letzten Juliwoche die 51 US-Dollar zu erreichen. Das ist der höchste Wert seit dem Mai, aber trotzdem gibt es noch ein Minus von etwa neun Prozent gegenüber dem Jahresbeginn. Gefördert wurde die Verteuerung des Rohöls durch gesunkene Zahlen in den US-Öllagern, das spielt aber nur eine untergeordnete Rolle. Ein Trend, wohin die Reise gehen wird, ist damit aber nicht erreicht, weil man schon zu Jahresbeginn meinte, dass der Preis für das Barrel (Fass, 159 Liter) Rohöl weiter steigen würde und das Gegenteil war der Fall.

 

Seitwärtsbewegung beim Ölpreis

Ende Juli stieg der Ölpreis wieder einmal auf über 50 US-Dollar und steigerte sich im Laufe des August mehrfach auf 52 US-Dollar pro Fass, aber das war es dann meist. Es folgt der Rückgang auf 51 US-Dollar und dann wieder der Anstieg auf 52, um wieder auf 51 zurückzukehren.

Wer also große Sorge hatte, dass der Ölpreis deutlich ansteigen würde, machte sich die Sorgen auch im Hochsommer 2017 unnötig. Obwohl die Wirtschaft in Europa angezogen hat und obwohl es weiterhin jede Menge Kriege gibt, wird der Ölpreis nicht so gestützt, wie man das aus früheren Jahren her sehr gut kennt. Das Überangebot am Ölmarkt ist zweifelsohne ein Hauptargument gegen einen teureren Ölpreis und damit bleiben auch Treibstoff und Heizöl auf moderatem Niveau und werden nicht empfindlich teurer. In Wirklichkeit hat der Ölpreis sogar verloren - im Jahresvergleich um fast 10 Prozent, denn er lag schon bei über 56 Dollar.

 

Ölpreis steigt durch Wirbelstürme

In der ersten Septemberwoche hat der Ölpreis pro Barrell (Fass, 159 Liter) mit über 54 US-Dollar den höchsten Wert seit Mai 2017 erreicht. Nach vielen Wochen mit Seitwärtsbewegung und wenig Aktivität im Kursverlauf hat sich nun der Preis verteuert, was vor allem der Natur zuzuschreiben ist. Denn der Hurrikan Harvey hat auch die Erdölförderung im Golf von Mexiko beeinträchtigt. Zwar waren die Auswirkungen nicht so umfangreich wie zum Beispiel für die Menschen in Texas, aber dadurch stieg der Preis schon einmal auf 52 bis 53 Dollar.

Und kaum hat man sich davon erholt, taucht der Rekordhurrikan Irma auf, der der stärkste Hurrikan ist, den es seit Beginn der Aufzeichnungen im Atlantik gab. Mit fast 300 km/h verwüstete er schon die ersten Karibikinseln und er zieht Richtung Florida. Und dann ist die Frage, wie es weitergeht. Zwar soll der Hurrikan nach Norden entlang der US-Ostküste streben, aber es könnte auch sein, dass er doch in den Golf von Mexiko kommt und genau jene Regionen trifft, die sich gerade von Harvey erholen wollen. Trifft das zu, dann wird sich der Ölpreis wohl stärker als bis 54 US-Dollar erhöhen.

 

Ölpreis über 55 US-Dollar

Der Ölpreis ist in der ersten Hälfte des September 2017 deutlich gestiegen. Nachdem er im Juni fast auf 44 US-Dollar pro Fass gesunken war, gab es im Juli ein Auf und Ab und ab August ging der Wert für die 159 Liter Rohöl spürbar nach oben. Zuerst war man auf 52 US-Dollar geklettert und jetzt hat der Kurs fast ungebremst die Marke von 55 US-Dollar überschritten. Das heißt, dass man so hoch liegt wie zuletzt im April und im laufenden Jahr hat sich der Kursverlust auf unter zwei Prozent reduziert, nachdem er schon bei zehn Prozent lag.

