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Inflation in Österreich im März 2015

Treibstoffdifferenz erhöht Inflationsrate leicht

Die Inflationsrate in Österreich ist im Monat März 2015 laut Berechnungen der Statistik Austria auf 1,0 % gestiegen, nachdem sie im Februar noch bei 0,8 % gelegen war. Der Anstieg ist durch den Jahresvergleich zu erklären, weil die Treibstoffe im März ein wenig angezogen haben und damit der Unterschied zu 2014 geringer ausgefallen ist. Gleich bleibt, dass die Wohnungskosten der Preistreiber schlechthin sind.

Der Wert für die Pensionistenhaushalte stieg im März auf 1,3 % und liegt damit deutlich über der normalen Inflationsrate, was mit der Gewichtung der Produkte einher geht, denn die Steigerungen bei Gesundheitsleistungen und -produkte ist hier höher bewertet als in der allgemeinen Sichtweise. Beim Miniwarenkorb für den typischen wöchentlichen Einkauf gibt es eine Preisreduktion von 1,1 % (Februar 1,8 %), beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf ein plus von 1,1 % (Februar 0,6 %).

Hauptpreistreiber der Inflation im März 2015

Einmal mehr ist die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" mit durchschnittlich 1,6 % Preissteigerung als Hauptpreistreiber auszumachen. Dabei spielen die Wohnungsmieten die Hauptrolle mit einem Anstieg von 5,0 %. Die Instandhaltung kostete im März 2015 verglichen mit 2014 um 1,6 % mehr. Bei der Energie wirkt sich der geringere Ölpreis weiterhin aus. Heizöl kostete um 16,7 % weniger als im Vorjahresmonat, Gas verteuerte sich um 0,4 %, feste Brennstoffe um 1,1 %, Strom um 0,7 %. Spürbar teurer wurde die Fernwärme mit 4,0 %.

Inflation März 2015

Weitere Ausgabengruppen im März 2015

Bei "Freizeit und Kultur" wirken sich die Verteuerungen bei den Freizeit- und Kulturdienstleistungen um 2,9 % stark aus, auch die Pauschalreisen sind mit 5,9 % spürbar teurer geworden.

Bei "Restaurants und Hotels" sind weiterhin wie schon in den letzten Monaten die Dienstleistungen teurer geworden. Die Bewirtung verteuerte sich um 2,9 %, die Beherbergung um 0,9 %.

Keine Hauptrolle spielen seit längerem "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke". Die Preise stiegen zwar um 1,3 %, aber die großen Teuerungen waren im Vorjahr erfolgt. Verglichen mit dem März 2014 verteuerte sich Brot und Getreideprodukte um 1,7 %, Gemüse um 2,5 und Obst um 2,0 %. Milch, Käse und Eier wurden um 0,5 % günstiger. Bei den alkoholfreien Getränken gab es vor allem eine spürbare Verteuerung beim Bohnenkaffee um 8,1 %.

Preisdämpfer: Verkehr ergo Ölpreis

Wie schon in den letzten Monaten spielt der überraschend geringe Ölpreis eine Hauptrolle in der Bewertung der Inflationsrate. Zwar sind die Preise im März leicht angestiegen, aber trotzdem sind die Treibstoffe um 11 % günstiger als im März 2014. Außerdem spielt nun die im März 2014 eingeführte Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer erstmals keine Rolle mehr in der Inflationsberechnung.

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Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2015

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      Inflationsrate März 2015Artikel-Thema: Inflation in Österreich im März 2015

      Beschreibung: Die Inflationsrate in Österreich stieg im Monat März 2015 auf 1,0 %, vor allem durch die geringen Abweichungen beim Sprit.

      letzte Bearbeitung war am: 17. 09. 2020