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Inflation in Österreich im Juni 2015

Nichts neues bei den Preisvergleichen mit dem Vorjahr

Bei der Inflationsrate in Österreich gibt es wenige Neuigkeiten. Zum vierten Mal in Folge war mit dem Juni 2015 die Inflationsrate laut Berechnung der Statistik Austria bei 1,0 % angekommen, ein Wert, der weiterhin im Spannungsfeld zwischen den teureren Mieten einerseits und den günstigeren Erdölprodukten andererseits steht.

Gleich blieb auch der starke Unterschied zur Inflationsrate für Pensionistenhaushalte, der wie im Mai 2015 bei 1,3 % lag und damit spürbar höher angesetzt ist. Das liegt zum einen daran, dass die Gewichtung der Treibstoffe weniger Rolle spielt und damit die Preisdämpfung geringer ausfällt, andererseits wirken sich Teuerungen bei Gesundheitsprodukte stärker aus. Beim Miniwarenkorb für den wöchentlichen Einkauf sank der Wert um 0,4 % (Mai: -0,2 %), gleich blieb der Wert beim Mikrowarenkorb mit plus 0,9 %.

Inflationsrate im Juni 2015: Preistreiber

Die Gruppe "Restaurants und Hotels" wirkte sich kräftig auf die Inflationsrate aus, weil die Bewirtungsdienstleistungen, seit Monaten ein Thema bei der Preisentwicklung, um 3,4 % teurer wurden als im Juni 2014. Die Beherbergungsdienstleistungen sanken hingegen um 0,6 %.

Der zweite Preistreiber ist der Dauerbrenner "Wohnung, Wasser, Energie" aufgrund der um 4,9 % teurer gewordenen Wohnungsmieten. Die Betriebskosten stiegen auch um 3,3 % bei Mietwohnungen und 1,7 % bei Eigentumswohnungen an. Die Instandhaltung stieg um 1,0 % in den Preisen an. Dem gegenüber steht das Heizöl, das durch den günstigen Ölpreis um 16,3 % weniger kostete als im Juni 2014. Gas wurde auch um 0,3 % günstiger, Strom um 0,3 % teurer, feste Brennstoffe kosteten um 1,1 % mehr und die Fernwärme stieg um 4,5 % im Preis an.

Inflationsrate im Juni 2015: weitere Gruppen

Bei "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" stiegen vor allem die Versicherungsdienstleistungen um 1,9 % an, was sich auf die Inflationsrate auswirkt.

In der Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" stiegen die Preise im Schnitt um 1,0 % an. Dabei stiegen die Preise für Brot und Getreideprodukte um 2,0 %, Obst wurde um 1,9 % teurer und Gemüse um 1,5 %. Dem gegenüber stehen Milch, Käse und Eier mit einer Preisreduktion um 1,4 %, Fleisch wurde um 0,4 % teurer. Die alkoholfreien Getränke wurden um 4,7 % teurer als im Juni 2014, vor allem der Bohnenkaffee verteuerte sich um 12,5 % und damit spürbar.

Inflationsrate im Juni 2015: Preisdämpfer

So wie die Mieten der Preistreiber sind und offenbar bleiben, sind die Treibstoffe das genaue Gegenteil. Die Ausgabengruppe "Verkehr", früher der Schrecken bei der Inflationsberechnung, reduzierte sich um 2,2 % durchschnittlich in den Preisen. Die Treibstoffe waren um 8,9 % günstiger als vor einem Jahr, die Reparaturen verteuerten sich um 3,1 %.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 16. Juli 2015]

Entwicklung Inflationsrate nach Jahr sortiert

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      Inflation Österreich Juni 2015 InflationsrateArtikel-Thema: Inflation in Österreich im Juni 2015

      Beschreibung: Die Inflationsrate im Juni: die Inflationsrate im Juni 2015 betrug wie in den Vormonaten 1,0 %, wobei Mieten weiter Preistreiber und Ölprodukte Preisbremser sind.

      letzte Bearbeitung war am: 01. 01. 2020