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Montessori-Schule

Benannt nach Maria Montessori

Als Alternative zur normalen Regelschule gibt es die privat organisierten Montessori-Schulen. Manche dieser Schulen haben auch eine Kindergruppe angeschlossen, die als Alternative zum normalen Kindergarten angeboten werden kann.

Hintergründe zur Montessori-Schule

Grundlage der Montessori-Schule ist die Montessori-Pädagogik, die auf Maria Montessori zurückgeht. Maria Montessori (1870 - 1952) war Ärztin und Pädagogin und entwickelte einen Ansatz in der Pädagogik, der von der individuellen Unterstützung der Kinder ausgeht, damit sie ihre Lernziele erreichen können.

Diese Pädagogik wird in zahlreichen Montessori-Schulen und auch in den Kindergruppen umgesetzt. 1907 gründete Maria Montessori das erste Kinderhaus, in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Montessori-Schulen im deutschsprachigen Raum aufgebaut, die aber bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges verboten wurden. Seither werden immer mehr Montessori-Schulen errichtet und der Zuspruch ist stark ansteigend.

Unterschied zur Regelschule

Worin besteht nun der wesentliche Unterschied zwischen der normalen Regelschule und einer Montessori-Schule? Es gibt vor allem zwei Fakten, die den Unterschied deutlich machen.

Der erste Faktor betriebt den zeitlichen Ablauf. Während die Kinder normalerweise vom 6. bis zum 10. Lebensjahr in die Volksschule gehen und danach entweder in die Hauptschule oder in das Gymnasium wechseln, sind die Kinder der Montessori-Schule vom 6. bis zum 14. Lebensjahr im gleichen Schultyp.

Der zweite Faktor ist die Form der Ausbildung. Zwar gibt es in der Volksschule auch viele Gruppenarbeiten und Freizeitecken sowie Basteleinheiten, aber trotzdem beginnt schon in der Volksschule der sogenannte Frontalunterricht. Die Montessori-Pädagogik geht aber davon aus, dass jedes Kinder anders ist und manche sind aufnahmefähiger als andere. Daher gibt es eine individuelle Förderung der Fähigkeiten der Kinder und ein Frontalunterricht findet nicht statt.

Die Kinder werden stattdessen dazu erzogen, sich selbstständig Material zu suchen, mit dem sie arbeiten wollen. Durch die gesteigerte Motivation wird auch die Konzentration geschärft und durch das unmittelbare Anwenden von anfassbaren Materialien wie beispielsweise Perlenketten zum Darstellen von bis zu vierstelligen Zahlen wird ein natürliches Erfassen der Lerninhalte erreicht.

In der Montessori-Schule gibt es im Vergleich zur Volksschule keinen fixen Lernrahmen, in welcher Schulstufe welche Inhalte gelehrt werden sollen. Dahinter steht die Theorie, dass manche Kinder länger brauchen, bis sie bereit sind, sich den entsprechenden Inhalten zu widmen, andere Kinder sind früher konzentriert genug, diese Inhalte zu lernen. Letztlich ist das Ziel, dass nach Beendigung der Montessori-Schule mit dem 14. Lebensjahr die gleiche Ausbildung erreicht wird, wie die Kinder, die in die Volksschule und danach in die Unterstufe des Gymnasiums gegangen sind.

Da es aber keinen fixen Lehrplan pro Schulstufe gibt, ist es praktisch unmöglich, von der Montessori-Schule in die Volksschule und erst recht nicht in das Gymnasium oder die Hauptschule zu wechseln, weil sich durch die individuelle Förderung zeitlich völlig unterschiedliche Lernerfolge eingestellt haben und die Anpassung an ein gänzlich anderes Ausbildungssystem nicht oder nur selten gelingen kann.

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