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Lebensdauer von Laufschuhe

Wie lange halten Laufschuhe in der Regel?

Das Laufen ist ein sehr günstiger Sport, weil man eigentlich mit einer normalen kurzen Hose und dem üblichen T-Shirt auch seine ersten Runden drehen kann. Das einzige Ding, das teurer kommt, ist das Paar Laufschuhe, das man sich unbedingt zulegen sollte. Denn mit normalen Sportschuhen wird man nicht glücklich werden, weil die Dämpfung und damit die Unterstützung fehlt. Die Frage ist nur, wie oft man die Laufschuhe wirklich tragen kann und hier gibt es eine allgemein gültige Regel und einiges im Kleingedruckten.

Laufschuhe halten 1.000 Kilometer...

Die Laufschuhe gibt es mit den neuen Modellen bei den bekannten Marken um etwa EUR 100,-- bis EUR 140,-- und sind damit für jemanden, der noch nicht weiß, ob er sich solche zulegen will und überhaupt ins Laufen kommt, recht teuer. Man kann die Vorjahresmodelle aber wählen und fährt dann deutlich günstiger. Bei Aktionen sind gute Laufschuhe mit Gel-Dämpfung auch um EUR 60,-- bis EUR 80,-- zu haben.

Wenn man dann wirklich das Laufen für sich entdeckt hat, ist die bange Frage, wie lange diese Schuhe genutzt werden können und da gibt es die allgemeine Angabe, dass gut gebaute Laufschuhe 1.000 Kilometer aushalten müssen. Allerdings heißt das nicht, dass man bis zu dieser Streckenlänge auch die gleiche Qualität hat. Denn das erste, das ein routinierter Läufer bereits bald merkt ist das Nachlassen der Dämpfung, das heißt das federnde Gefühl und die Unterstützung für die Gelenke reduziert sich, wodurch die Belastung für den Körper höher wird.

... oder auch nicht?

Und die Angabe der 1.000 Kilometer ist eine allgemeine, die durch verschiedene Parameter verändert wird. Der erste Parameter ist schon einmal die Frage, WO man läuft. Es macht nämlich einen Unterschied, ob man auf dem Asphalt seine Runden dreht, der kaum nachgibt oder ob man auf einer Schotterpiste oder auf weichem Waldboden die Kilometer abspult. Je härter der Untergrund, umso mehr nutzen sich die Schuhe natürlich auch ab.

WIE SCHWER ist man selbst ist der nächste Punkt. Jemand mit 65 Kilogramm Eigengewicht beansprucht die Schuhe nicht so stark wie jemand mit 80 Kilogramm. Und dann gibt es noch weitere Punkte. Einer davon ist, WIE man läuft, denn wer sportlich unterwegs ist und 12 km/h an Geschwindigkeit über lange Zeit halten kann, ist mit einer anderen Wucht unterwegs wie jemand, der mit 8 km/h sehr gemütlich durch den Park läuft. Außerdem sollten die Schuhe gepflegt werden. Werden sie dies nicht, dann kann das die Haltbarkeit auch verkürzen.

Wie erkenne ich, dass Laufschuhe abgenutzt sind?

Die Herausforderung ist, dass man alte Laufschuhe eigentlich kaum erkennt. Es gibt zwar ein paar Fabrikatsfehler, die immer wieder auftreten können wie etwa kleine Löcher im Bereich der großen Zehen auf der Oberseite des Schuhs, aber auch die sind eher selten. Auffällig ist nur, dass die Sohle schief abgelaufen ist und der große Schwachpunkt angegriffen wurde.

Und dieser große Schwachpunkt ist die Zwischensohle. Wenn diese stark zusammengepresst wirkt, ist das ein deutliches Anzeichen dafür, dass der Schuh seine besten Tage schon hinter sich hat.

Muss ich alte Schuhe austauschen und was ist der Plan B?

Der Nachteil alter Laufschuhe besteht darin, dass die Unterstützung fehlt. Schlüpft man in Laufschuhe mit 500 Kilometer Nutzung und schlüpft danach in Laufschuhe, die gerade neu gekauft wurden, dann fühlt sich das an wie zwei verschiedene Sportarten, wenn man seine Runde dreht. Dennoch muss man die alten Schuhe nicht gleich entsorgen, aber es ist zu beachten, dass zu stark verbrauchte Schuhe Muskelprobleme und sogar Verletzungen fördern können.

Man kann aber bei schon älteren Laufschuhen den alternativen Plan wählen oder mit diesem überhaupt vorgehen. Einige Läuferinnen und Läufer, die zwar hobbymäßig unterwegs sind, aber schon viele Jahre das Laufen für sich entdeckt haben, kaufen die Schuhe ihres Vertrauens zweifach. Das heißt, sie haben zwei Paar zur Auswahl und tragen immer ein anderes Paar oder laufen in Woche 1 mit Paar 1 und wechseln in der nächsten Woche. Der Hintergrund ist, dass die Gel-Dämpfung sich bei mehrtägiger Nichtverwendung neu aufbauen kann. Und so kann man die Haltbarkeit sogar verlängern, indem nicht jeden Tag oder jeden zweiten Tag eine neue Belastung auf das Material zukommt.

Wie entscheidend solche Vorgehensweisen sein können, zeigt ein einfacher Test. So mancher ausrangierter Laufschuh ist zwei Wochen einfach im Eck verblieben und dann trägt man ihn, um spazieren zu gehen oder einen Einkauf zu tätigen und auf einmal fühlt sich der Schuh viel besser und federnder an - warum? Weil sich die Gelfüllung wieder ein wenig verstärken konnte. Solche Schuhe kann man dann durchaus auch noch für eine Laufrunde verwenden, aber neue Schuhe sind doch die bessere Wahl.

Möglich wäre auch, die neuen für lange Runden zu verwenden und ältere Laufschuhe für kurze Strecken einzusetzen - das macht durchaus Sinn.

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