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Inflation in Österreich im November 2014

Hauptpreistreiber bleiben die Mieten in Österreich

Die Inflationsrate in Österreich betrug nach Berechnungen der Statistik Austria im Monat November 2014 1,7 % und erhöhte sich damit leicht gegenüber den Vormonaten mit 1,6 %. Die Inflationsrate für die Pensionistenhaushalte blieb stabil bei 1,7 % und hat nun das gleiche Niveau, bei den kleinen Warenkörben gab es Rückgänge. Der Miniwarenkorb für den Einkauf einer Woche reduzierte sich durch die Treibstoffe auf 0,6 %, der Mikrowarenkorb für den täglichen Einkauf auf 1,3 %.

Hauptpreistreiber: Mieten

Wie schon seit Monaten ist auch im Monat November 2014 das Hauptproblem und der größte Preistreiber die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie", wobei der Anstieg der Wohnungsmieten um 5,0 % besonders schwer wiegt. Die Instandhaltung verteuerte sich um 1,6 %, die Haushaltsenergie wurde um 1,1 % günstiger. Vor allem Heizöl ist durch den erstaunlich günstigen Preis von Erdöl um 9,7 % gesunken, Strom kostete auch um 0,9 % weniger als im November 2013, Gas wurde um 0,6 % teurer, feste Brennstoffe um 3,3 %, die Fernwärme verteuerte sich spürbarer um 5,9 %.

Weitere Ausgabengruppen

Neben den Wohnungsmieten sind die im Jahresvergleich deutlich angestiegenen Dienstleistungen in der Gastronomie ein Thema - auch dies schon seit Monaten. Die Bewirtungsdienstleistungen stiegen im Vergleich zum November 2013 um 3,0, die Beherbergungsdienstleistungen gar um 4,8 %.

Spürbar teurer wurden auch die Pauschalreisen im Rahmen der Ausgabengruppe "Freizeit und Kultur". Sie verteuerten sich um 5,3 % im Jahresvergleich. Im Gegenzug wurden elektronische Geräte wie Fotoapparate oder EDV-Geräte um 0,2 % günstiger. Hier sind die Monatsvergleiche interessant, denn die Pauschalreisen waren laut Erhebung der Statistik Austria im Oktober nur um 2,3 % teurer als vor einem Jahr, die elektronischen Geräte um 2,4 % günstiger.

Ehemalige Preistreiber

Die Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" war viele Monate in den letzten beiden Jahren ein Preistreiber oder ein wesentlicher Faktor für eine höhere Inflationsrate. Im November 2014 waren die durchschnittlichen Preise aber nur um 1,5 % angestiegen, vor allem Milch, Käse und Eier um 3,3 %, Fisch um 5,7 Prozent. Brot und Getreideprodukte kosteten um 2,2 % mehr, Gemüse um 1,7 %. Die alkoholfreien Getränke verteuerten sich um 1,0 %, Bohnenkaffee ist mit 3,4 % hervorzuheben.

Die Ausgabengruppe Verkehr bringt kaum eine Erhöhung. Nur um 0,4 % stiegen die Preise an und dabei ist die motorbezogene Versicherungssteuer mit 12,9 % zu berücksichtigen, die seit März für Mehrkosten sorgt. Ohne dieser gäbe es sogar ein deutliches Minus. Die Instandhaltung verteuerte sich um 3,1 %, aber die Treibstoffe wurden durch den günstigen Erdölpreis um 4,1 % günstiger als im November 2013.


[Infoplattform Wissenswertes / 17. Dezember 2014]

Entwicklung Inflationsrate nach Jahr sortiert

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      Inflation Österreich November 2014 InflationsrateArtikel-Thema: Inflation in Österreich im November 2014

      Beschreibung: Die Inflationsrate in Österreich stieg im November 2014 auf 1,7 % nach 1,6 % in den Vormonaten - mal wieder wegen der Mieten.

      letzte Bearbeitung war am: 01. 01. 2020