Sie sind hier: Startseite -> Musik -> Klassische Musik -> Madrigal

Klassische Musik: Madrigal

Das Madrigal: Lied mit mehreren Stimmen

Bis zur Renaissance waren die gregorianischen Gesänge für die Musik prägend. Diese zeichneten sich dadurch aus, dass die Lieder mit einer Stimme gesungen wurden. In der Renaissance entstand aber ein neues Konzept - das Madrigal.

Magrigal in der klassischen Musik

Das Madrigal ist eine Art von Lied, die auf Giovanni da Palestrina (1525 - 1594) zurückging. Der Komponist entdeckte nämlich, dass die Melodien noch viel schöner sein können, wenn der gleiche Liedertext gleichzeitig in verschiedenen Tonlagen gesungen wird. Das Madrigal war die beliebteste Form dieser Überlegung.

Es bestand aus weltlichen Texten und wurde für mindestens drei Stimmen geschrieben. Das Madrigal wurde nicht nur bei offiziellen Anlässen gesungen, sondern war auch innerhalb der Familien oder bei Familientreffen und Freizeitgestaltungen häufig im Mittelpunkt. Gerne hat man diese mehrstimmigen Lieder selbst gesungen und damit auch ein Stück Gemeinsamkeit durch die Musik demonstriert.

Neben dem schönen Klang, wenn mehrere Stimmen das gleiche Lied zum Besten geben, war das Madrigal auch technisch interessant. Die Musik veränderte sich mit dem Text. Dunkle Textstellen wurden mit tiefen Tönen verstärkt, helle Textstellen mit hohen Tönen, sodass man auch ohne Text erkennen konnte, welche Emotion Gegenstand der aktuellen Liedstelle war. Auch die unterschiedliche Geschwindigkeit, mit der die Lieder gesungen wurden, war durch den Text vorbestimmt. All diese Techniken, die Giovanni da Palestrina erfunden hatte, werden auch in der Gegenwart genützt.

Magrigal und Boyband

Man hat hier wieder eine Verbindung aus der Geschichte der klassischen Musik und der Popszene, die ja eigentlich nicht zusammengehören. Wenn man an die Girlbands und Boybands denkt, bei denen jedes Mitglied so gecastet wird, dass man unterschiedliche Stimmen für das gleiche Lied zusammenbekommt, hat man die gleiche Technik eingesetzt, wie beim Madrigal aus der Renaissance des 16. Jahrhunderts.

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

    Ebenfalls interessant:

    • Fledermaus
      Die Operette "Die Fledermaus", eine der bekanntesten Operetten überhaupt von Johann Strauß Sohn.
    • Keusche Susanne
      Operetten: die Operette "Die keusche Susanne" von Jean Gilbert, die im Berlin um 1900 spielt.
    • Symphonie - Sinfonie
      Die Symphonie oder Sinfonie und ihre Struktur in der klassischen Musik in vier Sätzen und deren musikalische Bedeutung.
    • Suite
      Die Suite ist eine Sammlung von klassischer Musik, die eine Einheit bildet, beispielsweise eine Suite der Oper Carmen.
    • Die schöne Helena
      Operetten: die Operette "Die schöne Helena" von Jacques Offenbach, die die Geschichte vor dem Trojanischen Krieg erzählt.
    • Vogelhändler
      Die Operette "Der Vogelhändler" von Carl Zeller, die als Vorlage für weitere Heimatoperetten gilt und oft gespielt wird.
    • Rose von Stambul
      Die Operette "Die Rose von Stambul" von Leo Fall, die die Geschichte von Kondja erzählt - mit Inhaltsangabe.
    • Zigeunerliebe
      Die Operette "Zigeunerliebe" über die bevorstehende Verlobung von Zorika und ihrem Träum über die Zukunft.

    Zurück zum Hauptthema

    Übersicht Klassische Musik

    Startseite Musik