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Nennwertlose Aktien an der Börse

Aktien auf Basis des Unternehmens statt des Nennwertes

Aktien kennt man als Wertpapiere, die auf Basis eines bestimmten Nennwertes, auch Nominale genannt, ausgegeben werden. Das gilt beim erstmaligen Aufscheinen an der Börse ebenso wie bei der Ausgabe junger Aktien, um das Kapital weiter aufzustocken. Der Nennwert ist dabei das Kriterium für viele Anlegerinnen und Anleger, ob sie Aktien kaufen können und wollen.

Die Alternative: nennwertlose Aktien

Börsenlexikon Nennwertlose AktieEs gibt aber eine alternative Möglichkeit, Aktien auf den Markt zu bringen und diese Möglichkeit gewinnt stark an Bedeutung. Es handelt sich dabei um die sogenannten nennwertlosen Aktien. Ihr Name verrät bereits, dass diese Aktien über keinen Nennwert, wie man es bisher gekannt hatte, verfügen, ihre Wertebasis wird anders gebildet und bezieht sich auf das Verhältnis zur Aktiengesellschaft, die diese Wertpapiere auf den Markt bringt.

Statt den Nennwert für die Größe und den Wert der Aktie heranzuziehen, wird eine direkte Verbindung zwischen dem Unternehmen und der Aktie hergestellt. Die Verbindung gibt es bei der normalen Aktie natürlich auch, denn jede Aktie ist eine Beteiligung am Unternehmen, doch die Verbindung der nennwertlosen Aktien wird durch das tatsächlich vorhandene Vermögen ermittelt. Eine nennwertlose Aktie stellt einen Bruchteil des tatsächlich vorhandenen Vermögens dar, womit nicht ein fixer Nennwert ins Spiel kommt, sondern praktisch eine Quote des Vermögens in Form der Aktie erworben werden kann.

Somit ist der Wert abhängig davon, welcher Gesamtwert bei der Aktiengesellschaft Gültigkeit hat. Aber die Höhe des Anteils in Relation zum Gesamtwert ist stets gleich und festgeschrieben.

Weitere Begriffe der Aktie

Diese Überlegung und Technik führte auch dazu, dass man die nennwertlose Aktie alternativ als Quotenaktie oder auch als Anteilsaktie bezeichnet. Die Überlegung ist durchaus sinnvoll. Bei einer normalen Aktie kennt man zwar ihren Wert und kann auch den Kursverlauf verfolgen, kennt aber nicht wirklich die Höhe des Anteils am Unternehmen. Das ist für viele Anlegerinnen und Anleger jetzt auch nicht so wirklich wichtig, weil sie mit den Wertpapieren vor allem Gewinn machen möchten und das Thema ist, was aus der Summe Geld wurde, die für Aktien investiert worden war.

Bei der nennwertlosen Aktie sind die Überlegungen zwar auch gegeben, aber vor allem interessiert es, wie hoch der Anteil am Unternehmen ist. Das kann für Großanleger auch wesentlich sein, die einen bestimmten Anteil am Unternehmen gesichert wissen wollen. Denn wenn sie einen entsprechenden Anteil besitzen, haben sie auch mehr Mitspracherecht und können auf die Unternehmensentscheidungen stärker einwirken als wenn sie nur einer von vielen Kleinaktionären wären.

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Schwere Aktie

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Standardwerte

Standardwerte ist an der Börse wie Blue Chips ein Ausdruck für wichtige Aktien von großen Unternehmen für den Aktienindex.

Wachstumsaktie

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Wuchsaktie

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