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Modulunterricht

Modulunterricht: Aufstieg trotz Fünfer

Der Begriff Modulunterricht hat im Rahmen des Bildungssystems viele Bedeutungen und Auslegungen, wird aktuell aber im Zusammenhang mit einer negativen Note und den Konsequenzen diskutiert. Bisher musste man bei einem "Nicht Genügend" - im Volksmund beim Fünfer - die Klasse wiederholen und verlor ein Jahr. Durch Nachprüfungen kann man situationsbedingt dies vermeiden, aber bei mehreren Fünfern war die Wiederholung kaum zu vermeiden.

Modulunterricht - Fünfer ohne Sitzen bleiben

In Schulversuchen wurde in Österreich ausprobiert, ob ein Modulunterricht nicht die bessere Option ist. Als Modulunterricht bezeichnet man üblicherweise ein Kursangebot, bei dem man sich verschiedene Bausteine selbst zusammenstellen kann. Auf dieser Überlegung fußt auch das neue System, bei dem die einzelnen Gegenstände als Module angesehen werden.

Gibt es nun einen Fünfer in einem Gegenstand, dann darf man in diesem System trotzdem in die nächste Schulstufe aufsteigen, muss aber den Stoff der abgelaufenen Schulstufe nachholen. Das bedeutet, dass zum Beispiel eine Schülerin oder ein Schüler mit einem Fünfer in Englisch in der 6. Klasse AHS in die 7. Klasse aufsteigt und dort natürlich weiter am Unterricht teilnimmt, aber zeitweise in der 6. Klasse sitzt, um den Stoff von Englisch aus dem Vorjahr nachzuholen.

Dabei ist dieser Weg nicht Pflicht. Die Schülerinnen und Schüler haben bei bis zu drei Fünfern die Möglichkeit auszuwählen, ob sie das Jahr wiederholen wollen oder ob sie aufsteigen und den Stoff nachholen wollen. Ein Schulversuch in Wien zeigte, dass die Schülerinnen und Schüler sich stets für die zweite Option entschieden haben, weil sie damit kein Jahr verlieren und außerdem verlieren sie auch nicht den Kontakt zu den Mitschüler/innen.

Modulunterricht und Organisation

Dieser Weg des Modulunterrichtes prägt die Teilnehmer/innen aber auch, denn sie müssen doppelt für - um beim Beispiel zu bleiben - Englisch lernen. Sie müssen sich die Zeit besser einteilen und sich organisieren. Diese Handlungen sind sehr praxisorientiert, weil im echten Berufsleben steht man oft vor ähnlichen Situationen und von daher wird das Modulsystem sehr begrüßt - von den Lehrer/innen, Eltern und Schüler/innen gleichermaßen und daher ist geplant, in den nächsten Jahren das Modulsystem österreichweit einzuführen.

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