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Inflationsrate in Österreich

Preisvergleich zum Vorjahr

Mit der Inflationsrate wird auf Basis eines Warenkorbes festgehalten, wie sich die Preise innerhalb eines Jahres verändert haben. Diese Information ist so wichtig, dass sie bei ihrer Veröffentlichung stets im Mittelpunkt der nationalen Nachrichten stehen. Denn wenn sich das Brot im Jahresvergleich um vier Prozent verteuert hat, dann ist dies für alle Haushalte von großer Bedeutung. Die Inflationsrate stellt auch die Basis für die jährlichen Lohnverhandlungen dar.

Warenkorb als Grundlage der Inflationsrate

Was ist nun die Inflation genau? Es ist die Aufzeichnung der Preisveränderungen basierend auf dem Warenkorb. In diesem sind typische Waren und auch Dienstleistungen festgehalten, deren Preis jedes Monat erhoben und mit dem Vorjahresmonat verglichen wird. Also werden die Preise vom Mai des aktuellen Jahres mit den Preisen vom Mai des Vorjahres gegenübergestellt, um die Veränderungen aufzeigen zu können. Steigt die Inflationsrate stark, dann ist die Wirtschaft in einem guten Zustand, aber man muss gegensteuern, weil sonst der Kaufkraftverlust zu hoch wird.

Sinkt die Inflation, dann ist eher von einer mäßigen Wirtschaftssituation auszugehen. Ein Problem für Volkswirtschaften ist die Deflation, wenn die Preise auf breiter Basis sinken. Das ist ein Problem, mit dem sich Japan viele Jahre bereits herumschlagen musste. In Europa hofft man, eine Inflation von 2,0 als gesundes Wachstum erreichen zu können - nicht mehr, aber auch nicht viel weniger. Nur ewiges Wachstum ist schwierig bis unmöglich und so ist der Ansatz auch nicht unumstritten.

Bedeutung der Inflationsrate

Soweit, sogut. Warum ist diese Inflationsrate aber so wichtig und wird jeden Monat von unzähligen Medien zitiert? Der Grund ist einfach der, dass die Inflationsrate für die Lohn- und Gehaltsverhandlungen im Herbst als Grundlage dienen. Wenn man die Löhne und Gehälter nicht im gleichen Ausmaß anhebt, wie die Preise steigen, haben die Leute weniger Geld und können weniger einkaufen. Also gibt es im Handel weniger Umsatz und ergo auch weniger Aufträge für die Industrie. Die gesamte Volkswirtschaft fährt nach unten und das ist nicht wünschenswert.

Also versuchen die Gewerkschaften die Lohnerhöhung auf Basis der Inflationsrate durchzusetzen, während die Arbeitgebervertreter möglichst günstig aussteigen wollen. Ohne Inflationsrate hätte man keine Basis für die Verhandlungen und müsste sich Zahlen ausdenken. Daher ist die Preissteigerung eine wesentliche Kennzahl für den Zustand der Wirtschaft, aber auch für die Rahmenbedingungen.

Ein Faktor ist nach wie vor der Ölpreis, der im günstigen Fall wie zu Beginn von 2016 die Inflationsrate stark senken lässt, im Falle eines Höchstpreises wie 2008 hingegen zu Werte von vier Prozent auch führen kann. Dann wird zum Beispiel das Brot teurer, weil die Zustellung von Mehl durch den LKW durch den hohen Spritpreis teurer geworden ist.



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