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Inflation in Österreich im Jänner 2015

Ölpreis zieht die Inflationsrate nach unten

Die Inflationsrate in Österreich hat sich im Jänner 2015 auf 0,6 % reduziert. Hauptgrund für das deutliche Absinken (Dezember 1,0 %) war der noch stärker gefallene Ölpreis auf den Weltmärkten und damit die geringeren Kosten bei den Treibstoffen und beim Heizöl. Die Inflationsrate für Pensionistenhaushalte sank auf 0,9 %, lag aber durch eine andere Gewichtung deutlich über der normalen Inflationsrate. Der Miniwarenkorb für den wöchentlichen Einkauf sank auf 0,3 %, der Mikrowarenkorb für den täglichen Einkauf auf 0,8 %.

Hauptpreistreiber im Jänner 2015

Im Jänner 2015 war die Ausgabengruppe "Freizeit und Kultur" der Hauptpreistreiber mit durchschnittlich um 2,3 % höheren Kosten, wobei die Pauschalreisen mit 7,3 % besonders dazu beigetragen haben. Die Preise für die Freizeit- und Kulturdienstleistungen stiegen im Jahresvergleich um 2,6 % an. Bei den Büchern waren die Preise im Vergleich zum Jänner 2014 um durchschnittlich 4,2 % angestiegen.

Inflation Jänner 2015

Inflationsrate in Österreich: weitere Ausgabengruppen

Die Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels" spielt auch im Jänner 2015 eine Rolle. Wieder sind es wie in den Vormonaten die gestiegenen Kosten bei den Dienstleistungen. Die Bewirtung stieg im Jahresvergleich um 3,0 %, die Beherbergungsdienstleistungen wurden aber um 0,5 % günstiger.

Der Hauptpreistreiber der letzten Monate war die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie". Die Mieten wurden mit 5,2 % auch wirklich spürbar teurer, aber die Ausgabengruppe relativiert sich durch den sehr günstigen Ölpreis, wodurch das Heizöl gleich um 25,3 % günstiger wurde. Wer also davon nicht profitieren konnte, hat ein ganz anderes finanzielles Empfinden durch die teureren Mieten. Generell ist die Energie um 3,3 % günstiger geworden, wobei die Fernwärme um 5,7 % teurer wurde, Strom um 0,7 %, feste Brennstoffe um 2,4 % und Gas um 0,4 % - auch hier kompensiert das Heizöl die Kostensituation in Österreich.

Kaum eine Rolle bei der Inflationsrate spielt seit geraumer Zeit die Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke". Nur durchschnittlich um 0,6 % zogen die Preise an. Brot und Getreideprodukte wurden um 1,6 % teurer, Milch, Käse und Eier um 0,8 %, Fleisch um 0,4 %, Obst um 1,1 %, Gemüse wurde um 2,7 % günstiger. Teurer wurden die alkoholfreien Getränke um 3,0 %.

Inflationsbremse Ölpreis und Treibstoffe

Die Preisbremse schlechthin war die Ausgabengruppe "Verkehr" mit einem Absinken des Preisniveaus um durchschnittlich 3,6 %. Natürlich war hier der Ölpreis das große Thema und so reduzierten sich die Kosten für die Treibstoffe im Vergleich zum Jänner 2014 um 15,9 %. Damit wurde auch die Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer vom März 2014 (+12,9 %) kompensiert.

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Jeden Monat gibt es die Auswertung der Inflation mit der Inflationsrate, also der Vergleich der Preise mit dem Vorjahresmonat basierend auf den Warenkorb. Ebenfalls ermittelt wird die Inflationsrate auf Basis des Mikrowarenkorbs, der abbildet, ob der tägliche Einkauf teuer oder günstiger wurde. Die gleiche Überlegung gibt es mit dem Miniwarenkorb für die typischen Ausgaben in einer Woche.

Liste der Inflationsberichte 2015

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      Inflationsrate Jänner 2015Artikel-Thema: Inflation in Österreich im Jänner 2015

      Beschreibung: Durch den Ölpreis ist die Inflationsrate in Österreich im Jänner 2015 auf 0,6 % deutlich abgesunken.

      letzte Bearbeitung war am: 17. 09. 2020