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L-17-Lenker haben mehr Unfälle

L-17-Ausbildung ein Fehler?

Eine aktuelle Studie des Instituts Gute Fahrt der Bundesanstalt für Verkehr wurde heute veröffentlicht, wonach 17-jährige PKW-Lenker weit mehr in Verkehrsunfälle verwickelt sind, als andere Fahranfänger, die durch die Fahrschulen ausgebildet wurden.

Seit 1999 dürfen 17-jährige den Führerschein erwerben und alleine fahren. Grundvoraussetzung ist unter anderem die Fahrt von 3.000 Übungskilometern. Die Gesetzesnovelle von 1999 hatte den Anspruch, die Möglichkeit eines früheren Erwerbs des Führerscheines einzuführen, weil dies ein sehr oft geäußerter Wunsch der Jugendlichen war.

Die Studie zeigt nun aber, dass die 17-jährigen Fahranfänger in 20 % mehr Unfällen verwickelt sind, als beispielsweise 18-jährige, die regulär bei einer Fahrschule ihren Führerschein erworben haben.

Der gravierende Unterschied zwischen den 17- und 18-jährigen liegt zum einen laut den Studienautoren in der Tatsache, dass ein Jahr Unterschied bei der Charakterentwicklung und Reife wesentlich sein kann und dass außerdem die 17-jährigen aufgrund der 3.000 Übungskilometer leicht zu Überheblichkeit neigen, weil sie sich zu sicher fühlen. Dieses Gefühl entsteht bei den ausgebildeten Fahrschüler einer regulären Fahrschule nicht so leicht.

Interessant ist, dass die erhöhte Beteiligung bei Unfällen von 17jährigen AutolenkerInnen unerheblich vom Geschlecht ist. Sowohl junge Frauen als auch Männer sind gleichermaßen mehr in Unfälle beteiligt als die 18jährigen Fahranfänger.

Österreichweit nehmen laut der Studie 23% der 17-jährigen die Möglichkeit des L-17-Führerscheines wahr. Seitens des Institutes Gute Fahrt wird nun eine zusätzliche Präzisionsfahrt für diese Personengruppe gefordert, zusätzlich soll eine verstärkte Aufklärung hinsichtlich des Unfallrisikos betrieben werden.

http://versa.bmvit.gv.at

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