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Inflationsrate in Österreich im Juli 2009

Deflation in Österreich

Der Vergleich mit dem Jahr 1966, der schon durch die Preisstabilität von 0,0 Prozent im Juni 2009 angestellt wurde, bleibt auch im Juli 2009 aktuell. Im Vergleich zum Juli 2008 betrug der Vergleich einen Wert von -0,3 Prozent, was Deflation, also Preisrückgang bedeutet. Dennoch wird von einer Inflationsrate gesprochen. Beim Preisindex für Pensionistenhaushalte wurde ein Plus von 0,1 Prozent errechnet.

Denn wie schon in den letzten Monaten ist weiterhin das Absinken des Ölpreises im Jahresvergleich für das Ergebnis der Inflationsrate verantwortlich. Gäbe es den enormen Preisunterschied nicht, wäre eine tatsächliche Inflationsrate von 1,3 Prozent erreicht worden, was einer niedrigen, wünschenswerten Inflationsrate entspricht.

Im Juli 2008 stürmte der Preis für Erdöl eine Rekordmarke nach der anderen und ein Jahr später hat sich der Preis aufgrund der Wirtschaftskrise halbiert. Das Heizöl wurde um satte 41 Prozent billiger, Diesel um 30, Super um 18 und Normalbenzin um 17 Prozent. Erwähnenswert ist auch der Rückgang der Kosten bei den Studiengebühren um über 68 Prozent.

Und noch eine Erinnerung gilt es abzurufen: nicht nur das Erdöl und damit die ölrelevanten Produkte, auch Lebensmittel, Obst und Gemüse waren im Sommer 2008 sehr teuer geworden. Auch in diesen Bereichen gab es Entspannung und Obst ist allgemein um 11 Prozent, Äpfel sogar um 15 Prozent günstiger geworden. Milch kostete im Juli 2009 verglichen mit Juli 208 um 7, Butter gar um 13 Prozent weniger.

Weiterhin als teurer wirken sich die Versicherungen aus und auch die Produkte für die Körperpflege sind hier zu nennen. Bei den Versicherungen sind es besonders die Haushaltsversicherungen mit einer Preissteigerung von 5 Porzent, bei der Körperpflege verteuerte sich die Massage um 8 Prozent. Teurer wurden auch Möbel und Reinigungsmittel.

Insgesamt zeigt die Inflationsrate in Österreich eine Rückrechnung der enormen Preissteigerungen des Vorjahres. Der Boom in der Wirtschaft trotz der Kenntnis der herannahenden Wirtschaftskrise hat das Leben stark verteuert und die Wirtschaftskrise zerstört jetzt Arbeitsplätze, bereinigt aber die Preissituation. Fakt bleibt aber, dass die Preise wieder anziehen werden, wenn die Krise überstanden ist.

http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 15. August 2009]

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