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Inflation in Österreich im Oktober 2016

Erdölpreis verliert definitv seine Wirkung

Die letzten Monate haben bereits angekündigt, dass der günstige Ölpreis bei der Inflation nicht mehr die Wirkung erzielt wie noch im Frühjahr. Und mit dem Monat Oktober 2016 ist nun der Zeitraum erreicht, in dem die Wirkung gänzlich vermisst wird. Daher hat die Statistik Austria für den Oktober 2016 auch eine Inflationsrate von 1,3 % errechnet, das ist die höchste Inflation seit dem November 2014 und damit seit fast genau zwei Jahren.

Beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf gab es einen Anstieg von 1,9 % nach 1,3 % im September 2016. Beim Miniwarenkorb für den typischen wöchentlichen Einkauf gab es eine Erhöhung von 1,3 %. Im September war nach Korrektur ein Wert von plus 0,2 % gegeben.

Inflation im Oktober 2016: Preistreiber

Wenig überraschend war auch im Oktober der Faktor Dienstleistungen für die recht hohe Inflationsrate zuständig. In der Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" gab es 3,1 % teurere Bewirtungsdienstleistungen im Vergleich mit dem Oktober 2015. Die Beherbergungsdienstleistungen kosteten überhaupt gleich um 3,7 % mehr.

Weitere Ausgabengruppen

Bei "Wohnung, Wasser, Energie" gab es durchschnittlich um 1,3 % teurere Preise. Die Wohnungsmieten steigen mit 3,7 % im Jahresvergleich immer noch deutlich, die Instandhaltung war mit 0,9 % moderat angestiegen. Entscheidend ist aber, dass sich das Heizöl im Jahresvergleich nur noch um 2,7 % verbilligt hatte, im September war die Differenz noch bei 8,8 % gelegen. Generell gab es fast Preisstabilität, wenn man die Energieformen zusammenzählt. Gas war um 2,7 % günstiger, feste Brennstoffe um 1,4 %, hingegen war die Fernwärme um 1,2 % teurer und Strom um 1,5 %.

Bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" gab es im Jahresabstand um 1,1 % teurere Preise. Bei den Nahrungsmitteln stiegen die Preise um 0,8 %, vor allem bei Fleisch um 1,6 %, bei Brot und Getreideprodukte um 1,8 %. Obst wurde um 3,0 % teurer, Fisch um 5,2 %. Günstiger wurden Milch, Käse und Eier um 1,6 % sowie Gemüse um 4,3 %. Teurer wurden die alkoholfreien Getränke um 4,0 %.

Die Ausgabengruppe "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" verteuerte sich um 1,3 %, vor allem aber deshalb, weil die Versicherungsdienstleistungen um 1,5 % angezogen haben.

Wesentlich für den Anstieg der Inflation waren die genannten Preise, vor allem die Dienstleistungen, aber natürlich auch die Gruppe "Verkehr", die durch die deutlich günstigeren Treibstoffe lange Zeit die Inflation niedrig hielt. Das ist nun vorbei und die Ausgabengruppe stieg um 0,4 % an. Denn nach langer Zeit verteuerten sich die Treibstoffpreise im Oktober 2016 um 0,7 %, im September war noch ein Minus von 3,5 % gegeben. Dass diese Entwicklung bald eintreffen würde, war also absehbar. Flugtickets wurden für Flüge ins Ausland um 11,1 % günstiger, Reparaturen an privaten Verkehrsmittel um 3,6 % teurer.

Datenquelle: http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 17. November 2016]

Entwicklung Inflationsrate nach Jahr sortiert

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      Inflation Österreich Oktober 2016 InflationsrateArtikel-Thema: Inflation in Österreich im Oktober 2016

      Beschreibung: Die Inflationsrate in Österreich kletterte im Oktober 2016 auf 1,3 %, weil der Jahresvergleich bei den Ölprodukten (Treibstoffe, Heizöl) keine Dämpfung mehr ergibt.

      letzte Bearbeitung war am: 01. 01. 2020