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Inflation in Österreich im Juli 2015

Preisdämpfer Treibstoffe wirkt weiterhin

Die Inflationsrate in Österreich ist im Widerspruch zur wirtschaftlichen Entwicklung weiterhin sehr hoch. Sie wäre im Monat Juli 2015 bei 1,6 % gelegen, konnte aber durch die günstigen Treibstoffe und das billige Heizöl auf 1,2 % gedämpft werden. Ein Anstieg von den 1,0 % der Vormonate ist trotzdem gegeben, vor allem aufgrund der gestiegenen Reisekosten.

Bei den Pensionistenhaushalten blieb die Inflationsrate bei 1,3 % erhalten und hat weniger Dynamik aufzuweisen. Beim Miniwarenkorb für den typischen wöchentlichen Einkauf eines Haushaltes stieg der Wert auf 0,5 % nach Minus 0,4 % im Vormonat, beim Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf wurden 1,1 % im Vergleich zum Juli 2014 errechnet - 1,0 % waren es im Juni noch gewesen.

Inflationsrate im Juli 2015: Hauptpreistreiber

Die Wohnkosten wurden als Hauptpreistreiber durch die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" abgelöst, die im Jahresabstand um durchschnittlich 2,9 % höhere Kosten verursacht haben. Dabei sind die Bewirtungsdienstleistungen um 3,5 % teurer geworden als sie es noch im Juli 2014 waren und das ist auch der Hauptgrund für diesen hohen Wert. Bei der Beherbergung stiegen die Dienstleistungskosten lediglich um 0,2 % an.

Inflation Juli 2015

Weitere Ausgabengruppen

Ein Thema bleibt natürlich "Wohnung, Wasser, Energie" mit durchschnittlich 1,4 % höheren Preisen. Hierbei ist der Widerspruch der teureren Mieten um 4,8 % gegenüber Juli 2014 zu sehen mit den deutlich günstigeren Heizölpreisen, die um gleich 19,3 % geringer ausgefallen waren. Viele haben sich mit neuem Lagerbestand eingedeckt, weil man die weitere Entwicklung beim Ölpreis nicht abschätzen kann. Die Instandhaltung stieg um 1,3 %. Bei der sonstigen Energie sank der Preis für Gas um 0,3 % und stieg bei Strom um 0,3 %, bei feste Brennstoffe um 1,8 % und bei der Fernwärme um 4,6 %.

Gestiegen sind auch die Versicherungsdienstleistungen um 2,0 % in der Ausgabengruppe "Verschiedene Waren und Dienstleistungen". Bei "Freizeit und Kultur" sind vor allem die teureren Dienstleistungen mit 3,2 % Preisanstieg gegenüber Juli 2014 zu nennen. Bücher, Zeitungen und Schreibwaren kosteten um 3,4 % mehr. Teurer wurden die Pauschalreisen um 1,2 %.

Preisdämpfer: Treibstoffe

Weiterhin inflationssenkend wirkt die Ausgabengruppe "Verkehr" mit den günstigeren Treibstoffen aufgrund des viel billiger gehandelten Ölpreises an der Börse. im Juli 2015 kosteten die Treibstoffe im Schnitt um 9,7 % weniger als im Juli des Jahres 2014. Gestiegen sind die Kosten für die Reparaturen um 3,0 %, deutlich gestiegen sind die Flugtickets um 8,5 %.

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Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2015

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      Inflationsrate Juli 2015Artikel-Thema: Inflation in Österreich im Juli 2015

      Beschreibung: Österreich und Inflation: die Inflationsrate im Juli 2015 steigt leicht auf 1,2 %, wäre aber ohne Treibstoffe mit 1,6 % deutlich höher gelegen.

      letzte Bearbeitung war am: 17. 09. 2020