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Jumbo-Anleihe und Rentenmarkt

Jumbo-Anleihe: Anleihe mit großem Betrag

Rund um die Anleihen wird viel diskutiert. Während die einen die Anleihe als hochwertige Geldanlage bezeichnen, finden andere, dass die Anleihen an Wertigkeit verloren hat, weil sie nicht mehr so viel Profit bringt. Trotzdem ist die Anleihe weiterhin eine gute Form, um Geld anzulegen bzw. umgekehrt, Finanzmittel zu rekrutieren.

Grundlagen zur Jumbo-Anleihe

Die Anleihen gibt es in unterschiedlichen Dimensionen und daraus sind Spezialbegriffe entstanden, die einen Hinweis darauf geben, um welche Anleihe es sich handeln könnte. Ein solcher Begriff ist jener von der Jumbo-Anleihe, womit die Quantität der Anleihe mit einem kurzen Begriff bereits umschrieben werden kann.

Bei der Jumbo-Anleihe geht es nicht um Anleihen der Flugzeugbauer, wenngleich diese Vermutung ganz falsch auch nicht ist. Mit Jumbo wird nämlich zum Ausdruck gebracht, dass es sich bei dieser Anleihe um Anleihen mit großem Gesamtvolumen handelt. Normalerweise wird eine Anleihe an der Börse nur dann als Jumbo-Anleihe bezeichnet, wenn das Gesamtvolumen zumindest eine halbe Milliarde Euro beträgt, was bei vielen Anleihen schlichtweg nicht der Fall ist.

Wenn also ein Unternehmen eine Anleihe herausbringt, um auf diese Weise zu neuem Geld zu kommen, wird man selten diesen Umfang erreichen können. Wahrscheinlicher ist es schon bei den Anleihen, wie sie von Nationalstaaten herausgegeben werden, wobei es auch dann davon abhängt, zu welchem Zweck und zu welchem Bedarf die Anleihe überhaupt aufgelegt wird.

Staatsanleihen als Jumbo-Anleihen

Staatsanleihen und ähnliche aufgelegte Anleihen erreichen diesen Wert von einer halben Milliarde Euro schon eher und werden daher auch gerne als Jumbo-Anleihen bezeichnet. Wenn ein Nationalstaat viel Geld braucht, dann kann eine solche Jumbo-Anleihe ein Weg sein, um zu diesem Geld zu kommen. Dabei ist das Volumen die Anleihe selbst, das heißt noch nicht, dass es dafür einen Käufer gibt, sondern die Anleihe teilt sich in verschiedene kleine Anteile, die man erwerben kann.

Die Staatsanleihen haben längst nicht mehr den großen Ertrag früherer Jahrzehnte und sind daher ein wenig in der Bedeutung gesunken. Dennoch sind sie als Anlageform mit ihren fixen Zinserträgen eine interessante Variante, sein Geld anzulegen, wobei es von der Anleihe und dem Staat abhängt. Hier spielt wieder das Rating eine große Rolle, weil je schwächer das Rating eines Staates ist, umso riskanter ist die Anleihe und umso höher werden die Zinsen, damit es überhaupt Käuferinnen und Käufer geben kann.

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