Sie sind hier: Startseite -> Wirtschaft -> Inflation Österreich -> Jänner 2016

Inflation in Österreich im Jänner 2016

Bewirtungsdienstleistungen vs. Treibstoffe

Die Inflationsrate in Österreich stieg im Monat Jänner 2016 auf 1,2 %, nachdem sie im Dezember noch bei 1,0 % gelegen war. Die Treibstoffe waren weiterhin sehr billig, der Ölpreis niedrig, aber die Preisentwicklungen bei der Bekleidung und den Bewirtungsdienstleistungen kompensierte diesen Trend und erhöhte damit die Inflation.

Beim Mikrowarenkorb für den täglichen Einkauf erhöhte sich der Wert um 1,9 %, beim Miniwarenkorb für den typischen Wocheneinkauf gab es aufgrund der Treibstoffe ein Minus von 0,5 % im Jahresvergleich.

Inflation im Jänner 2016: Hauptpreistreiber

Der Hauptpreistreiber im Vergleich zum Jänner 2015 war die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" mit einem durchschnittlichen Anstieg von 3,8 %. Der Hauptgrund lag in den Bewirtungsdienstleistungen, die um 3,9 % teurer wurden. Die Beherbergungsdienstleistungen stiegen auch um 3,1 % im Jahresvergleich an.

Inflation Jänner 2016

Inflation im Jänner 2016: weitere Ausgabengruppen

Bei "Freizeit und Kultur" gab es auch bei den Dienstleistungen einen spürbaren Anstieg. Die Freizeit- und Kulturdienstleistungen verteuerten sich im Jahresvergleich um 2,6 %. Pauschalreisen wurden um 4,9 % teurer.

Das Thema Dienstleistungen spielte auch bei "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" eine Rolle, denn die Versicherungsdienstleistungen stiegen im Vergleich zum Jänner 2015 um 2,1 % an.

In der Ausgabengruppe "Bekleidung und Schuhe" verteuerten sich die Preise im Durchschnitt um 2,5 %. Wesentlicher Grund war die Tatsache, dass die meist vorhandenen Preisrückgänge zum Jahreswechsel nicht gegriffen haben. Die Bekleidung verteuerte sich um 3,6 %, während sie im Dezember nur um 0,6 % teurer lag als im Jahr davor.

Kaum eine Rolle spielte "Wohnung, Wasser, Energie" mit 0,7 % Preisanstieg. Die Mieten stiegen zwar noch um 2,4 % an, aber durch die Energiekosten wurde dies kompensiert. Heizöl wurde um 21,2 % günstiger, auch Gas kostete um 0,8 % weniger, gleiches galt für die Fernwärme. Teurer wurden die festen Brennstoffe mit 1,9 % und Strom mit 0,8 %.

Überhaupt kein Thema sind aktuell die "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" mit einem Preisanstieg von 0,6 %. Zwar wurde Obst um 6,2 % teurer, dafür Milch, Käse und Eier um 1,5 % günstiger, auch die alkoholfreien Getränke wurden leicht um 0,4 % günstiger.

Verkehr wieder Preisdämpfer

Die Ausgabengruppe "Verkehr" ist weiterhin der Dämpfer für die Inflationsrate und die Preise der Gruppe gingen um 1,7 % zurück. Die Treibstoffe kosteten um 9,8 % weniger, wobei man einen höheren Wert erwarten hätte können. Doch bereits im Jänner 2015 war der Preis für Benzin und Diesel zurückgegangen, sodass der Jahresvergleich geringer ausfiel als im Dezember.

Datenquelle: http://www.statistik.at

Lesen Sie auch

Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2016

Diesen Artikel teilen

      Zurück zu Startseite / Kapitelseiten

      Infos zum Artikel

      Inflationsrate Jänner 2016Artikel-Thema: Inflation in Österreich im Jänner 2016

      Beschreibung: Die Inflationsrate in Österreich stieg im Jänner 2016 auf 1,2 %, vor allem durch die teureren Bewirtungsdienstleistungen.

      letzte Bearbeitung war am: 17. 09. 2020