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Inflation in Österreich im Juli 2016

Inflation bleibt stabil

Auf dem Feld der Inflation gibt es in Österreich aktuell Stabilität. Wie die Statistik Austria ermittelt hat, war auch im Monat Juli 2016 die Inflationsrate bei 0,6 % gelegen, ein Wert, der auch schon im Mai und im Juni gegeben war. Auffällig ist, dass ohne den günstigen Treibstoffen und dem entsprechend auch günstigen Heizöl die Inflationsrate auch nur bei 1,0 % gelegen wäre - das heißt, dass Preistreiber wie die Mieten sich auch langsam abflachen.

Der Miniwarenkorb, der den typischen Einkauf eines Haushalts in einer Woche repräsentiert, sank um 1,4 %. Beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf gab es einen Anstieg von 0,9 %. Beim Miniwarenkorb sind die Treibstoffpreise schwerwiegender, weil man in der Woche auch einmal tanken muss, beim Mikrowarenkorb spielt dieser Wert eine geringere Rolle, daher auch die manchmal recht starken Unterschieden.

Preistreiber: wieder die Dienstleistungen

Im Jahresvergleich erhöhten sich am stärksten wie schon in den Vormonaten die Dienstleistungen. In der Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" gab es einen durchschnittlichen Anstieg von 3,3 %, wobei die Bewirtungsdienstleistungen um 2,9 % teurer waren als im Juli 2015, die Beherbergungsdienstleistungen stiegen gar um 4,8 % an.

Auch bei "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" zogen die Versicherungsdienstleistungen mit 1,9 % im Jahresvergleich an.

Weitere Ausgabengruppen

Bei "Bekleidung und Schuhe" gab es einen Preisanstieg um 1,9 % bei der Bekleidung und um 1,2 % höhere Preise bei den Schuhen.

Die Gruppe "Wohnung, Wasser, Energie" war im Vorjahr durch die deutlich teureren Mieten häufig ein Preistreiber. Jetzt hat die Gruppe nur noch einen Preisanstieg von 0,6 %. Allerdings sind die Mieten immer noch um 2,7 % teurer als vor einem Jahr. Die Betriebskosten sind für Mietwohnungen um 1,6 % gestiegen, jene für Eigentumswohnungen gar um 3,9 %. Deutlich günstiger ist natürlich das Heizöl durch den weiterhin extrem günstigen Ölpreis an den Börsen mit einem Rückgang im Jahresvergleich von 15,7 %. Aber auch Gas kostete um 2,4 % weniger als im Juli 2015, Fernwärme ist um 0,9 % billiger, nur Strom verteuerte sich um 1,1 %.

Bei "Nahrungsmittel und Alkoholfreie Getränke" gibt es insgesamt fast Preisstabilität. Nur um 0,5 % zogen die Preise an, was auch dem Gesamtwert der Nahrungsmittel entspricht. Fleisch wurde um 1,2 % teurer, Obst um 3,9 %, Brot und Getreideprodukte um 1,2 % und Gemüse um 1,0 %, dafür wurden Milch, Eier und Käseprodukte um 2,3 % günstiger.

Preisdämpfer: Treibstoff

Einmal mehr ist die Ausgabengruppe "Verkehr" verantwortlich für eine niedrige Inflationsrate. Insgesamt gingen die Preise um 2,5 % zurück, wobei die Treibstoffe um 10,4 % günstiger waren als im Juli 2015. Gestiegen sind die Preise für die Reparaturen um 3,8 %.

Datenquelle: http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 18. August 2016]

Entwicklung Inflationsrate nach Jahr sortiert

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      Inflation Österreich Juli 2016 InflationsrateArtikel-Thema: Inflation in Österreich im Juli 2016

      Beschreibung: Auch im Monat Juli 2016 blieb die Inflationsrate in Österreich bei einem Wert von 0,6 %, was auch schon im Mai und im Juni der Fall gewesen ist.

      letzte Bearbeitung war am: 01. 01. 2020