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Inflation in Österreich im Oktober 2014

Mieten bleiben das Problem

Die Inflationsrate in Österreich bliebt im Oktober 2014 so wie im September beim Wert von 1,6 %. Das ist an sich ein guter Wert, weil Volkswirte eine Entwicklung bis 2,0 % oft als Ziel ansprechen, aber gleichzeitig ein Problem, weil damit die österreichische Inflationsrate klar höher ist als in anderen europäischen Staaten. Gleich blieb auch die Inflationsrate für die Pensionistenhaushalte mit 1,7 %. Der Miniwarenkorb für den Wocheneinkauf erhöhte sich von 0,8 auf 0,9 %, der Mikrowarenkorb für den täglichen Einkauf senkte sich hingegen von 2,0 % im September auf 1,4 % im Oktober.

Preistreiber: wieder Wohnmieten

Wie schon in den Monaten davor war die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" der Preistreiber im Jahresvergleich. Gegenüber dem Oktober 2014 erhöhten sich die Ausgaben in dieser Gruppe um durchschnittlich 1,5 %, wobei die Mieten im Schnitt um 4,6 % anstiegen. Die Instandhaltung erhöhte sich um 1,7 %. Die Gruppe wäre ohne der Energie noch deutlich mehr angestiegen, denn diese reduzierte sich um 0,8 %. Heizöl wurde gleich um 7,6 % billiger, Strom um 0,9 %, Gas verteuerte sich um 0,6 %, feste Brennstoffe wurden um 4,0 % teurer und die Fernwärme um 4,8 %.

Inflation Oktober 2014

Weitere Ausgabengruppen

Auch nicht neu ist der Anstieg der Dienstleistungen in der Gastronomie. Im Vergleich zum Oktober 2013 erhöhten sich diese bei der Bewirtung um 2,9 %, bei der Beherbergung um 3,8 %.

Ein Sorgenkind der Inflationsrate in den letzten Monaten und Jahren war "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke". Doch diese Gruppe hat ihr Preisniveau nun deutlich stabilisiert, wenn auch auf hohem Niveau. Durchschnittlich waren die Lebensmittel um 1,6 % teurer als im Oktober 2013. Spürbar teurer wurden Milch, Käse und Eier mit 4,9 %, Brot und Getreideprodukte erhöhten sich um 1,7 %, Gemüse um 1,4 %. Obst wurde um 1,3 % günstiger. Teurer wurden auch alkoholische Getränke um 1,1 %.

Hauptpreisdämpfer

Wie nicht anders zu erwarten war, spielten die Treibstoffe, lange Zeit der Motor der Inflation, die Hauptrolle bei der Reduktion der Inflation. Der Ölpreis sank im Oktober auf nicht zu erwartende Werte, dennoch stieg durchschnittlich die Ausgabengruppe "Verkehr" um 0,9 %. Das liegt an der motorbezogenen Versicherungssteuer mit einem Anstieg von 12,9 % und den Instandhaltungen von 2,9 %. Neue Autos kosten um 0,6 % mehr und gebrauchte um 3,3 % mehr, aber die Treibstoffe wurden um 3,1 % günstiger.

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Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2014

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      Inflationsrate Oktober 2014Artikel-Thema: Inflation in Österreich im Oktober 2014

      Beschreibung: Die Inflationsrate in Österreich betrug im Oktober 2014 mit 1,6 % weiterhin einen höheren Wert trotz mäßiger Wirtschaftssituation.

      letzte Bearbeitung war am: 17. 09. 2020