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Inflation in Österreich

Preisvergleich mit der Kennzahl Inflationsrate

Die Inflation dokumentiert die Preisveränderungen von bekannten Produkten und Dienstleistungen und hat mit der Inflationsrate eine Kennzahl. Diese Kennzahl drückt aus, wie sehr sich die Preise innerhalb eines Jahres verändert haben. Eine Inflationsrate von 2,0 % ist ein schon hoher Wert, eine Inflationsrate von 0,2 % ist ein sehr niedriger Wert und dann könnte gar eine Deflation drohen - ein Rückgang der Preise auf breiter Front, wenn die Inflationsrate noch weiter sinkt. Denn generell geht man von stets moderat steigenden Preisen aus.

Aktuelle Inflation in Österreich

In Österreich ermittelt die Statistik Austria jedes Monat für den Vormonat die Inflation und damit die Inflationsrate, wobei der Vorjahresmonat als Vergleich gilt. Dabei werden viele Preise vom Benzin über das Obst bis zu den Mieten und der Kleidung gegenübergestellt und die Unterschiede zu einer Inflationsrate summiert.

In der nachstehenden Tabelle finden Sie die Inflationsraten des heurigen Jahres im Vergleich mit den Inflationsraten des Vorjahres, sodass man die Entwicklung gut ablesen kann. Je niedriger die Inflationsrate war oder ist, desto geringer ist auch die eigentliche Inflation, also Preissteigerung in Österreich.

Monat Inflation 2021 Inflation 2020
Jänner 0,8 % 2,2 %
Februar 1,2 % 2,2 %
März 2,0 % 1,6 %
April 1,9 % 1,5 %
Mai 2,8 % 0,6 %
Juni 2,8 % 1,1 %
Juli   1,8 %
August   1,4 %
September   1,2 %
Oktober   1,1 %
November   1,1 %
Dezember   1,0 %

Welche Preise hatten die größte Veränderung?

Die Inflation in Österreich war im Mai 2021 auf sehr hohe 2,8 % gestiegen und dieser Wert blieb bei der Inflationsrate im Juni 2021 erhalten. Hauptgrund ist der Jahresvergleich beim Ölpreis, denn dieser ist an der Börse stark gestiegen und so verteuerten sich Heizöl und die Treibstoffe weiterhin massiv. Aber auch Miete, Strom, Möbel oder neue Fahrzeuge verteuerten sich stark.

Preisstabil waren hingegen die Lebensmittel, die im Mai noch stark angezogen hatten.

Warenkorb als Grundlage der Inflationsrate

Was ist nun die Inflation genau? Es ist die Aufzeichnung der Preisveränderungen basierend auf dem Warenkorb. In diesem sind typische Waren und auch Dienstleistungen festgehalten, deren Preis jedes Monat erhoben und mit dem Vorjahresmonat verglichen wird. Also werden die Preise vom Mai des aktuellen Jahres mit den Preisen vom Mai des Vorjahres gegenübergestellt, um die Veränderungen aufzeigen zu können. Steigt die Inflationsrate stark, dann ist die Wirtschaft in einem guten Zustand, aber man muss gegensteuern, weil sonst der Kaufkraftverlust zu hoch wird.

Sinkt die Inflation, dann ist eher von einer mäßigen Wirtschaftssituation auszugehen. Ein Problem für Volkswirtschaften ist die Deflation, wenn die Preise auf breiter Basis sinken. Das ist ein Problem, mit dem sich Japan viele Jahre bereits herumschlagen musste. In Europa hofft man, eine Inflation von 2,0 als gesundes Wachstum erreichen zu können - nicht mehr, aber auch nicht viel weniger. Nur ewiges Wachstum ist schwierig bis unmöglich und so ist der Ansatz auch nicht unumstritten.

Bedeutung der Inflationsrate

So weit, so gut. Warum ist diese Inflationsrate aber so wichtig und wird jeden Monat von unzähligen Medien zitiert? Der Grund ist einfach der, dass die Inflationsrate für die Lohn- und Gehaltsverhandlungen im Herbst als Grundlage dienen. Wenn man die Löhne und Gehälter nicht im gleichen Ausmaß anhebt, wie die Preise steigen, haben die Leute weniger Geld und können weniger einkaufen. Also gibt es im Handel weniger Umsatz und ergo auch weniger Aufträge für die Industrie. Die gesamte Volkswirtschaft fährt nach unten und das ist nicht wünschenswert.

Also versuchen die Gewerkschaften die Lohnerhöhung auf Basis der Inflationsrate durchzusetzen, während die Arbeitgebervertreter möglichst günstig aussteigen wollen. Ohne Inflationsrate hätte man keine Basis für die Verhandlungen und müsste sich Zahlen ausdenken. Daher ist die Preissteigerung eine wesentliche Kennzahl für den Zustand der Wirtschaft, aber auch für die Rahmenbedingungen.

Ein Faktor ist nach wie vor der Ölpreis, der im günstigen Fall wie zu Beginn von 2016 die Inflationsrate stark senken lässt, im Falle eines Höchstpreises wie 2008 hingegen zu Werte von vier Prozent auch führen kann. Dann wird zum Beispiel das Brot teurer, weil die Zustellung von Mehl durch den LKW durch den hohen Spritpreis teurer geworden ist.

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Grundlage des Preisvergleichs mit dem Vorjahr ist der Warenkorb samt seiner Unterarten Miniwarenkorb und Mikrowarenkorb, um auf Basis der Zusammenstellungen von Güter und Dienstleistungen die Unterschiede herausarbeiten zu können. Ausgedrückt wird das finale Ergebnis mit Hilfe der Inflationsrate. Es kann auch ein Preisrückgang erfolgt sein, auf Dauer ist das dann die oft befürchtete Deflation.

Gibt es eine Inflation, dann kann man verschiedene Arten unterscheiden. So gibt es die Außeninflation ebenso wie das Gegenteil der Binneninflation als geografische Ursache für die Preissteigerungen. Galoppierende Inflation ist eine schlimme Situation für eine Volkswirtschaft im Vergleich zur meist anzutreffenden schleichenden Inflation. Dann unterscheidet man in der Volkswirtschaft auch die offenen Inflation von der verdeckten Inflation. Weitere Möglichkeiten bestehen mit der Gewinninflation und der Kosteninflation.

Jeden Monat gibt es eine Berechnung der Inflation bezogen auf Länder und Gemeinden, die Europäische Union oder weltweit. Das gilt auch für die Inflationsrate in Österreich.

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Inflation Österreich mit InflationsrateArtikel-Thema: Inflation in Österreich

Beschreibung: Aktuelle Inflation in Österreich mit der Inflationsrate als Indikator, wie sehr sich die Preise verändert haben - von den Lebensmitteln bis zum Treibstoff und den Wohnkosten.

letzte Bearbeitung war am: 16. 07. 2021

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