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Inflation in Österreich im Juni 2016

Dienstleistungen teurer, Treibstoffe (noch) günstiger

Die Inflationsrate in Österreich betrug auch im Monat Juni 2016 gemäß der Berechnungen der Statistik Austria 0,6 % und hat somit das Niveau des Vormonats gehalten. Dabei blieb auch die Tatsache erhalten, dass sich die Dienstleistungen deutlich verteuert haben, während die Treibstoffe und das Heizöl durch den geringeren Ölpreis als Preisdämpfer erwiesen haben. Doch gerade dieser Faktor wird in den nächsten Monaten zu beobachten sein, weil im Jahresvergleich bald die schon günstigeren Werte Einzug halten werden. Damit wird mehr Kostenwahrheit für jene entstehen, die nicht mit dem Auto fahren, aber zum Beispiel die höheren Mieten und Dienstleistungen zahlen müssen. Vorerst sind die Ölprodukte aber noch ein Preisdämpfer, im Herbst wohl nicht mehr so sehr.

Beim Miniwarenkorb gab es eine Reduktion im Jahresvergleich von 1,2 %. Dieser repräsentiert den typischen Wocheneinkauf eines Haushalts, wobei die Treibstoffpreise eine Rolle spielen. Beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf gab es eine Erhöhung um 0,8 % im Jahresvergleich. Hier spielen die Treibstoffe keine so große Rolle.

Inflation im Juni 2016: Hauptpreistreiber

Wie schon im Monat Mai war die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" der Hauptpreistreiber mit durchschnittlich 3,4 % höheren Preisen als im Juni 2015. Der wesentliche Grund sind die Dienstleistungen, wobei die Bewirtungsdienstleistungen um 3,1 % angestiegen sind, die Beherbergungsdienstleistungen wurden gar um 4,8 % teurer als vor einem Jahr.

Weitere Ausgabengruppen

Auch bei "Freizeit und Kultur" spielten die Dienstleistungen eine wichtige Rolle, denn die Kulturdienstleistungen verteuerten sich um 2,0 %. Erwähnenswert sind auch die Pauschalreisen, die im Jahresvergleich um 3,7 % teurer wurden. Bei der Gruppe "Gesundheitspflege" sind gleichfalls die ambulanten Dienstleistungen um 3,6 % teurer geworden.

Den großen Widerspruch gibt es weiterhin bei der Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie". Insgesamt stiegen die Preise nur um 0,6 %, wenn man die ganze Gruppe betrachtet. Aber die Mieten verteuerten sich um 2,7 %. Bei den Instandhaltungen gab es mit 0,9 % eine geringe Veränderung. Dafür verbilligte sich das Heizöl um 16,3 %, auch Gas wurde um 2,4 % günstiger, Fernwärme um 1,0 % und selbst die festen Brennstoffe wurden um 0,4 % günstiger als vor einem Jahr. Nur beim Strom gab es ein Plus von 1,1 %.

Preisdämpfer im Juni 2016

Noch ist die Ausgabengruppe "Verkehr" der Preisdämpfer, aber die Gruppe hat nur noch ein Minus von 2,7 % aufzuweisen. Die Treibstoffe waren um 10,1 % günstiger als im Juni 2015 und dieser Unterschied wird sich wohl in naher Zukunft noch weiter abflachen. Die Flugtickets in das Ausland wurden um 13,6 % günstiger, dafür verteuerten sich die Reparaturen der privaten PKW´s gleich um 3,9 %.

Datenquelle: http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 15. Juli 2016]

Entwicklung Inflationsrate nach Jahr sortiert

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      Inflation Österreich Juni 2016 InflationsrateArtikel-Thema: Inflation in Österreich im Juni 2016

      Beschreibung: Die Inflationsrate in Österreich blieb im Juni 2016 auf einem Niveau von 0,6 % und bot erneut das Spiel teurerer Dienstleistungen und günstigerer Treibstoffe.

      letzte Bearbeitung war am: 01. 01. 2020