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Komatrinken und Politik

Komatrinken als gesellschaftliches Problem

Komatrinken oder auch umgangssprachlich Komasaufen ist ein Phänomen, das gar nicht so neu ist. Dabei wird Alkohol solange konsumiert, bis man im Spital eingeliefert wird, weil man das Bewusstsein verloren hat. Hohe Promillewerte werden bei den Untersuchungen festgestellt, doch der übermäßige Alkoholkonsum wurde in den letzten Jahren zum politischen Begriff, weil immer jüngere Kinder und Jugendliche Opfer dieses Phänomens wurden.

Problem des Komatrinkens

So sind mehrfach 11-jährige Buben und auch Mädchen in ein Spital eingeliefert worden, die definitiv zu viel Alkohol konsumiert hatten. Dabei stellt sich die Frage, wie man solche Situationen vermeiden kann, denn sie sind nachweislich lebensgefährlich. Meist können die Ärztinnen und Ärzte das Schlimmste verhindern, aber es gibt auch Kinder, die mehrfach hintereinander bis zur Bewusstlosigkeit trinken.

Die Fragestellung Nummer eins ist natürlich, ob es dieses Phänomen nicht schon immer gab, nur dass jetzt medial intensiver berichtet wird. Daraus folgt aber dennoch die Fragestellung Nummer zwei, wie man die Gefahr einschränken kann. Auch ältere Jugendliche ab 16 Jahre sind gefährdet, zu viel harte Getränke in sich hineinzuschütten, doch hier wird man kaum etwas unternehmen können. Bei 11jährigen ist das Verkaufsverbot verschärft worden, sodass alkoholische Getränke nicht an Kinder dieses Alters verkauft werden dürfen. Im Lokal gilt die gleiche Regelung und die Strafen für die Gastwirte wurden verschärft.

Aber gerade der Einkauf im Supermarkt ist ein Problem, denn die Kinder wissen sich zu helfen und beauftragen ältere und berechtigte Leute, für sie den Alkohol zu erwerben. Gegen ein Taschengeld gibt es doch die hochprozentigen Getränke und damit hat man nichts erreicht. Diverse Verschärfungen bei der Ausgabe und beim Verkauf haben zum Teil bewirkt, dass das Komasaufen aus den Schlagzeilen kam, aber ganz wird man auch nicht das Problem lösen können. Der Jugendschutz ist ein erklärtes Ziel, doch manchmal will die Jugend nicht geschützt werden. Ob man einfach cool sein möchte und sich betrinkt oder Sorgen hat, die Familie zerrüttet ist oder es in der Schule Probleme gibt - die Hintergründe sind vielschichtig und damit nicht mit einem Gesetz oder einer gesetzlichen Verschärfung abzuwenden.

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