Hauptursache für diese Entwicklung ist die internationale Erkenntnis, dass die Nachfrage nach Rohöl oder Erdölprodukte wie Treibstoff und Heizöl weltweit angestiegen ist, was den Preis natürlich stützt. Zwar ist man weit von hohen Preisen ab 70 US-Dollar entfernt und die Anstiege sind weiterhin eher moderat, aber der Herbst könnte doch eine Korrektur nach oben bringen, was an der Tankstelle weniger Spaß macht. Nur hat man das zum Beispiel zu Jahresbeginn auch geglaubt und dann war das Gegenteil der Fall und der Kurs fiel wieder.

 

Kurden-/Irak-Krise führt zu 58 US-Dollar pro Fass

Bereits im September 2017 war der Ölpreis für die Marke Brent auf das Jahreshoch von über 58 US-Dollar pro Fass gestiegen, hatte sich dann aber unter 56 US-Dollar stabilisieren können. Der Trend nach oben ist aber weiterhin gegeben und Mitte Oktober 2017 gab es den nächsten deutlichen Anstieg wieder über die 58 US-Dollar. Diesmal ist vor allem die Politik vor Ort der Antreiber.

Denn der Wunsch nach einem eigenen Kurdenstaat hat im Norden des Irak für Unruhe gesorgt. Die Kurden, die sehr aktiv die Terrormiliz Islamischer Staat bekämpft hat und damit eine Zusammenarbeit mit der irakischen Armee eingegangen ist, kämpft nun an eigener Front, denn wenn nötig, ist der Angriff auf den Irak im Bereich des Möglichen. Damit könnten die Ölzufuhren aus dem Norden des Irak deutlich zurückgehen, was das Angebot schmälert. Das ganze Jahr über war der Ölpreis für die anbietenden Ländern zu niedrig, da vor allem auch die Fracking-Fraktion in den USA weiter munter Überschüsse erzeugt haben, die sich jetzt vielleicht ein wenig reduzieren könnten. Zumindest zeigt der Ölpreis nach oben, wie weit nach oben und wie lange, ist nicht wirklich erkennbar.

Der Vergleich des Jahrestrends ist aber auf jeden Fall interessant. Denn im Juni lag der Ölpreis fast bei 44 US-Dollar und seither hat er sich um über 20 Prozent gesteigert, gegenüber dem Jahresbeginn gab es aber nur ein Plus von 2,5 Prozent.

 

Ölpreis zieht an - 62 US-Dollar

Eigentlich sollte der Ölpreis durch die Förderkürzung, die seit Jänner 2017 gilt, gesteigert werden, aber so wirklich funktioniert hat das nicht, im Sommer fiel der Kurs sogar auf 45 US-Dollar hinunter. Aber der Herbst 2017 bringt das Comeback der höheren Ölpreise, denn der Kurs ist Zug um Zug nach oben gestiegen und hat nun mit 62 US-Dollar pro Fass den höchsten Wert seit dem Juli 2015 erreicht. Damit liegt der Preis für das Fass mit seinen 159 Litern Rohöl knapp zehn Prozent über dem Wert zu Jahresbeginn und hat binnen drei Monate um fast 20 % zugelegt.

Hintergründe gibt es dafür einige. Die Weltwirtschaft hat sich ebenso erholt wie die Wirtschaft in Europa und damit steigt die Nachfrage. Außerdem gibt es weiterhin Spannungen im Nordirak zwischen der irakischen Regierung und den Kurden und es gibt auch reichlich Bemühungen, die Förderkürzung zu verlängern. Sie gilt aktuell bis März 2018, aber man will sie bis Ende 2018 verlängern, um den Ölpreis auf ein stabil höhreres Niveau zu bringen.

Für die Menschen, die mit Heizöl für Wärme sorgen oder durch ihr Fahrzeug auf Benzin und Diesel angewiesen sind, heißt dies, dass man sich wieder auf höhere Kosten einstellen muss. Es sind zwar keine 100 US-Dollar pro Fass in Sicht, aber der Preis hat sich in den letzten Wochen deutlich nach oben orientiert und das könnte durchaus so weitergehen, zumal auch die Ölreserven in den USA leicht zurückgehen. Durch Fracking war die letzten Monate immer ein Überschuss erzielt worden, das scheint sich nun auch zu stabilisieren - kurzum könnte der Ölpreis weiter anziehen.



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