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Inflation in Österreich im November 2015

Niedrigster Wert seit 2009

In den letzten Monaten sank die Inflationsrate in Österreich auch deutlich, nachdem sie einige Monate klar höher als im EU-Durchschnitt gelegen hatte. Im Oktober 2015 lag sie nur noch bei 0,7 % und im November 2015 sank sie noch weiter auf 0,6 % und somit dem niedrigsten Wert seit 2009, wobei der Hauptpreistreiber weiter die Bewirtungsdienstleistungen sind, die teureren Mieten sind auch ein Thema, aber die günstigen Treibstoffe relativieren dies wieder.

Damit bleibt es aber auch ein Thema, inwieweit man betroffen ist. Wer nicht mit dem Auto fährt, hat eine teurere Inflation in der Geldbörse zu spüren als jemand, der täglich auf das Auto angewiesen ist. Deutlicher wurde bei der Inflationsrate die Abweichung zu den Pensionistenhaushalten, denn hier wirken die Treibstoffpreise nicht mehr so stark, dafür die Erhöhungen bei den Gesundheitsprodukten um so mehr. So kam die Inflationsrate von 0,9 % zustande. Beim Miniwarenkorb für den typischen wöchentlichen Einkauf sank der Wert um 1,8 %, beim Mikrowarenkorb für den täglichen Einkauf stieg der Wert um 1,1 % an.

Inflation November 2015: Hauptpreistreiber

Wie schon zuletzt bleibt der Hauptpreistreiber im Jahresvergleich die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" vor allem aufgrund der Preisanstiege bei den Bewirtungsdienstleistungen mit 3,6 % im Vergleich zum November 2014. Die Beherbergungsdienstleistungen wurden hingegen um 0,2 % günstiger.

Inflation November 2015

Andere Ausgabengruppen

Bei "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" stiegen die Versicherungsdienstleistungen um 2,6 % im Jahresvergleich an.

Ein Thema sind weiterhin die Mieten in "Wohnung, Wasser, Energie" mit einem Anstieg von 3,2 %. Der Anstieg hat sich abgeflacht, ist aber weiterhin eine wichtige Größe bei der Entstehung der Inflation in Österreich. Die Instandhaltung verteuerte sich um 1,3 %. Bei der Energie ist natürlich das Heizöl mit einem Minus von 21,1 % gegenüber November 2014 auffällig. Aber auch Gas mit 1,8 % und Fernwärme mit 0,9 % wurden günstiger, feste Brennstoffe mit 2,1 % und Strom mit 1,4 % hingegen teurer.

Abgeflacht hat sich auch der Preisanstieg bei "Freizeit und Kultur" durch die Rückentwicklung des Preisanstiegs bei Pauschalreisen. Diese Preise gingen gegenüber November 2014 sogar um 0,4 % zurück. Auch bei technischen Geräten für Audiovision, Fotografie und EDV sanken die Preise um 2,6 %.

Kaum mehr ins Gewicht fällt vorerst die Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" mit durchschnittlich einem Anstieg von 0,4 %. Die Nahrungsmittel verteuerten sich um 0,3 %, am stärksten noch Obst mit 3,9 % und Gemüse mit 3,1 %. Gesunken sind die Preise für Milch, Käse und Eier um 2,7 %. Bei den alkoholfreien Getränken stiegen die Preise um 1,7 %, beim Kaffee vor allem um 4,3 %.

Hauptpreisdämpfer: Treibstoff

Weiterhin stark reduzierend wirkt bei der Inflation die Ausgabengruppe "Verkehr" mit einer durchschnittlichen Preisreduktion von 3,5 %. Natürlich spielen hier die Treibstoffe durch den günstigen Ölpreis die Hauptrolle und sanken um 14,3 % im Jahresvergleich. Bei den Reparaturen stiegen die Preise um 2,8 Prozent.

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Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2015

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      Inflationsrate November 2015Artikel-Thema: Inflation in Österreich im November 2015

      Beschreibung: Die Inflation sank in Österreich im November 2015 weiter auf 0,6 % und erreichte damit den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2009.

      letzte Bearbeitung war am: 17. 09. 2020