Sie sind hier: Startseite -> Wirtschaft -> Inflation Österreich -> Jänner 2014

Inflation in Österreich im Jänner 2014

Starker Rückgang nach höherem Dezember-Wert

Die Inflationsrate zeigt sich in Österreich neuerdings sehr wechselhaft. Nach einer deutlich niedrigeren Inflationsrate von 1,4 % im November 2013 stieg sie im Dezember auf 1,9 %, um im Jänner 2014 wieder auf 1,6 % zu sinken. Dabei waren die Nahrungsmittel der Preistreiber, günstigere Bekleidungsartikel sorgten aber für einen Preisdämpfer. Die Treibstoffe und Energie spielen keine Hauptrolle mehr. Die Inflationsrate für Pensionistenhaushalte lag mit 1,8 % wieder deutlich höher, weil die Nahrungsmittel eine große Rolle spielen. Auch der Mikrowarenkorb ist mit 3,9 % als Warenkorb für den täglichen Einkauf sehr hoch. Mit 1,4 % ist der Miniwarenkorb für den wöchentlichen Einkauf hingegen auf moderatem Niveau.

Der Preistreiber des Monats in Österreich

Am stärksten sind die Preise wieder einmal bei der Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" gestiegen. Durchschnittlich stiegen die Preise im Vergleich zum Jänner 2013 um 2,7 %, bei den Nahrungsmittel selbst um 3,1 %. Milch, Käse und Eier wurden um 6,9 % teurer, Brot und Getreideprodukte um 2,9 %, Fisch gar um 7,4 Prozent. Obst stieg im Preisniveau um 2,9, Gemüse um 2,2 %. Fleisch, das 2013 deutlich teurer wurde, hat mit einem Anstieg von 0,8 % das Niveau in etwa gehalten. Günstiger wurden die alkoholfreien Getränke um 0,4 %, Bohnenkaffee besonders durch eine Reduktion der Preise um 2,6 % im Durchschnitt.

Nachdem die Benzinpreise keine Rolle mehr spielten, waren die Nahrungsmittel und die Wohnkosten im Herbst 2013 prägend für die Inflationsrate. Das scheint auch 2014 so zu bleiben. Neben dem Preistreiber der Nahrungsmittel ist die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" zu nennen. Hier stiegen die Preise im Schnitt um 1,6 %. Die Instandhaltung wurde um 2,7 % teurer, die Mieten stiegen im Vergleich zum Jänner 2013 um 2,8 % an. Bei der Energie gab es kaum Bewegung. Strom wurde um 0,2 % teurer, Fernwärme um 0,1 %, feste Brennstoffe verteuerten sich dafür um satte 4,9 %. Günstiger wurde Gas um 0,4 % und Heizöl sank um 4,6 % im Preisniveau.

Weitere Ausgabengruppen und ihre Wirkung auf die Inflationsrate

Bei "Restaurants und Hotels" gab es 2013 eine ständige Preissteigerung durch die Bewirtungsdienstleistungen und das bleibt auch im Jänner 2014 so. Die Preise stiegen im Schnitt um 2,7 % bei den Bewirtungen und um 1,7 % bei den Beherbergungen. Bei "Bekleidung und Schuhe" gab es einen Rückgang der Preise, vor allem bei der Bekleidung gingen die Preise um 1,0 % zurück, nachdem sie im Dezember noch angestiegen waren.

Hauptpreisdämpfer des Monats

Die Ausgabengruppe "Verkehr", lange Zeit durch die Treibstoffe der Preistreiber bei der Inflationsrate, ist zum Preisdämpfer geworden. Durchschnittlich gingen die Preise um 0,4 % zurück, wobei die Treibstoffpreise um durchschnittlich 3,7 % gesunken sind, die Kosten für Flugtickets gingen gleich um 7,5 % zurück. Teurer wurden die Instandhaltungen um 2,9 %.

Fazit für Jänner 2014

Die Inflationsrate hat sich wieder deutlich abgeschwächt, was auch schon bei den Verhandlungen in der Europäischen Zentralbank (EZB) ein Thema war und noch weitere Senkungen bei den Leitzinsen erwarten hat lassen. Aber die Menschen spüren die günstigere Entwicklung kaum, weil vor allem die täglich benötigten Lebensmittel spürbar teurer sind und das schon seit geraumer Zeit. Deshalb ist auch der Mikrowarenkorb mit fast 4,0 % sehr hoch angesetzt und auch die Pensionistenhaushalte haben eine höhere Inflationsrate. Das liegt daran, dass bei diesen Wertungen die abschwächende Wirkung der günstigeren Treibstoffe keine Rolle spielt.

http://www.statistik.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 24. Februar 2014]

Entwicklung Inflationsrate nach Jahr sortiert

      Zurück zu Startseite / Kapitelseiten

      Infos zum Artikel

      Inflation Österreich Jänner 2014 InflationsrateArtikel-Thema: Inflation in Österreich im Jänner 2014

      Beschreibung: Nach einer höheren Inflationsrate im Dezember (1,9 %) sank die Inflationsrate in Österreich im Jänner auf 1,6 %.

      letzte Bearbeitung war am: 01. 01. 2020